25. Januar 2011
Majestätische Berge und tosende Wasserfälle: Die Schweiz beeindruckt ihre Besucher mit spektakulärer Landschaft und Superlativen, die man sonst nur selten in Europa findet. Kein Wunder also, dass auch die Aussichtsplattformen entsprechend atemberaubend ausfallen.
Höher geht's wirklich nicht: Das Kleine Matterhorn, nur wenige Hundert Höhenmeter vom gigantischen Gipfel des Großen Matterhorn entfernt, beherbergt die höchste Aussichtsplattform Europas. Schon allein die Anfahrt kommt einem Abenteuer gleich - wenn auch einem gut gesicherten: Über dem Schwindel erregend tiefen Abgrund fährt die Gondelbahn nach und nach gen Himmel, um dann mitten im Berg zu halten. Die Anreise ist kein günstiges Vergnügen - doch wer einmal in über 3.800 Metern Höhe einen Blick über die zu Fuße liegende Welt gewagt hat, der wird den Preis schnell verschmerzen können. An der Bergstation angekommen, gilt es zunächst durch einen Tunnel zum Südhang zu laufen. Von hier aus führt ein Lift nochmals einige Meter in die Höhe - zum "Dach Europas", wie die Aussichtsplattform des Kleinen Matterhorns gern genannt wird.
Und noch ein Superlativ, den die Schweizer Naturlandschaft bietet: Mit rund 23 Metern Fallhöhe und 150 Metern Breite gilt der Rheinfall als mit größter Wasserfall Europas. Der Wasserfall bildet die deutsch-schweizerische Grenze und wird zur einen Seite der Gemeinde Schaffhausen, zur anderen Seite dem Kanton Zürich zugezählt. Die tosenden Wassermengen des Rheinfalls bieten bei jedem Wetter ein einzigartiges Schauspiel - welches sich dank mehrerer, durch steile Treppenstufen erreichbare Aussichtsplattform hervorragend beobachten lässt. Dabei befinden sich Besucher nicht oberhalb, sondern etwa auf gleicher Höhe des Wasserfalls - spritzende Gischt ist hier keine Seltenheit.
Lohnenswert ist auch ein Besuch der Aussichtsplattform Conn bei Flims. Das einzigartige Design der als "Mauersegler" bekannten Plattform ist dabei mindestens ebenso spektakulär wie der Ausblick, den sie bietet: Rund 400 Höhenmeter geht der Blick hinab in die Sagen umwobene Rheinschlucht, welche vor rund 10.000 Jahren entstanden ist. Serpentinenartig schlängeln sich die Straßen durch grüne Wiesen und Wolken verhangene Gipfel. Dank der überhängenden Konstruktion scheint die Aussichtsplattform über dem Abgrund zu schweben - ein Erlebnis, welches Schwindelfreiheit und ein wenig Wagemut voraussetzt, aber dann mit tollem Panorama belohnt wird.
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