12. April 2008
Von Annett Biermann
Die Historie des Rudersports reicht weit in die Antike zurück. Im 18. Jahrhundert erreichte der Rudersport einen regelrechten Boom. Noch heute ist er olympische Disziplin. Kaum eine andere Sportart regt den Körper derart an. Mediziner empfehlen den Einstieg in jedem Alter.

Die Sportart Rudern ist wohl den Meisten erst auf Grund der olympischen Disziplinen bekannt. Rudern nimmt seit dem Jahr 1896 als Disziplin an den olympischen Spielen teil. Dabei ist diese Sportart bereits weit älter. Die ersten Ruderwettkämpfe stammen aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts. Sie wurden in England durchgeführt. Die Popularität der Sportart nahm dabei immer weiter zu.
In Deutschland erreichte diese Sportart weit später Beliebtheit. Erst zu Mitte des 19. Jahrhunderts (um 1846) wurde der erste deutsche Ruderclub, der Hamburger Ruder-Club gegründet. Für den Rudersport werden unterschiedliche Boote verwendet. Die geläufigsten Boote sind dabei der Einer, der Dreier, der Doppelzweier, der Doppelvierer und der Achter. Der Einer wird in der Fachsprache auch als Skiff bezeichnet. Der Einer wird, wie der Name bereits aussagt, nur von einer einzigen Person gerudert.
Bereits im Jahre 1900 wurde die Einerdisziplin zur olympischen Disziplin. Weitere olympische Disziplinen und damit Mannschaftsdisziplinen sind der der Doppelzweier, der Doppelvierer und der Achter. Die Begriff Doppelzweier und Doppelvierer kann man leicht falsch verstehen. Damit sind nicht die Bootsinsassen gemeint, sondern die Ruder. Doppelzweier bedeutet also vier Ruder, also zwei Ruder pro Person.
Eine äußerst interessante Disziplin ist der Achter. Dieses Boot ist mit acht Ruderern (bzw. Ruderinnen) sowie mit einem Steuermann besetzt. Die Aufgabe des Steuermannes ist, das jeweilige Boot auf Kurs zu halten, das Team zu führen und zu kommandieren. Die Position des Steuermannes befindet sich, je nach Bauweise des Bootes, im Heck oder im Bug. Jede dieser Positionen hat sowohl Vor- wie auch Nachteile.
Ruderwettkämpfe finden über gewissen Distanzen statt. Die kürzeste Wettkampfstrecke beträgt 350 Meter und wird daher auch als Sprintstrecke bezeichnet. Die olympische Distanz beträgt dagegen in der Regel 2.000 Meter. Es gibt jedoch auch Langstreckenrennen zwischen 3.000 und 160.000 Metern. Das bekannteste und längste Langstreckenrennen ist die "Tour du lac" auf dem Genfer See. Die Strecke beträgt dabei 160 Kilometer und ist für Vierer Boote ausgelegt. Im Rudersport gibt es außerdem unterschiedliche Altersklassen vom Kind über den Senior (bereits ab dem 19. Lebensjahr) bis hin zum Master H (ab dem 70. Lebensjahr). Die jeweiligen Altersklassen sind dabei noch in Gewichtsklassen unterteilt.
Rudern ist als Sportart aus medizinischer Sicht sehr zu empfehlen, da es sowohl viele Muskelpartien anspricht als auch kreislauffördernd ist. Wie bei jeder Sportart können zu hohe Belastungen jedoch auch die Gesundheit schädigen.
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