Falten im Überblick - Wie entstehen sie und durch welche Faktoren werden sie begünstigt?

Falten können im gesamten Gesicht aber auch an anderen Körperstellen auftreten. Sie sind die Folge der Hautalterung und anderen Umwelteinflüssen sowie Angewohnheiten, die die Faltenbildung begünstigen. Dabei gibt es verschiedene Arten von Falten, die sich je nach Lage und Grund der Entstehung voneinander unterscheiden. Lesen Sie alles Wissenswerte rund um das Thema Falten.

Das Thema Falten in der Übersicht

Was sind Falten und woher kommen sie?

Bei Falten handelt es sich um eine Veränderung der Haut in Form eines knitternden Aussehens. Falten gehören zum Älterwerden dazu und treten bei jedem Menschen irgendwann im Leben das erste Mal auf. Sie entstehen aufgrund der Alterung der Haut, die mit einer verminderten Hautelastizität sowie einer abnehmenden Zellstabilität in der Haut einhergeht.

Genauer gesagt trocknen beim Altern der Haut die oberen Schichten aus, Fettstoffe und Feuchtigkeit nehmen ab. Vielfach geschieht dies in Verbindung mit einer Schuppenbildung.

  • Die Oberhaut,
  • die darunter liegende Lederhaut sowie
  • das Bindegewebe

werden immer dünner. Dadurch kann das Wasser in der Haut immer schlechter gebunden werden. Folglich lassen Elastizität und damit auch die Gewebespannung nach, die Haut fällt in Falten.

Faltenbildung als natürlicher Alterungsprozess

Faltenbildung ist ein Problem, das jeden Menschen früher oder später betrifft. Sie entstehen im Laufe der Jahre, weil die Haut erschlafft und die Gesichtsmuskulatur schwächer wird. Manchmal kann ihre Entstehung auch begünstigt werden durch:

Obwohl es auch an anderen Körperstellen wie dem Hals, den Ellenbogen, den Gelenken und den Knien zur Bildung von Falten kommen kann, sind sie vor allem im Gesicht ein ästhetisches Problem.

Falten zeugen von Charakter

Die natürliche Hautalterung ist ein Prozess, der das individuelle Aussehen des Menschen prägt. Fältchen, Falten und Hautfurchen können einem Gesicht etwas sehr Markantes verleihen. Sie sprechen für Lebenserfahrung und lassen zumindest teilweise etwas über den Charakter des Menschen erkennen.

Während sich stark ausgeprägte Furchen im Bereich zwischen den seitlichen Nasenflügeln und den Lippen mit einem eher depressiven und unzufriedenen Wesen in Verbindung bringen lassen, zeugen Lachfältchen, die häufig als Krähenfüße neben den Augen auftreten, von Fröhlichkeit. Nicht immer allerdings muss es einen Zusammenhang zwischen der Art der Falten und dem Charakter des Einzelnen geben.

In der heutigen Zeit wird häufig recht wenig Wert auf Individualismus gelegt. Vielmehr achtet man darauf, dem modernen Schönheitsideal entsprechen zu wollen. Dieses zeichnet sich durch ein jugendliches Aussehen aus, zu dem auch eine reine, makellose Haut gehört.

Nicht nur das Selbstbewusstsein, auch private und berufliche Chancen scheinen hierdurch zu steigen. Es gibt also viele Gründe, sich mit verschiedenen Möglichkeiten zu beschäftigen, wie die natürliche Hautalterung aufzuhalten ist.

Kurz gesagt: Verschiedene Arten von Falten werden unterschieden, je nachdem wo und aus welchem Grund sie entstehen.

Welche Faktoren begünstigen die Faltenbildung?

Stress und schlechte Angewohnheiten

Neben dem Alter beeinflussen aber auch andere Umwelteinflüsse und Verhaltensweisen den Alterungsprozess der Haut. Dazu gehört an vorderster Front der Stress. Ob nun beruflicher oder privater Natur - wer wenig Freizeit hat, nur von Termin zu Termin hetzt und sich keine Ruhephasen gönnt, wird dies schnell an seiner Haut ablesen können.

Zudem begünstigen Zigaretten und Alkohol die Faltenbildung, denn sie entziehen dem Körper Feuchtigkeit. Dies zeigt sich in erster Linie an der Haut. Zudem macht Zigarettenqualm die Haut grau und fad, wodurch man zusätzlich alt wirkt.

Die Übeltäter: Stress, Rauchen und Alkoholkonsum, zu viel Sonnenbaden, die Genetik und die Gesichtsmimik beeinflussen die Faltenbildung besonders stark.

Zu viel Sonne - ohne ausreichenden Schutz

Auch wer zuviel und ohne ausreichenden Sonnenschutz in der Sonne oder im Solarium liegt, muss damit rechnen, die Bildung von Falten auf seiner Haut zu begünstigen. Ein oft gehörter Spruch hierzu ist: "Die Haut vergisst nie." Denn sommerliche Jugendsünden zeigen sich oft erst Jahre später - und zwar in einer vermehrten Faltenbildung.

Genetische Aspekte

Aber auch genetisch bedingte Faltenbildung kann uns ereilen. Sind Mutter und Vater früh von Falten betroffen, kann auch der Nachwuchs davon ausgehen, dass hier nicht mit einer glatten Haut bis ins hohe Alter zu rechnen ist. Ist die Haut zudem trocken und schuppig, handelt es sich um den optimalen Nährboden für die Faltenbildung.

Mimik

Wie bereits erwähnt, fördert auch die Mimik unsere Faltenbildung. Wer beispielsweise oftmals grimmig oder skeptisch schaut, wird die bekannten "Zornesfalten" auf der Stirn bald zu seinen täglichen Begleitern zählen. Sie lassen uns grimmig und unfreundlich aussehen, daher gilt: Auch wenn Mimikfalten nicht komplett zu vermeiden sind, lieber freudlich schauen und so Lachfalten statt Zornesfalten herbeiführen.

Verschiedene Arten von Falten

Insbesondere im Gesicht treten Falten oftmals zuerst auf und werden dort im Laufe der Jahre immer markanter. Je nach Lage, Entstehung und Ausprägung unterscheidet man dabei verschiedene Arten von Falten.

Die vier Haupttypen der Falten

Falten lassen sich in vier Haupttypen einteilen:

  • Dynamische Falten
  • Aktinische Falten
  • Statische Falten
  • Temporäre Falten

Hier gehen wir im Detail auf diese Einteilung ein. Des Weiteren sind auch andere Einteilungen der Faltenarten möglich.

In welcher Gesichtsregion entstehen Falten?

Zunächst einmal unterscheidet man die verschiedenen Arten von Falten danach, wo im Gesicht sie sich befinden. So gibt es einerseits die typischen Stirnfalten, die als lange Furchen quer auf der Stirn verlaufen.

Des Weiteren sehr bekannt und weit verbreitet sind die so genannten Krähenfüße, die sich unterhalb und/oder seitlich neben den Augen bilden und die zu den am häufigsten entstehenden Faltenarten gehören. Aber auch um die Mundpartie herum gibt es einige Formen von Faltenbildung, darunter die

  • Nasolabialfalten,
  • Perioralfalten,
  • Mundwinkel- und
  • Kinnfalten.

Entstehungsgrund und Ausprägung der Falten

Neben dieser Unterscheidung ist jedoch auch die Einteilung von Falten in

  • Mimik-,
  • Bindegewebs- und
  • Trockenheitsfalten

gängig.

Mimikfalten

Erstere entstehen dabei im Laufe der Alterungsprozesses durch Bewegungen der Gesichtsmuskulatur beim

  • Sprechen,
  • Lachen oder
  • Grübeln

und sind die ersten sichtbaren Spuren der Zeit. Informieren Sie sich ausführlicher über diesen Faltentyp hier in unserem separaten Artikel.

Bindegewebsfalten

Bindegewebsfalten werden als solche bezeichnet, da sie aufgrund der nachlassenden Festigkeit des Bindegewebes entstehen. Mit zunehmendem Alter schlafft die Haut langsam ab, ist nicht mehr so fest und verliert an Spannkraft, sodass sie allmählich nachgibt und Falten entstehen.

Trockenheitsfalten

Letzte Faltenart sind die Trockenheitsfalten, die Folge einer unzureichenden Versorgung mit Feuchtigkeit sind.

Lesen Sie hier unsere Übersicht über die verschiedenen Arten von Falten.

Welche Möglichkeiten der Faltenbehandlung gibt es?

Der Markt hält viele Möglichkeiten der Faltenbehandlung bereit, zumindest werden unzählige Versprechen gemacht, wenn es um die Bekämpfung der ungeliebten Hautveränderung geht. Zu diesen zählen etwa

Behandlung mit Hyaluronsäure

Ein kosmetisches Mittel gegen Falten ist die Injektions-Flächen-Behandlung mit Hyaluronsäure. Der körperidentische Stoff trägt durch eine optimale Wasserbindung zur Straffung der Haut bei und glättet so Fältchen aus.

Nach der ersten Behandlung ist je nach Hauttyp und -alter eine Wiederholung notwendig - nach etwa vier bis sechs Wochen. Hier finden Sie weitere Informationen über die Anwendung von Hyaluronsäure.

Botulinumtoxin A

Gegen Falten im Stirnbereich wird häufig der Wirkstoff Botulinumtoxin A angewendet. Er legt die Muskelgruppen lahm, die für das Runzeln der Stirn zuständig sind.

Aber auch andere Falten, die durch Aktivierung der Gesichtsmuskulatur entstehen, lassen sich mit Botox aufhalten - wie zum Beispiel Krähenfüße.

Behandlung mit Laser

Laser sind gleichfalls eine Waffe gegen die Faltenbildung. Dabei wird eine hauchdünne Hautschicht einfach verdampft, sodass die kollagenen Fasern schrumpfen und die Haut straffer wird. Angesagt ist diese Methode bei oberflächlichen Falten um Auge und Mund.

Anti-Falten-Cremes

Kosmetische Cremes sind hingegen Eingriffe der leichteren Art gegen Falten. In der Regel enthalten sie Vitamine wie Vitamin A und E, oftmals auch Hyaluronsäure.

Mittel mit Vitamin A bewirken dabei einen Schäleffekt und richten sich gegen Radikale. Auch die Stoffe Retinol und Retinaldehyd fangen freie Radikale ab und sollte in einer Anti-Falten-Creme enthalten sein.

Übrigens: Auch immer mehr Männer versuchen mit Cremes etwas gegen ihre Falten im Gesicht zu tun. Eine Statistik besagt sogar, dass Männer im Schnitt mehr Zeit für die Körperpflege und Kosmetik aufwenden als Frauen. Dabei müssen sie jedoch nicht auf die Cremes ihrer Partnerinnen zurückgreifen, denn die Auswahl speziell für Männer ist auch bei den Anti-Falten-Produkten riesengroß.

Hier geben wir eine Übersicht über die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten bei Falten.

Ist ein Aufhalten der Faltenbildung möglich?

In welchem Ausmaß sich Falten bilden, hängt im großen Ausmaß auch vom Lebensstil einer Person ab. Doch ist es auch möglich, die Entstehung aufzuhalten? Informieren Sie sich hier.

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