Arbeitszeugnis

Einfaches oder qualifiziertes Zeugnis nach der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses

Das Arbeitszeugnis kann sich ein Arbeitnehmer zur Beendigung seines Arbeitsverhältnisses vom Arbeitgeber ausstellen lassen. Unterschieden wird zwischen einem knappen "einfachen Arbeitszeugnis" und dem ausführlicheren "qualifizierten Arbeitszeugnis".

Hand mit silbernem Kugelschreiber setzt zur Unterschrift an
signing contract © Agb - www.fotolia.de

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dem Arbeitnehmer nach Beendigung des Dienstverhältnisses ein Arbeitszeugnis auszustellen. Nach dem Willen des Gesetzgebers soll dieses wohlwollend formuliert sein, um dem ehemaligen Arbeitnehmer die Suche einer neuen Arbeitsstelle zu erleichtern.

Und in der Tat sind Arbeitszeugnisse auf den ersten Blick immer positiv formuliert. Entscheidend ist aber, was "zwischen den Zeilen" steht, bzw. das, was nicht drin steht. Arbeitszeugnisse enthalten dabei mehr Informationen, als es auf den ersten Blick erscheint und können, obwohl sie wohlwollend klingen, im Urteil vernichtend sein.

Bewertungspunkte

Die Arbeitgeber orientieren sich bei der Bewertung der Arbeitsleistung anhand von Formulierungen, die sich unter Personalchefs eingebürgert haben. Diese Formulierungen meinen meist etwas anderes als wortwörtlich geschrieben steht. Anhand von Tabellen lassen sich Arbeitszeugnisse aber leicht "übersetzen" und geben so ihren wahren Inhalt preis.

Zu den Bereichen, in denen der Arbeitnehmer bewertet wird, gehören beispielsweise

Am wichtigsten ist die abschließende Bewertung der Arbeitsleistung, die von "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" (sehr gut) bis hin zu "er hat sich bemüht" (mangelhaft) reicht. Auch die Erwähnung von Selbstverständlichkeiten, wie zum Beispiel "er war pünktlich", ist nicht positiv gemeint, sondern heißt nichts anderes, als dass der Arbeitnehmer sonst in kleinster Weise positiv aufgefallen ist.

Wichtig ist auch der Schlusssatz, in dem der Arbeitgeber sein Bedauern über das Ausscheiden des Arbeitnehmers ausdrückt (das ist dann wirklich so gemeint) oder ihm nur für seine Mitarbeit dankt (dann ist er in Wirklichkeit froh, dass er weg ist).

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen und Hinweise zum Arbeitszeugnis

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