5. Juni 2008
Von Sandra Spönemann
Das große Thema in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit: Umschulungen. Der gegenwärtige Arbeitsmarkt schreit nach Allroundern mit breitem Basiswissen. Nur wenige Bereiche verlangen nach Fachspezialisten. Die Zeiten eindeutiger Berufsbezeichnungen sind vorbei und Umschulungen hoch im Kurs.

Bei vielen Umschulungen bildet der Erwerb von Computerkenntnissen einen besonderen Schwerpunkt
"20 Jahre arbeitet ich in meinem Beruf und jetzt muss ich mich auf einmal umschulen lassen!" So oder ähnlich klingen hierzulande zur Zeit viele Aussagen. In ein und demselben Berufsfeld ein Leben lang zu arbeiten scheint unmöglich geworden zu sein. Umschulungen haben zwar Vorteile, sind aber nicht immer effizient. Nach dem Verlust der Arbeitsstelle gibt es die Möglichkeit sich von der Arbeitsagentur eine Umschulung bezahlen zu lassen. Das kann sich beispielsweise auf den Erwerb von Computerkenntnissen beziehen oder auf den bisher erworbenen Kenntnissen aufbauen. Jemand der beispielsweise bisher praktisch an Maschinen tätig war, kann sich zum Anwendungstechniker umschulen lassen, sodass aus der handwerklichen Tätigkeit eher eine Büroarbeit wird. Eine andere Möglichkeit im selben Berufsfeld (im weitesten Sinne) tätig zu sein, ist die Umschulung in eine betriebswirtschaftliche Richtung. So entstehen Vertriebsmitarbeiter, die hoch qualifiziert sind, weil sie jahrelang an der Entstehung des Produktes aktiv mitgewirkt haben.
Der Erwerb von Computerkenntnissen im Zuge einer Umschulung ist definitiv vorteilhaft. Die Beherrschung des Standardprogramms Microsoft Office (Word, Excel, Powerpoint, usw.) ist fast immer eine Grundvoraussetzung um heutzutage im Arbeitsmarkt mitmischen zu können. Hinzu kommen (je nach Bereich) spezielle Grafikprogramme und ähnliches. Dadurch erweitert sich die Palette der Jobmöglichkeiten für die Umgeschulten. So kann sich beispielsweise eine technische Bauzeichnerin, wenn sich direkt in ihrem erlernten Beruf keine Stelle bietet, als Sekretärin oder ähnliches arbeiten. Außerdem ist es für den Lebenslauf vorteilhafter in der arbeitssuchenden Zeit eine Umschulung aufführen zu können, als gar nichts.
Umschulungen führen natürlich nicht ausschließlich zu positiven Effekten. Auch Jobanwärter die sich bereits mehreren solcher Maßnahmen unterzogen haben, finden leider nicht zwangsläufig auch eine Stelle. Umso wichtiger ist es daher, sich im Vorfeld gut zu informieren, was mit der Umschulung erreicht werden soll. Wer könnte potentieller Arbeitgeber sein? Wie sieht es auf dem Arbeitsmarkt aktuell für mein neues berufliches Feld aus? Welche Umschulung ist am effizientesten / lässt sich evtl. mit meinen bisherigen Kenntnissen stützen?
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