Rasieren, Wachsen & Co.: Vor- und Nachteile verschiedener Methoden der Armhaarentfernung

Nahaufnahme Frauen- und Männerrasierer auf weißem Hintergrund

Die Entfernung der Haare auf den Armen ist umstritten und kann auf verschiedene Weise erfolgen

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Eine Armrasur, das bedeutet die Entfernung der Armbehaarung, wird hauptsächlich von dunkelhaarigen Menschen vorgenommen. Es geschieht vorrangig aus ästhetischen Gründen und weniger aus hygienischen. Wer sich die Haare an den Armen entfernen möchte hat hierzu verschiedene Methoden zur Auswahl. Häufig wird die Methode des Rasierens oder Wachsens gewählt, doch auch das Epilieren, Lasern oder die Anwendung von Enthaarungscreme ist immer mehr im Kommen. Jede der Möglichkeiten der Haarentfernung bietet Vor- und Nachteile. Da der Aufwand für schöne, glatte Arme nicht gerade gering ist, ist das Thema "soll ich oder soll ich nicht" sehr umstritten.

Armrasur - ästhetisch oder sinnfrei?

Aus welchen Gründen auch immer, einmal damit angefangen, muss eine Armrasur immer wieder und regelmäßig vorgenommen werden. Nachwachsende Stoppeln ergeben ein unschönes Bild und ein unangenehmes Gefühl. Die häufige Rasur verlangt nach hochwertigen, unterstützenden Kosmetika und Pflegeprodukten.

Mit der Armrasur will man einem bestimmten Schönheitsideal gerecht werden und empfindet die glatte, haarlose Haut als erstrebenswert. Nicht nur Frauen, sondern auch Männer, etwa Bodybuilder, wünschen sich einen haarlosen Körper, damit zum Beispiel gut definierte Muskeln besser sichtbar werden.

Die Rasur der Arme erfordert eine gewisse Disziplin, da die Haare sehr schnell nachwachsen und schon nach der ersten Rasur aus dem weichen Flaum kleine, harte Stoppeln werden. Außerdem wachsen die Haare nicht mehr in natürlicher Wuchsrichtung, sondern wild in alle Richtungen.

Für wen blanke, gepflegte Arme trotzdem zum Schönheitsideal gehören gilt: Wer schön sein will, muss leiden!

Religion und Hygiene

In einigen Ländern und Kulturen, wie zum Beispiel dem Islam, wird die Entfernung von Körperhaaren bei Männern und Frauen als hygienische Maßnahme verstanden oder aus religiösen Gründen durchgeführt. In westlichen Ländern hat dies meist rein ästhetische oder funktionale Gründe.

Ästhetische Gründe

Meistens spielen ästhetische Gründe eine Rolle
Meistens spielen ästhetische Gründe eine Rolle

Besonders während der warmen Jahreszeit fallen die dunklen Haare an den Armen besonders auf. Auch bei übermäßigem Haarwuchs kann die Rasur zur Ästhetik beitragen.

Glatte, haarlose Haut gilt besonders für Frauen als Schönheitsideal. Übermäßiger Haarwuchs ist vielen sehr unangenehm. Besonders Frauen mit dunklem Haar haben häufig auch eine dunkle und auffällige Körperbehaarung.

An den Armen fällt dieser Haarwuchs besonders auf und lässt sich kaum verbergen. Hier ist die Haarentfernung die Lösung und eine Wohltat für das Selbstbewusstsein.

Sportler

Auch einige Sportler ziehen aus der Armrasur ihre Vorteile. Durch das Entfernen der Körperhaare wird beim Rad- oder Schwimmsport der Luft- bzw. Wasserwiderstand verringert.

Besonders im Radsport wird auch die Wundheilung als Grund angegeben. Nachdem es häufiger zu Stürzen kommen kann, sollen Schürfwunden rasierter Haut besser und schneller abheilen.

Methoden zur Haarentfernung der Arme

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Arme zu enthaaren.

Die Rasur

Stoppeln sind bei beiden Methoden bereits nach etwa ein- bis zwei Tagen wieder zu erfühlen. Dies liegt daran, dass die Haare über Wurzel entfernt werden und somit schnell wieder durch die Hautoberfläche wachsen.

Mit der Trockenrasur werden die Haare schnell und ohne Verletzungsgefahr entfernt. Ohne Rasierschaum und Wasser wird mit dem Rasierapparat über die Haut geglitten. Diese Methode ist allerdings im Vergleich zur Nassrasur weniger gründlich und muss häufig wiederholt werden.

