Richtig rudern lernen - die effizienten Ruder-Techniken

Vater und Sohn beim Kanufahren auf dem See

Grundsätzlich werden zwei Rudertechniken unterschieden: das Skullen und das Riemenrudern - wie man richtig Rudern lernt, erklären wir in diesem Artikel

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Rudern ist eine sehr schöne, anspruchsvolle und intensive Sportart. Von vielen Menschen wird das Rudern jedoch auch ausschließlich als unterhaltsame Freizeitbeschäftigung angesehen. Viele Touristen ergreift die Sehnsucht nach dem Ausflug auf das Wasser, wenn sie an einem See oder am Meer Urlaub machen. Hier können meist Ruderboote gemietet werden. Doch es ist gar nicht so einfach wie man auf den ersten Blick denkt, ein solches Ruderboot zu fahren und zu steuern.

Sich mit dem Boot vertraut machen

Egal ob Sie nun sportlich ambitioniert rudern oder nur einen netten Nachmittag auf dem Wasser verbringen möchten, Sie sollten sich in jedem Fall schon vor dem Start mit dem Boot und seinen Eigenheiten vertraut machen.

  • Bei einem Ihnen noch unbekannten Bootstyp sollten Sie mit einfachen Balanceübungen beginnen. Entfernen Sie sich dafür nicht zu weit vom Ufer und bleiben Sie möglichst in einer Gewässertiefe, in der Sie noch bequem stehen können.

  • Lassen Sie sich das Boot und das dazu gehörende Equipment vom Verleiher oder Besitzer gut erklären. So unterscheiden sich zum Beispiel die Haltevorrichtungen für die Ruder bei vielen Booten voneinander.

  • Treffen Sie geeignete Sicherheitsmaßnahmen, damit Sie nicht unterwegs eines der Ruder oder gar beide verlieren können. Nicht in jedem Bootstyp sind die Ruder fest verankert.

  • Prüfen Sie vor Antritt der Fahrt, ob sich eine Rettungsleine im Boot befindet.

  • Wurde das Boot schon längere Zeit nicht mehr genutzt, so sollte es eine Zeit lang vor dem Ausflug ins Wasser gelassen werden, damit Sie sehen können, ob es auch rundum dicht ist, oder ob womöglich schadhafte Stellen ausgebessert werden müssen.

Lernen unter Aufsicht

Idealerweise lernen Sie das Rudern unter Aufsicht eines Ruderlehrers oder eines Trainers im Ruderverein. Er kann Ihnen die nötigen Feinheiten und Kniffe beibringen, die Ihnen das Steuern des Boots erleichtern.

Für sportliche ambitionierte Ruderer spielt auch die optimale Atemtechnik eine große Rolle. Ergonomische Bewegungen, die beste Körper-, Arm- und Fußhaltung und viele weitere technische Feinheiten werden im Ruderunterricht in der Theorie vermittelt und dann in der Praxis geübt.

Lassen Sie sich nicht entmutigen, denn es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. So einfach das Rudern auf den ersten Blick aussehen mag, so komplex kann es sich tatsächlich in der Praxis gestalten.

Die effizienten Ruder-Techniken

Rudern ist eine gleichförmige und rhythmische Sportart. Stellen wir uns das Rudern vor unserem geistigen Auge vor, so erscheint dort meist das Bild eines Menschen, der allein in einem Boot sitzt und mit beiden Armen gleichzeitig die beiden Ruder bedient.

Doch diese Vorstellung ist nicht ganz komplett, denn es gibt grundsätzlich zwei Rudertechniken, das Skullen und das Riemenrudern. Hier zeigen wir Ihnen die Unterschiede.

Das Skullen

Beim Skullen werden von einer Einzelperson zwei Ruder bedient, wobei jedes mit einer Hand festgehalten wird. Die Ruder werden symmetrisch zueinander bewegt. Am Beginn eines jeden Zuges sind die Unterschenkel in einer senkrechten Position zur Wasseroberfläche.

Die meisten Sculling Boote sind mit einem Rollsitz ausgestattet, der die Bewegung mitläuft. Der Oberkörper ist weit nach vorne gebeugt und liegt manchmal sogar auf den Oberschenkeln auf. Die Arme sind maximal nach vorne ausgestreckt. Dadurch kann eine hohe Schlagweite erreicht werden. Die Kraft kann so direkt ins Wasser übertragen werden.

Beim Rudern selbst treten die Beine gegen das Stemmbrett, die Arme bleiben gestreckt.

Die Ruder werden beim Skullen fast gleichzeitig, jedoch mit einem kleinen Abstand in der Reihenfolge geführt. Dies ist notwendig, damit sie nicht in der Mitte der Bewegung aneinander stoßen können. Je nach Bootsmodell und Fahreigenschaften unterscheidet sich die Technik dieses nicht ganz parallelen Skullens.

Der Zug der Ruder durch das Wasser erfolgt durch die Muskelkraft der Arme. Sie drücken die Ruder ins Wasser und heben sie auch wieder heraus. Der Oberkörper wird aufgerichtet, und der Ruderer zieht sich mit den Zehen am Stemmbrett nach vorne.

Das Riemenrudern

Beim Riemenrudern dagegen wird der Riemen mit beiden Händen gehalten. Er reicht entweder Steuerbord oder Backbord ins Wasser. Deshalb ist es beim Riemenrudern immer wichtig, eine gerade Anzahl von Ruderern im Boot sitzen zu haben.

Bei der Rollbewegung dreht der Ruderer seinen Körper in die Richtung der Auslage des Ruders. Seine Schulterachse befindet sich dabei parallel zum Riemen. Die Riemenruderboote sind meist etwas größer in der Abmessung und bieten daher mehreren Fahrern Platz.

Doch auch hier muss durch gewisse Techniken darauf geachtet werden, dass die Ruder nicht gegeneinander arbeiten oder sich gegenseitig berühren und stören. Die Feinabstimmung erfolgt häufig über die Kommandos eines Steuermanns.

Grundinformationen und Hinweise zum Rudern

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: father and son © Olga Lyubkina - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema