Warum zu viel Training zu Verletzungen und Muskelabbau führen kann

Fuß im Sportschuh auf Crosstrainer
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  • von Paradisi-Redaktion

Viel Trainieren hilft leider nicht viel, um Muskeln aufzubauen. Es bleibt dabei, sich mit Zeit und einem guten Trainingsplan an das Vorhaben des Muskelaufbaus zu machen und nicht zu versuchen, auf schnelle Sicht viel Muskelmasse zu produzieren. In fast allen Fällen ist der Ansatz des zu intensiven Trainings von schweren Verletzungen während oder nach dem Training gefolgt.

Es gibt Trainingsphasen, zu denen man sich nur schwer motivieren kann. Hat man sich mit der Zeit und starkem Willen wieder eine Regelmäßigkeit erarbeitet, kann bereits die nächste extreme Situation eintreten.

Nun kann es passieren, dass Sie vom Training gar nicht genug bekommen können, sich immer engere Ziele setzen. Experten warnen vor genau diesem Extrem. Verletzungen können schneller auftreten, ebenso Enttäuschungen, weil sich die Ziele doch nicht so rasch erzielen lassen. Bewegen kann süchtig machen. Bewegen Sie sich viel, nimmt Ihr Muskelwachstum zu.

Gefahren der Überforderung

Überfordern Sie sich allerdings mit der Menge und Intensität Ihrer Trainingseinheiten, müssen Sie mit Zerrungen und anderen langwierigen Verletzungen rechnen. Sie können je nach körperlicher Verfassung intensiver trainieren, sollten aber dabei im Gefühl haben, einige Tage nach den intensiven Trainingseinheiten ein ruhigeres Training anzusetzen.

Ihre Muskeln und der Rest Ihres Körpers werden in jeder Übung unter Stress gesetzt. Bei übermäßigem Stress hält Ihr Körper der Belastung nicht stand und wird mit seinen gesundheitlichen Grenzen konfrontiert. Lassen Sie es nicht soweit kommen und planen Sie entsprechend Ihrer Tagesleistungen im Training die kommenden Trainingseinheiten.

In einigen Fällen kann es passieren, dass übermäßiges Trainieren zum Muskelabbau führt. Durch Stress wird Cortisol ausgeschüttet, das zum Abbau von Muskeln führt. Es ist demnach wesentlicher Bestandteil eines guten Trainingsplanes ausreichende Pausen und Ruhetage festzulegen.

Ruhephasen zur Entlastung einplanen

Sind Sie seit dem Training schnell reizbar? Leiden Sie unter Schlafmangel, obwohl Sie sieben bis acht Stunden schlafen? Werden Sie schneller krank als sonst? Haben Sie häufig Kopfschmerzen und schaffen Sie weitaus weniger als sonst? Dann sollten Sie die Gründe dafür in Ihrem Trainingstagebuch suchen.

Die gesündeste und wertvollste Zeit für den Körper stellt die Ruhephase dar. Während des Trainings erfahren die Muskeln und Sehnen mitunter Risse, Verspannungen und weitere Verletzungen der leichten Kategorie. Diese Verletzungen können vom Körper selbst wieder regeneriert werden, wenn der Körper seine ausreichenden Ruhephasen erhält.

Es ist keine Schwäche, nach Erreichen der Trainingsziele die Trainingseinheiten in den Folgetagen abzuschwächen oder gleich ein paar Tage trainingsfrei zu nehmen.

Bleiben Sie in ständigem Kontakt mit Ihrem Körper und lernen Sie entsprechend Ihrer Körpersignale zu handeln. So können Sie Ihre Trainingsziele erreichen ohne dabei Verletzungen zu riskieren, die Sie hätten verhindern können.

Die richtigen Ziele setzen

Sind Sie sich unsicher, ob Ihre gesetzten Trainingsziele im geplanten Zeitraum zu erreichen sind oder Ihren Körper überfordern? Fragen Sie andere Sportler oder suchen Sie sich einen Personal Coach, mit dem Sie Ihre bisherigen Trainingspläne und Trainingserfahrungen besprechen können und daraus resultierend einen guten Trainingsplan erstellen können.

Trainieren Sie nach Ihren eigenen Maßstäben und durchbrechen Sie Ihre eigenen Grenzen. Notieren Sie sich Ihre Trainingsergebnisse genau und notieren Sie dabei auch Ihre körperlichen und psychischen Wahrnehmungen. So können Sie sich jederzeit einen Überblick über Ihren körperlichen Zustand machen und spätesten anhand der Einträge in Ihrem Trainingstagebuch mitbekommen, dass Sie Ihrem Körper ein bis zwei Tage ohne Training geben sollten.

Setzen Sie sich nicht selbst zu sehr unter Druck, indem Sie keine utopischen Trainingsziele festlegen und diesen dann hinterherrennen. Verschaffen Sie sich stets den Überblick und nehmen Sie immer mal wieder den zu hoch ansteigenden Stress aus Ihrem Training.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Crosstrainer 02 © negrobike - www.fotolia.de

Autor:

Andreas Hadel - Artikel vom

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