Die Nassrasur wird häufiger als Möglichkeit der Haarentfernung angewandt. Das Rasiermittel wird auf die Haut aufgetragen und anschließend die Klinge des Nassrasierers über die Haut geführt. Um Verletzungen durch die scharfe Klinge zu vermeiden, muss diese regelmäßig gewechselt werden.

Hinweise zur Rasur

Wer sich für die Rasur mit einem Nassrasierer entschieden hat, sollte sich einen guten Rasierschaum, ein Rasiergel oder ein Rasiermousse besorgen.

Beim Rasierer selbst sollte auf eine gute Qualität geachtet werden, um die Haut nicht unnötig zu strapazieren. Mehrfachklingen versprechen ein besseres Ergebnis.

Da öfters rasiert werden muss und die Haut dadurch strapaziert ist, wird die Nachbehandlung besonders wichtig. Wer einmal angefangen hat zu rasieren muss sich bewusst sein, dass er dies dann immer wieder tun muss.

Stärker nachwachsende Haare und ein stoppeliger Arm sehen nun wirklich nicht schön aus. Feuchtigkeitsspendende, rückfettende und besänftigende Cremes sind zur Nachbehandlung besonders wichtig.

Ein Problem stellen häufig die Ellbogen dar. Diese Stellen sollten sehr sorgfältig rasiert werden. Nach der Rasur ist die Haut irritiert und benötigt extra Pflege. Dies kann mit einer herkömmlichen Bodylotion geschehen.

Um Brennen zu vermeiden, sollte die Lotion keinen Alkohol enthalten.

Epilieren und Wachsen

Die härteren, aber langanhaltenden Varianten sind das Epilieren oder die Wachsenthaarung. Das Epilationsgerät greift die Haare auf und "rupft" sie raus - AUA! Beschert zwar mehrere Wochen glatte Arme, aber eine gewisse Schmerzresistenz ist wohl nötig. Auch das altbekannte Wachsen (mit Heißwachs oder mit Kaltwachsstreifen) ist von Schmerzen begleitet und erfordert Übung:

  1. Das Wachs wird gemäß der natürlichen Wuchsrichtung der Haare aufgetragen,
  2. mit einem Stoffstreifen "beklebt", und
  3. nach ein paar Sekunden (möglichst zügig, in einem Ruck!) abgerissen.

Die Haut wird davon stark gereizt und muss evtl. gekühlt werden. Das Wachsen ist zwar sehr effektiv und lang anhaltend, jedoch auch für viele sehr schmerzhaft. Vor der Anwendung sollte die Haut nicht mit Creme eingefettet werden, da sonst das Wachs nicht richtig an den Haaren greifen kann.

Das Wachsen kann beim Kosmetiker oder zu Hause durchgeführt werden. Bei dieser Methode werden die ungeliebten Haare für die Dauer von bis zu sechs Wochen entfernt. Nachteil der Wachsbehandlung ist allerdings, dass die Haare bis zum nächsten Wachsen wieder eine gewisse Länge erreicht haben müssen.

Enthaarungscreme und Laser

Ebenfalls schmerzfrei, aber zeitaufwendiger, ist die Haarentfernung mit speziellen Cremes.

  1. Sie werden aufgetragen,
  2. müssen 5-10 Minuten einwirken und dann
  3. mit einem Schaber entfernt werden.

Da viele Cremes ein regelrechter Chemie-Cocktail sind, erst an einer kleinen, unauffälligen Stelle einen Verträglichkeitstest machen. Außerdem die Einwirkzeit so gering wie möglich halten und aufpassen dass nichts in Augen oder Schleimhäute gerät. Enthaarungscremes führen nicht immer zu optimal-haarfreien Ergebnissen.

Mit der Enthaarungscreme werden die Haare nicht abgeschnitten, sondern durch die Wirkstoffe aufgelöst. Dies gewährleistet eine haarfreie Zeit von etwa 7-10 Tagen. Die Verwendung von Enthaarungscreme ist zwar zeitaufwendiger als eine Rasur, jedoch auch sehr effektiv.

Wer sich mit seinem Haarflaum am Arm so gar nicht anfreunden kann, für den bietet vielleicht auch eine Laserbehandlung eine dauerhafte Lösung. Dabei wird ein Gel aufgetragen und die Haut mit dem Laser beschossen, was nach mehreren Sitzungen die Haarwurzeln komplett absterben lässt, so dass (fast) nichts mehr nachwachsen kann.

Grundinformationen und Tipps zur Armrasur

  • Rasieren, Wachsen & Co.: Vor- und Nachteile verschiedener Methoden der Armhaarentfernung

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: his and her shaving razor © Marc Dietrich - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Blonde Frau mit verträumten Blick © unpict - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema