Wer macht eine Hautanalyse und wie wird sie durchgeführt?

Gesichtsportrait einer jungen Frau

Was eine gute, vertrauenswürdige Hautanalyse ausmacht und wo man sie am besten durchführen lässt

In den Printmedien wird im Zusammenhang mit Themen zur Hautpflege auch häufig die Hautanalyse erwähnt. Es gibt unterschiedliche Hauttypen und verschiedene Anforderungen, welche die Haut an die Pflege stellt. Erfahrene Kosmetikerinnen und Dermatologen können mit einer entsprechenden Analyse der Haut deren Anforderungen herausstellen. Auch Online oder an Automaten zur Selbstbedienung kann man mittlerweile seinen Hauttyp bestimmen lassen. Doch was macht eine gute, vertrauenswürdige Hautanalyse aus? Und wo lässt man sie am besten durchführen?

Die richtige Hautpflege nach Hauttyp bestimmen

Eine feinporige, gut durchblutete und sehr elastische Haut wünscht sich jeder. Nur die wenigsten Menschen können sich darüber freuen.

sind die Hauttypen, die am häufigsten vorkommen. Jeder Hauttyp benötigt eine andere Pflege. Wer sich in seiner eigenen Haut wohlfühlt strahlt diese Zufriedenheit auch aus. Nicht umsonst gilt das Gesicht des Menschen als Spiegel der Seele. Emotionen, Stimmung und Gemütszustand lassen sich vom Gesicht ablesen. Daher ist eine gepflegte Haut besonders wichtig.

Doch wie findet man die passende Hautpflege? Unzählige Pflegeprodukte für die Haut, werden in Drogerien, Apotheken, Supermärkte usw. angeboten, da fällt die Wahl sehr schwer.

Bevor man sich zwischen den vielen Töpfchen und Tiegelchen irgendein Produkt auswählt, sollte immer eine Hautanalyse durchgeführt werden. Die Hersteller bieten unterschiedliche Pflegelinien an, die auf den jeweiligen Hauttypen abgestimmt sind. Nur mit den richtigen Inhaltsstoffen wird die Haut optimal versorgt.

Da sich die Haut durch Umwelteinflüsse verändert, sollte die Hautanalyse regelmäßig wiederholt werden. Es ist zudem zu beachten, dass die Haut im Sommer andere Nährstoffe benötigt als im Winter. Somit muss das Pflegeprodukt immer an die Jahreszeit angepasst werden.

Was wird gemessen?

Bei einer Hautanalyse werden vor allem der Fett- und Wassergehalt der Oberhaut bestimmt. Die Elastizität der Haut wird gemessen und der Pigmentierungsgrad beurteilt. Die Messungen werden in der Regel an drei Stellen:

  1. an der Stirn,
  2. am Kinn und
  3. an den Wangen,

durchgeführt. Auch nebeneinanderliegende Hautareale (z.B. im Gesicht) können abweichende Werte aufweisen.

Der Hauttyp wird genetisch vererbt, aber auch Umwelteinflüsse können das Hautbild beeinflussen. Wobei die Temperatur und der Luftfeuchtigkeitsgehalt, die Hautreinheit, die bisherige Hautpflege und unzählige andere Faktoren den Zustand stark beeinflussen.

Auch das Alter spielt eine entscheidende Rolle, bei der Wahl der richtigen Pflege. Reife Haut bindet nicht mehr so viel Feuchtigkeit und neigt zur Faltenbildung, darum ist eine spezielle Pflege erforderlich. Um die Haut optimal zu versorgen, muss der momentane Zustand ermittelt werden.

Hautdiagnosegeräte und Messmethoden

Aber auch Hightech kommt bei einer Hautanalyse zum Einsatz, hier werden mit einer Klebefolie Hautschuppen vom Unterarm entnommen und diese dann mit einem speziellen Programm analysiert. Mit der Mikroskopkamera werden die Daten direkt in den Computer eingelesen und dieser zeigt ein Ergebnis.

