Taekwondo

Koreanische Kampfkunst

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  • von Paradisi-Redaktion
Zwei Männer beim Karate am Strand
Young adult men practicing Karate on the beach © Forgiss - www.fotolia.de

Taekwondo ist ein Kampfsport oder eine Kampfkunst aus Korea. Die Ursprünge lassen sich bis in das 1. Jahrhundert vor Christus zurückverfolgen. Es beinhaltet Faustkampf und Fußkampf.

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Taekwondo ist eine asiatische Kampfsportart und stammt ursprünglich aus Korea, wo es aus einer Mischung verschiedener Kampftechniken entwickelt und stufenweise verfeinert wurde.

Die sieben Tugenden des Anstands

Wie alle asiatischen Kampftechniken hat auch der Taekwondo Sport eine eigene Philosophie, die die Schüler von der ersten Übungsstunde an verinnerlichen sollen. In ihr wird absolute Gewaltfreiheit gelehrt.

Die sieben Tugenden des Anstands bestehen aus:

  • Gerechtigkeit
  • Ehrgefühl
  • Geduld
  • Stetigkeit
  • Bescheidenheit
  • geistige Haltung und
  • Höflichkeit

Der Schüler soll seine Kenntnisse nur im Sport anwenden, aber nicht im Straßenkampf. Die enthaltenen Elemente der Selbstverteidigung sind jedoch häufig auch außerhalb des Sports nützlich. Ein echter Taekwondoka wird aber niemals aus Gewaltbereitschaft heraus einfach andere Personen angreifen.

Unterschiedliche Disziplinen

Taekwondo besteht aus unterschiedlichen Elementen:

  • Grundschule
  • Formenlauf
  • Einschrittkampf
  • Bruchtest
  • Freikampf
  • Wettkampf
  • Selbstverteidigung
  • Gymnastik und
  • Theorie

Einen großen Anteil nimmt der Formenlauf ein. Diese 12 Tuls dienen dazu, Bewegungsabläufe zu trainieren und zu perfektionieren. In den ausgefeilten Choreographien werden Kampf- und Abwehrsituationen simuliert. Tuls werden allein oder in der Gruppe trainiert, um sie zu laufen, wird aber kein Partner benötigt. Partnerübungen finden in den simulierten Kampfsituationen statt.

Sehr interessant ist hier, dass dabei im Idealfall kein tatsächlicher Körperkontakt stattfindet, sondern die Techniken - selbst härteste Schlagtechniken - möglichst knapp vor dem Gegner angehalten und beendet werden. Im Idealfall verlässt der Taekwondoka das Training also, ohne Schläge oder Tritte erhalten zu haben. Auch im Wettkampf werden die Angriffe nur simuliert.

Trainingsziele

Die Sportart Taekwondo richtet sich an Körper und Geist gleichermaßen. Sie schult sehr stark die Motorik und das Körperbewusstsein des Trainierenden. Sehr wichtig ist auch eine gute Konzentrationsfähigkeit, da die Bewegungen und Übungen mit äußerster Präzision auszuführen sind. Taekwondo bedeutet lebenslanges Lernen, denn jede noch so perfekte Übung kann weiter ausgebaut werden.

Damit gehört Taekwondo zu den anspruchsvollsten um am schwierigsten und langwierigsten zu erlernenden Sportarten überhaupt.

Die Symbolik der Gürtelfarben

Zur Trainingskleidung beim Taekwondo gehört unter anderem der Gürtel. Je nach Trainingslevel hat dieser eine andere Farbe, welcher zudem eine besondere Symbolik entspricht:

  • Weißer Gürtel: Unwissenheit, Offenheit, Wissbegierde
  • Weißgelber Gürtel: Übergang
  • Gelber Gürtel: Fruchtbaren Erdboden für das Gedeihen von Wissen und Können
  • Gelbgrüner Gürtel: Übergang
  • Grüner Gürtel: Heranreifung erster Sprösslinge und Früchte
  • Grünblauer Gürtel: Übergang
  • Blauer Gürtel: Grenze, das Streben, etwas Höheres zu erreichen
  • Blauroter Gürtel: Übergang
  • Roter Gürtel: Sonne, Kraft, Motivation und Ausdauer
  • Rotschwarzer Gürtel: Übergang
  • Schwarzer Gürtel: Meister, Weltall, Autorität und Wissen

In einigen Schulen wird anstelle des roten Gürtels die Farbe Braun getragen, als Zeichen für einen Baumstamm und das baldige Erreichen des Meisterstatus.

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Grundinformationen und Hinweise zu Taekwondo

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