Schwimmbretter - Merkmale, Unterschiede und Einsatzgebiete

Schwimmbretter haben die Aufgabe, dem Schwimmanfänger durch ihren hohen Auftrieb Sicherheit und Halt zu bieten. Sie werden mit den Händen oder Beinen gehalten beziehungsweise auf den Rücken gebunden. Es gibt unterschiedliche Modelle und Formen, die in verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen. Lesen Sie über Merkmale, Unterschiede und Einsatzgebiete von Schwimmbrettern.

Von Kai Zielke

Schwimmbretter - Merkmale und Nutzen

Schwimmbretter sind hilfreiche Lern- und Trainingsgeräte im Bereich des Schwimmsports. Sie können Anfängern als Schwimmhilfe dienen; Profis nutzen sie als zusätzliches Trainingsgerät, um das Workout zu intensivieren.

Schwimmbretter können aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Entweder besitzen diese im Wasser einen hohen Auftrieb oder sie sind mit Luft gefüllt.

Holz und Kork verwendet man kaum noch. Für aktuelle Schwimmbretter werden spezielle Schaumstoffgemische oder Kunststoff eingesetzt.

Für Schwimmanfänger

Schwimmbretter erfüllen je nach Größe und Beschaffenheit unterschiedliche Funktionen. Hauptsächlich werden sie in Schwimmkursen und im Schwimmunterricht angewandt. Dort sind sie beliebte Hilfsmittel, um den Schwimmneulingen die Angst vor dem tiefen Wasser zu nehmen.

Mit einem Schwimmbrett fühlen diese sich sicherer und können sich auf den Bewegungsablauf ihrer Arme oder Beine konzentrieren. Allein der Gedanke, nicht "untergehen" zu können, verleiht dem Schwimmschüler Ruhe und bringt Gleichmäßigkeit in den Übungsablauf.

Und tatsächlich besitzen Schwimmbretter einen so starken Auftrieb, dass der Schwimmschüler im Wasser nicht absinkt. Wird das Schwimmbrett mit den Armen benutzt, kann gezielt der Bewegungsablauf der Beine trainiert werden.

Klemmt der Schwimmanfänger sich ein Brett zwischen die Beine, ist es möglich, die Armbewegungen zu erlernen. Und schnallt er das Brett an einer Art Gürtel um die Taille, behält die Körpermitte den nötigen Auftrieb und der Schwimmschüler kann den gesamten Übungsablauf trainieren.

Für Schwimmprofis

Schwimmbretter werden aber auch beim Schwimmtraining von Profis eingesetzt. Zur Förderung der Beweglichkeit benutzen professionelle Schwimmer häufig Schwimmbretter, um sich teilweise mit dem Oberkörper auf sie legen zu können.

Ihre gesamte Kraft können sie so in die Stoß- und Paddelbewegungen der Beine konzentrieren, was bei regelmäßigem Training zu einer enormen Steigerung der Geschwindigkeit führt. Entsprechende Modelle sind auch unter der Bezeichnung Pull Kick zu finden.

Ihre Maße sind optimiert, sodass die Geschwindigkeit beim Schwimmen nicht verringert wird. Bei Positionierung im Wadenbereich können die Armmuskeln gestärkt werden.

Für Senioren

Bei älteren Menschen sind spezielle Seniorenschwimmbretter sehr beliebt. Auch wenn diese schwimmen können, nehmen sie ein solches Brett gern als Sicherheit mit ins Wasser.

Gerade bei Senioren kann es zu gesundheitlichen Beschwerden kommen, die sie in gefährliche Situationen bringen können. Allein ein Krampf in der Wade ist ausreichend, um nicht mehr aus eigenen Kräften an den Beckenrand oder an das Ufer zu gelangen. Ein Schwimmbrett bietet in solchen Fällen eine Art Rettungsmöglichkeit.

Seniorin beim Schwimmen mit einem blauen Schwimmbrett
Seniorin beim Schwimmen mit einem blauen Schwimmbrett

Für Kinder

Außerdem sind Schwimmbretter bei Kindern im Bade- und Freizeitbereich sehr beliebt. Sie können mit ihnen die unterschiedlichsten Spiele im Wasser durchführen und motivieren sie, sich zu bewegen.

Trotz aller Sicherheit, die ein Schwimmbrett bietet, sollte sich jedoch niemand alleinig auf dieses Hilfsmittel verlassen. Keinesfalls sollten Kinder und Nichtschwimmer unbeaufsichtigt im Schwimmerbereich oder im offenen Wasser mit ihnen unterwegs sein.

Arten und Unterschiede

Schwimmbretter sind besonders bei Kindern und erwachsenen Nichtschwimmern beliebte Hilfen, um das Schwimmen zu erlernen. Doch auch Sportler möchten mitunter nicht auf sie verzichten.

Klassische Schwimmbretter

Gängige Schwimmbretter besitzen eine Rechteckform. Sie werden mit den Händen gehalten und vor dem Körper im Wasser geführt. Viele Modelle sind mit Handgriffen ausgestattet, die es dem Schwimmanfänger ermöglichen, das Brett sicher vor dem Körper zu führen.