Manche Kosmetikerinnen verwenden ein Hautdiagnosegerät, wobei die Haut mit wissenschaftlichen Messmethoden analysiert werden soll. Für welche Methode auch immer man sich entscheidet, dient sie vorrangig immer dazu, die geeigneten und optimalen Pflegeprodukte zu bestimmen. Falsche Pflegeprodukte können der Haut unter Umständen auch schaden, kennt man aber ihre Bedürfnisse, kann man ihnen akkurat entsprechen. Zwei wichtige Größen bei der Messung der Haut sind der Hydrolipid-Mantel und die Fettmessung, um die Hautfeuchte und den Fettanteil genau bestimmen zu können. Dann sollen die Pflegeprodukte das ausgleichen, was fehlt oder regulieren, wo zuviel ist. Besonders Problemhaut hat hohe Ansprüche, deren individuellen Bedürfnisse mit einer Hautanalyse geklärt werden können.

Neues Hauttestverfahren erkennt gesunden Lebensstil

Gesunder Lebensstil ist dank neuem Hauttest jetzt überprüfbar

Gesundheitsvorsorge, ein Arzt und zwei Krankenschwestern behandeln kleinen Jungen, mit Stetoskop, lächelnd, heller Raum
Taking care of the young © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Am Berliner Krankenhaus Charité wurde ein Hauttest entwickelt, der schon nach drei Tagen an der Haut eines Menschen erkennen kann, ob er mit dem Rauchen aufgehört hat oder sich gesünder ernährt.

Es handelt sich um ein berührungsloses Messverfahren bei dem Licht auf die Haut gesendet wird. An der Rückstreuung des Lichts sind eventuelle Veränderungen in Lebensstil und Stressbelastung des Probanden erkennbar. Zur Zeit läuft ein Pilotprojekt mit 50 Schülern einer gymnasialen Oberstufe in Kassel.

Das Testverfahren an Schülern

Pro Woche werden die Teilnehmer drei Mal über ihre Lebensgewohnheiten befragt. Das dauert einen Monat. Dabei wird immer die Haut mit dem neuen Verfahren analysiert. Den Teilnehmern werden die Ergebnisse mitgeteilt.

Dann sollen die Schüler einen Monat lang gesünder leben, also weniger rauchen, weniger Alkohol trinken und sich gesünder ernähren. In einem halben Jahr wird dann noch mal getestet.

Der Verfahrensleiter Professor Jürgen Lademann geht davon aus, dass die Schüler ihr Verhalten wirksamer ändern können, wenn ihnen konkrete körperliche Reaktionen gezeigt werden, wenn sie also "Biofeedback" bekommen.

Besuch einer Kosmetikerin

Eine fachlich fundierte Hautanalyse kann in jedem Kosmetikstudio durchgeführt werden. Die Kosmetikerin untersucht die Haut gründlich und hat die Möglichkeit, mit verschiedenen Messgeräten, den Hauttyp zu bestimmen.

Bei der Kosmetikerin bekommt man fachkundige Auskunft
Bei der Kosmetikerin bekommt man fachkundige Auskunft

Die Hautanalyse beginnt in der Regel durch eine Befragung, bei der die individuelle Beschaffenheit der Haut abgeklärt wird:

  • Wie ist die Faltenbildung,
  • ist die Haut eher trocken, fettig oder gemischt,
  • neigt sie zu Hautunreinheiten und großen Poren,
  • wie ist die Hautfarbe und bräunt die Haut eher schnell oder langsam,

sind wichtige Fragen und geben Aufschluss über die aktuelle Situation. Auch Haar- und Augenfarbe spielen eine Rolle und werden in die Analyse mit einbezogen.

  1. Bevor die eigentliche Hautanalyse beginnt, wird zunächst das Gesicht gründlich gereinigt. Denn Rückstände von Cremes oder Make-up könnten das Ergebnis der Analyse verfälschen.

