6. Oktober 2010
Hartgesottene Schwimmer gehen während der Saison auch dann ins Freibad, wenn andere es sich schon mit einem warmen Tee auf dem Sofa gemütlich gemacht haben. Die breite Masse der deutschen Wasserratten wartet jedoch auf die ersten heißen Sommertage, bevor sie sich ins kühle Nass wagt. An solchen Tagen ist in deutschen Schwimmbädern dann die berühmte Hölle los. Damit sich trotzdem alle entspannt erholen können, gilt es, einige wichtige Regeln zu beachten.
Gegenseitige Rücksichtnahme ist an Tagen mit starkem Betrieb oberstes Gebot. Die meisten Unfälle in Freibädern entstehen dadurch, dass die Gäste nicht genügend auf andere achten. So ist es einfach eine Frage der Höflichkeit, nicht ins Becken zu springen, wenn besonders viele Menschen im Wasser sind, selbst wenn es grundsätzlich erlaubt ist. Viel zu schnell landet man im Eifer des Gefechts auf einem anderen Badegast und kann ihm und sich selbst so großen Schaden zufügen. Ebenso rücksichtsvoll sollte man sich auch beim Schwimmen im Becken verhalten. Wer kraulen oder auf Zeit schwimmen möchte, gehört auf die Sportbahn. Auf Rückenschwimmen sollte man bei Hochbetrieb lieber generell verzichten.
Gibt es eine Rutsche, so darf man sich hier nicht drängeln lassen. Los geht es erst, wenn die Ampel wieder auf Grün geschalten oder der Vordermann bereits einen großzügigen Vorsprung hat. Schließlich möchte man selbst ja auch nicht, dass einem jemand mit voller Wucht auf den Rücken rutscht.
Auch außerhalb des Wassers sollte man sich nicht benehmen, als wäre man alleine im Freibad. Wer mit einer großen Gruppe kommt, legt sich am besten ein wenig abseits. So kann man ungestört herumalbern und bekommt keine Klagen von den anderen Gästen zu hören.
Es gibt natürlich auch Dinge, vor denen man sich nur selbst schützen kann. So ist es ratsam, immer Badeschuhe oder Flip-Flops zu tragen, selbst wenn man nur mal eben vor zum Kiosk läuft. Glasscherben, Wespen und andere gefährliche Stolperfallen kommen in der Hochsaison besonders häufig vor.
Zudem sollte man immer ausreichend trinken, nicht zu lange in der Sonne bleiben und vor allem nicht alkoholisiert ins Wasser gehen. Das Auftragen eines Sonnenschutzes versteht sich von selbst und ist nicht nur bei Kindern ein absolutes Muss.
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