Entweder handelt es sich dabei um Schaumstoffbretter oder um luftgefüllte, relativ harte Kunststoffhüllen. Beide Arten Schwimmbretter halten hohen Belastungen Stand, so dass sie dem Schwimmanfänger eine hohe Sicherheit bieten. Die Größe dieser Bretter variiert. Unterschieden wird nach Schwimmbrettern für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Schwimmbretter in Tierform

Für einen größeren Spaßfaktor beim Schwimmen sorgen Schwimmbretter in Form eines Tieres, beispielsweise sind sie einem Fisch oder einem Frosch nachempfunden. Die Zielgruppe der Hersteller für die Fun-Schwimmbretter dürften Kinder sein.

Aufblasbare Schwimmbretter

Eine besonders platzsparende Variante sind aufblasbare Schwimmbretter in Rechteckform. Wie Schwimmringe lassen sie sich vor dem Einsatz mit Luft befüllen und nach dem Gebrauch auf kleinstem Raum verstauen.

Der Nachteil allerdings ist, dass diese Schwimmbretter platzen oder reißen können und dann keine Sicherheit mehr bieten. Diese Art der Schwimmbretter sollte also nur im Nichtschwimmerbereich benutzt werden.

Schwimmbretter aus Schaumstoff

Andere Schwimmbretter, die aus Schaumstoff bestehen, eignen sich zum Einklemmen zwischen den Beinen. Ihre Form lässt sich mit der einer Acht vergleichen, bei der die schmalsten Stellen zur Fixierung der Beine gedacht sind. Diese Schwimmbretter besitzen eine unterschiedliche Stärke.

Wie bei anderen Schwimmbrettern auch gibt es Modelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. In Abwandlung werden Schwimmbretter angeboten, die sich wie ein Gürtel um die Taille schnallen lassen.

Seniorenschwimmbretter

Spezielle Seniorenschwimmbretter besitzen eine große Aufliegefläche. Sie werden vor allem von älteren Menschen genutzt, die sie beim Schwimmen als Sicherheitselement mit sich führen.

Aber auch professionelle Schwimmer berichten von einem positiven Effekt, wenn sie diese Bretter zum Training des Beinschlags benutzen. Bereits nach kurzer Trainingszeit ist eine deutliche Verbesserung der Geschwindigkeit bemerkbar.

Verwendung: Schwimmtraining mit Schwimmbrett

Schwimmbretter sind flache, meist rechteckige Bretter, die aus einem Material bestehen, das im Wasser einen Auftrieb besitzt. Es wird entweder mit den Armen oder Beinen festgehalten beziehungsweise auf den Rücken geschnallt und dient dem Schwimmanfänger als Hilfe.

Die meisten Menschen, die das Schwimmen in einem Schwimmkurs erlernt haben, werden sich an ihre ersten Schwimmversuche erinnern. Sie wurden mit dem Schwimmbrett ausgeführt.

Ein Schwimmbrett besitzt zwei Funktionen: Es sorgt durch seinen Auftrieb dafür, dass der Schwimmanfänger im Wasser nicht versinkt und es gibt ihm Sicherheit. Denn wer im tiefen Wasser schwimmen möchte, braucht als erstes Mut.

Jedes Jahr geschehen in unserem Land eine Vielzahl von Badeunfällen, bei denen Menschen durch Ertrinken ums Leben kommen, viele von ihnen sind Nichtschwimmer. Es macht also Sinn, das Schwimmen zu erlernen, bevor es in den Badeurlaub geht. Im günstigsten Fall lernt man es bereits im Kindesalter.

Für Kinder werden unterschiedliche Schwimmkurse und vielerorts auch Schwimmunterrichtsstunden angeboten. Dort werden die Grundlagen für unterschiedliche Schwimmtechniken unter fachlicher Anleitung gelehrt. Das Bestehen des Schwimmabzeichens ist ein großer Erfolg. Doch auch Erwachsene können an Schwimmkursen teilnehmen.

Ablauf des Schwimmtrainings mit einem Schwimmbrett

Zunächst führt der Schwimmlehrer mit seinen Schützlingen die entsprechenden Bewegungsabläufe auf dem Trockenen aus, später begeben sich die Schwimmanfänger zum Üben in das Schwimmbecken. Bereits im Nichtschwimmerbereich macht der Einsatz von Schwimmbrettern Sinn, weil diese dem Neuling Sicherheit geben und er sich besser auf seine Arm- oder Beinarbeit konzentrieren kann. Auf sich allein gestellt ist natürlich kein Schwimmanfänger, der Schwimmlehrer überwacht ihn und korrigiert gegebenenfalls seine Bewegungen.

Allererste Schwimmversuche im Schwimmbereich werden oft mit zwei Schwimmbrettern durchgeführt. Eines hält der Schwimmanfänger in den Händen und führt es vor dem Körper her, das andere bindet er sich mit einer Art Seil auf den Rücken, wo es für den nötigen Auftrieb sorgt. Der Schwimmer liegt in dieser Position ganz knapp unter der Wasseroberfläche und stößt sich mit den entsprechenden Beinbewegungen ab, um vorwärts zu kommen.

Später wird auf eines der Schwimmbretter verzichtet. Um die Armbewegungen zu erlernen, ist es auch möglich, ein Schwimmbrett zwischen die Beine zu klemmen. Dieses wird als Pullbuoy bezeichnet. Mit seiner Hilfe kann der Schwimmanfänger den Bewegungsablauf des oberen Körperbereiches optimieren.