  2. Dann betrachtet die Kosmetikerin die Haut durch eine spezielle Lupe. Dabei liegt das Hauptaugenmerk nicht alleine auf der Stirn, sondern das Gesicht wird im ganzen betrachtet.

  3. Wurde der Hauttyp mittels der Analyse genau bestimmt, erhält man noch ein Beratungsgespräch. In diesem bekommt man viele wertvolle Hinweise, wie man die Haut pflegen sollte. Dabei werden auch Tricks und Kniffe vermittelt.

Die Haut wird genau durch eine Lupe betrachtet und analysiert
Die Haut wird genau durch eine Lupe betrachtet und analysiert

Wichtig für die Analyse ist die sogenannte T-Zone in welcher sich meist Mischhaut zeigt. Durch die enorme Vergrößerungswirkung ist es dem Behandelnden möglich, selbst kleinste Hautunreinheiten zu betrachten.

Und auch die Poren können bei dieser fachkundigen Analyse genau beurteilt werden. Durch die vergrößerte Darstellung selbst kleinster Trockenheitsfältchen und Hautschuppen werden unter der Lupe sichtbar.

Natürlich ist hier die Hautanalyse nicht kostenlos, dafür erhält man jedoch eine umfassende und vor allem zutreffende Analyse der Haut.

Selbstbedienungsautomaten zur Hautanalyse

Immer häufiger findet man in Drogerien und Kaufhäusern Automaten, mit deren Hilfe man selbst seinen Hauttyp analysieren kann.

  1. Dazu muss man lediglich ein kleines Schwämmchen für eine bestimmte Dauer auf die Stirn pressen und

  2. anschließend in den Automaten einlegen.

  3. Danach ein paar Fragen beantworten und

  4. wie von Zauberhand spuckt der Automat den Hauttyp auf ein Zettelchen gedruckt aus. Praktischerweise erhält man gleich dazu eine Einkaufsliste mit Produkten, die für den jeweiligen Hauttyp geeignet sind.

Bedenken muss man bei dieser doch recht seltsamen Form der Hautanalyse, dass der vorwiegend der Kosmetikindustrie und deren Verkaufsumsatz zuträglich ist. Denn aufgestellt werden diese Wunderapparate von bestimmten Kosmetikherstellern. Und natürlich empfehlen sie auch deren, meist hochpreisigen, Produkte zur Verwendung.

Allerdings ist diese Methode der Hautanalyse mehr als fragwürdig. Denn anhand eines Wattebauschs und ein paar Antworten könnte noch nicht einmal ein Hautarzt den Hauttyp bestimmen.

Hautanalyse-Fragebögen und -Tests im Internet

Je ehrlicher der Fragebogen im Internet ausgefüllt wird umso genauer ist die Analyse
Je ehrlicher der Fragebogen im Internet ausgefüllt wird umso genauer ist die Analyse

Im Internet werden zunehmend Hautanalyse- Tests angeboten, die mit Hilfe eines Fragebogens eine Analyse durchführen. In der Regel werden Fragen nach dem

  • Alter,
  • Geschlecht und
  • Zustand der Haut

gestellt. So wird nach der Spannkraft der Haut, glänzender oder eher trockener Haut gefragt und ob sich erste Fältchen oder Pigmentflecken zeigen.

Im Fragebogen sollten auch die größten Hautprobleme wie Flecken, Mitesser, Hautrötungen oder -reizungen, Talgüberschuss, sichtbare Poren und die Empfindlichkeit der Haut berücksichtigt werden.

Auswertung durch Experten

Die Hautanalyse-Tests werden, sofort nach Eingang, ausgewertet und Experten empfehlen die passenden Produkte, nach den persönlichen Angaben im Test. Das Ziel der Tests ist immer: verdeckte Pflegedefizite aufzudecken. Nur mit speziell auf den Hauttyp abgestimmten Nährstoffen wird die Haut optimal gepflegt. Jede Haut reagiert anders und hat unterschiedliche Bedürfnisse.

