5. Mai 2010
Beim Sport geht es selten darum, möglichst einfach durchzukommen. Echte Sportler sehnen sich nach Herausforderungen, möchten sich weiterentwickeln und immer höher hinaus. Tennisspieler, Leichtathleten und Reiter können sich diesen Wunsch erfüllen, indem sie an Wettkämpfen teilnehmen und nach Pokalen streben. Ein Trekker geht jedoch einen ganz anderen Weg, wenn er sein Niveau steigern möchte.
Trekking hat das Zeug zum Breitensport, weil es für fast jeden geeignet ist. Anfänger und Menschen, die Rücksicht auf ihre Gesundheit nehmen müssen, können kurze Touren gehen und notfalls auch auf das Zelten verzichten. Schon ein Tag in der Wildnis gibt einen Hauch von Abenteuer und hilft dabei abzuschalten. Es müssen schließlich nicht immer tagelange Gewaltmärsche sein.
Doch mit der Zeit gewöhnt sich jeder Trekker an die Belastung, plötzlich ist solch ein Tag in der freien Natur ohne Kontakt zur Außenwelt nichts Besonderes mehr. Viele Trekking-Anfänger empfinden solche Touren sogar sehr bald als Spaziergang und beginnen, sich dabei zu langweilen. Dann ist aus dem Anfänger schon fast ein Fortgeschrittener geworden.
Zu einer echten Trekkingtour gehört jedoch auch das Übernachten in der Wildnis. Im Grunde genommen ist das ja auch die echte Herausforderung an einem Trekkingausflug: nach einem langen, anstrengenden Tag trotzdem in der Lage zu sein, sich selbst ein Nachtlager zu errichten und für ausreichend Nahrung zu sorgen.
Gelangweilte Anfänger sollten also erst lernen, im Zelt zu übernachten und mehrere Tage unterwegs zu sein, bevor sie sich an Routen für Fortgeschrittene machen. Geführte Trekkingtouren sind eine gute Möglichkeit, um dieses Ziel zu erreichen.
Wer sich im Kartenlesen, Überleben und Wandern bestens auskennt, kann sich bei Bedarf auch an wirklich extreme Trekking-Touren wagen. Diese haben meist nur noch wenig mit dem bisher Bekannten zu tun. Besonders beliebt sind zum Beispiel Routen, die bis hinauf ins Gebirge führen. Wer hier bestehen will, muss auch Grundkenntnisse im Klettern haben und das Wetter in den Bergen einschätzen können. So hoch oben gibt es zudem keinen schützenden Waldrand, an dem man sein Zelt aufstellen kann, nun muss man sich mit einem Felsvorsprung zufrieden geben.
Auch Trekkingtouren in anderen Ländern sind häufig extrem, da man mit besonderen Witterungsbedingungen zu kämpfen hat. Wer beispielsweise durch Kenia touren möchte, wird sehr viel von diesem faszinierenden Land sehen, vorausgesetzt, er hält der drückenden Hitze stand.
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