Brechen Sie die Regeln für mehr Erfolg im Gewichtheben

Hantelscheiben mit der Aufschrift 4,5 Kilos

Gewichtheber trainieren alleine, führen schnelle Bewegungen aus, trainieren mit ausgestreckten Gliedmaßen und vielen Sätzen und halten beim Training den Atem an

Olympische Gewichtheber sind Pfund für Pfund die stärksten, athletischsten, muskulösesten und abgesehen von den hohen Gewichtsklassen auch die fettfreiesten Sportler auf der Welt.

Und um so zu werden, haben sie mit fast jeder Regel gebrochen, die man uns immer und immer wieder im Fitnessstudio oder Sportvereinen vorbetet. Welche das sind, verraten wir Ihnen die folgenden Zeilen.

Dogma 1: "Trainiere immer mit einem Spotter"

Spotter sind jene Personen, die Ihnen während einer Übung Hilfestellung geben sollen oder für die nötige Anfeuerung sorgen. Olympische Gewichtheber trainieren jedoch nie mit einem. Wenn etwas schief geht, lassen Sie das Gewicht einfach fallen.

Sofern Sie kein Bankdrücken machen, sollten auch Sie auf einen Spotter verzichten, um Ihr Körpergefühl zu verbessern und Ihre Konzentration zu schärfen.

Dogma 2: "Hebe stets langsam und gleichmäßig"

Langsames Heben hat durchaus seine Berechtigung im Hantelsport. Wenn es jedoch darum geht, möglichst hohe Lasten zu bewegen – und das ist notwendig, wenn Sie einen wirklich sensationellen Körper aufbauen wollen – kommen Sie um explosive Bewegungen nicht herum. Je mehr Sie versuchen, die Hantel schnell und explosiv zu bewegen, um so mehr Muskelfasern schalten sich ein.

Dogma 3: "Strecke nie die Knie und Ellbogen ganz durch"

Gewichtheber stehen nach erfolgreichen Versuchen im Reißen und Stoßen immer mit ausgestreckten Gliedmaßen unter der Hantel. Nur dann ist der Versuch gültig. Auch Sie sollten im Training ihre Gelenke bis zum Anschlag bewegen. So stärken Sie sie und auch die Bänder.

Sie bereiten damit Ihre Gelenke außerdem darauf vor, Stöße zu absorbieren. Eine wichtige Fähigkeit, falls Sie in Kontaktsportarten Rugby oder Boxen unterwegs sind oder auf einer eisglatten Straße einmal den Halt verlieren sollten.

Dogma 4: "Absolviere immer 3 Sätze zu 10-12 Wiederholungen"

Sie werden niemals einen Olymischen Gewichtheber dabei erwischen, wie er sich an das oben erwähnte Satz- und Wiederholungsschema hält. Technik spielt im Gewichtheben die wichtigste Rolle und Sie können nur dann eine Übung sauber ausführen, wenn Sie nicht ermüdet sind.

Bei zehn und mehr Wiederholungen kann bei den letzten drei bis vier von einer korrekten Übungsausführung selten die Rede sein. Gewichtheber gehen deshalb in der Regel für 1-3 Wiederholungen an die Hantel, machen dafür aber viele viele Sätze.

Dogma 5: "Nie den Atem anhalten, immer mit der Bewegung ausatmen"

Gewichtheber halten über große Teil der Übung ihren Atem an. Kraftdreikämpfer machen es übrigens genauso. Dadurch erhöht sich ihr Bauchinnendruck, wodurch die Wirbelsäule und der gesamte Rumpf stabilisiert werden.

In der Folge können die Athleten mehr Gewicht bewegen. Sofern Sie nicht an Bluthochdruck leiden, sollten auch Sie diese Atemtechnik beim Kniebeugen, Kreuzheben und bei Drückbewegungen anwenden, um größere Trainingserfolge erzielen zu können.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: weight plates © chicagophoto - www.fotolia.de

Autor:

Andreas Hadel - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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