Nicht nur der Hauttyp und das Alter, auch die Jahreszeit muss bei der Hautpflege beachtet werden. Wer ständig die gleiche Creme verwendet, gewöhnt seine Haut an die Inhaltsstoffe dieses Produkts. Die Wirkung lässt im Laufe der Zeit nach.

Bei Problemhaut einen Arzt befragen

Viele Hautanalyse-Tests im Internet und in Kaufhäusern werden überwiegend von den Herstellern der Produkte zur Verfügung gestellt und ausgewertet. Sie bieten einen groben Überblick über die Beschaffenheit der Haut und ihrer Bedürfnisse.

Wer hingegen starke Problemhaut hat, kommt um einen Besuch bei einem Hautarzt nicht herum. Mit speziellen Messgeräten wird die Haut analysiert, denn nicht alle Hautprobleme sind mit dem bloßen Auge zu erkennen. Diesen Service können Automaten oder das Internet nicht bieten.

Wichtig ist es, seine Haut immer wieder zu testen, um Defizite sofort zu erkennen und die Pflegeprodukte darauf abzustimmen. Nur mit den richtigen Pflegeprodukten wird die Eigenregeneration der Haut gefördert und selbst Problemhaut optimal versorgt.

Selbst mit den besten und teuersten Produkten richtet man nichts aus, wenn sie nicht auf den Hauttyp abgestimmt sind. Für den kosmetischen Erfolg ist die exakte Hautdiagnose entscheidend.

Sonnenbrand und die Langzeitfolgen: Wann der Arzt aufgesucht werden sollte

Rückansicht junge Frau in BH hat Sonnenbrand auf Schultern und im Nacken
Sunburn © sumnersgraphicsinc - www.fotolia.de

Eine gerötete Haut nach dem Tag am Strand ist nicht weiter schlimm, denken die meisten. Allerdings bedeutet auch eine leichte Hautrötung schon, dass die Haut Stress ausgesetzt ist. Sie bildet die sommerliche Bräune nämlich als Schutz gegen die Sonneneinstrahlung - und zwar ganz langsam. Wer im Frühsommer die tägliche Sonnendosis nur langsam erhöht und der Haut Zeit gibt, sich mit allmählicher Bräune darauf einzustellen, ist daher auf der sicheren Seite. "Rot" bedeutet jedoch, dass die Haut überfordert ist.

Ein einmaliger Sonnenbrand pro Sommer ist noch zu verkraften und kann mit leichten Gels und entzündungshemmenden Tabletten gut behandelt werden. Tritt jedoch ein schwerer Sonnenbrand auf oder kommt es immer wieder zu Sonnenbränden, nimmt die Haut dauerhaften Schaden. Dazu gehören kleine Pigmentflecken, die wie Sommersprossen aussehen und mit zunehmendem Alter auch immer mehr Falten und größere Pigmentflecken.

Um harmlose Pigmentflecken von möglichem Hautkrebs zu unterscheiden, sollten Sonnenanbeter ihre Haut daher ab und zu gut betrachten. Vor allem Muttermale sollten darauf überprüft werden, ob sie asymmetrisch sind, am Rande ausfransen, farblich schattiert wirken oder größer als zwei Millimeter sind - in diesen Fällen kann es sich um Hautkrebs handeln, den der Hautarzt genauer unter die Lupe nehmen muss.

Grundinformationen zur Hautanalyse

  • Wer macht eine Hautanalyse und wie wird sie durchgeführt?

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Beauty woman © Giorgio Gruizza - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Verkaufen im Kosmetiksalon © sabine hürdler - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: rughe © olly - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Freundlicher Junge - Kind mit Notebook - Laptop auf dem Schoß © Markus Bormann - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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