Geschichte, Figurentypen und sportliche Einsatzgebiete der Caprihose

Körperausschnitt Hüfte, nackter Bauch einer Frau in Jeans, sie liegt auf der Seite

Ihre komplizierte Historie passt so gar nicht zu ihren vielseitigen und unkomplizierten Eigenschaften und Einsatzgebieten

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  • von Paradisi-Redaktion

Wenn die Tage länger und heißer werden, dann wird die Caprihose schnell zum unverzichtbaren Begleiter. Sie ist robust, bequem und trotzdem sommerlich. Schwitzen in langen Jeans war gestern! Doch ist die Caprihose wirklich für jede Frau geeignet? Und welche besonderen Eigenschaften sollte sie in sportlichen Einsatzgebieten aufweisen?

Die Geschichte der Caprihose

Die Caprihose hat eine komplizierte Vorgeschichte. Sie kommt zunächst von der Insel Capri, richtig vermutet, und sie hat entfernt sogar etwas mit dem hübschen Song der "Caprifischer" zu tun, denn wie diese kann frau die Caprihose nach oben krempeln, wenn sie am Ufer spazieren geht. Dazu sind die Schlitze schließlich da.

Vom Kompromiss zum Modeartikel

Die eng geschnittenen Hosen, die zwischen Wadenmitte und unterhalb des Knies enden und als bekannteste Vertreter der 3/4-Hosen gelten dürfen, verdanken ihre Herkunft angeblich einem Kompromiss. In den 1940er Jahren war es den Frauen auf Capri untersagt, zu viel Bein zu zeigen, und so entwarf die Deutsche Sonja de Lennart bei ihren Urlauben auf Capri flugs die Caprihose. So berichtet es jedenfalls die Folklore.

Die Sache mit dem behördlichen Verbot des Bein-Zeigens diente gleichwohl der Legendenbildung, denn die Designerin Lennart entwarf in der 1945er-1948er Capri-Kollektion auch

Die Promotionaktion zulasten der strengen italienischen Behörden half jedenfalls, die Caprihose trat kurze Zeit später ihren Siegeszug um die Welt an. Die Original-Caprihose hatte übrigens keine Taschen. Berühmte Models der Zeit trugen die Caprihose, so die Deutsche Mady Rahl und die Österreicherin Erni Mangold, und zwar im Winter, womit geklärt wäre, ob man Caprihosen im Winter tragen darf. Frau darf, es wurde von Anfang an so gehalten.

Die Hose war so berühmt und begehrt, dass auch prominentere Designer jener Zeit sich nicht scheuten, sie zu kopieren, unter ihnen der Italiener Emilio Pucci, der daher lange Zeit fälschlicherweise als Erfinder der Hose galt. Die Weltstars jener Zeit wie die Schauspielerin Audrey Hepburn liebten die Hose und verschafften ihr internationalen Ruhm.

Der provokante Modehit

Man mag es kaum glauben, aber in den 1950er Jahren war die Caprihose für eine Provokation gut, über und durch sie wurde heftig über die Moralvorstellungen der jungen Generation debattiert. Nur mutigste Trendsetterinnen wagten sich in Caprihosen auf die Straße, wenn man den Legenden glauben darf. Mütter verboten ihren Töchtern die Caprihose auf der Straße, während sie am Strand ein Must Have darstellte.

Schließlich trug Audrey Hepburn die gesamte Capri-Kollektion inklusive Hut, Rock, Gürtel und Hose im 1953er Film "Roman Holiday" und im 1954er "Sabrina" und schließlich folgten viele weitere Leinwandstars. Zuletzt tauchte die Hose in den 2000er Jahren wieder auf. Sie dürfen sie aktuell als Modehit betrachten.

Welcher Figur steht eine Caprihose?

Caprihosen für Schlanke
Perfekt sehen Caprihosen an schlanken Frauen mit wohlgeformten Beinen aus

Grundsätzlich ist die Caprihose erst einmal nichts anderes als eine Jeans mit abgeschnittenen Beinen. Würde man die Hosenbeine in Gedanken verlängern, so hätte man wohl ein Modell vor Augen, das einer Röhrenjeans im Grunde sehr ähnlich ist. Durch diesen Vergleich wird auch schnell klar, wem die Caprihosen am besten stehen:

  • schlanken Frauen
  • mit wohlgeformten Beinen.

Dadurch, dass die Caprihosen an den Oberschenkeln so eng geschnitten sind, betonen sie jedes überflüssige Pölsterchen. Auch die Tatsache, dass die meisten Caprihosen auf den Hüften sitzen, macht es etwas fülligeren Frauen nicht gerade einfach.

Tröstlich zu wissen ist jedoch, dass auch besonders dünne Frauen in Caprihosen keine wirklich gute Figur machen. Ausgemerkelte Beine und spitze Hüften wirken in den kurzen Hosen leicht kindlich und damit nicht unbedingt anziehend.

Mit der richtigen Beratung kann jedoch jede Frau Caprihosen tragen, sofern sie sich für das passende Modell entscheidet.

Mit der richtigen Farbe Problemzonen kaschieren

Kaschieren und Betonen
In der richtigen Farbe können auch Frauen mit Problemzonen zur Capri greifen

Kräftige Oberschenkel lassen sich zum Beispiel durch dunkle Stoffe sehr gut kaschieren. Auf Waschungen sollte dagegen lieber verzichtet werden. Auch ein kleines Bäuchlein ist kein Problem, wenn man ein Modell mit einem hohen Bund wählt. Hüften und Bauch werden so flacher und wirken wohlgeformt.

Wichtig hierbei ist allerdings, dass man ein langes, nicht zu enges Oberteil zur Caprihose trägt. Sonst wird dem Betrachter nur allzu schnell klar, welcher Trick hier angewendet wurde.

Wer es mit der eigenen Körperfülle nicht schafft, die Caprihose sexy und weiblich wirken zu lassen, der sollte es einmal mit einem weißen Modell versuchen. Weiß verwischt die Konturen, sodass die Beine breiter wirken, als sie eigentlich sind. Man sollte zudem tunlichst darauf achten, die richtige Größe zu wählen.

Schlackert der Stoff am Körper herum, so wirkt die eigene Figur noch ausgemerkelter. Trotz sehr dünner Beine sollte man sich nicht scheuen, eine knackige, eng anliegende Caprihose zu wählen. Viele Frauen werden es einem neiden. Wer eine schlanke und wohlgeformte Figur hat, kann sich mit der Caprihose so richtig austoben. Erlaubt sind alle

  • Schnitte,
  • Farben und
  • Variationen

Bequem und praktisch: Caprihosen beim Sport

Im Sport haben sich Caprihosen längst eingebürgert, sie sind im Grunde die ideale Hose für sehr viele Sportarten. Hierzu sollte sie

  1. eng anliegend und
  2. gleichzeitig bequem

sein.

Capri-Sportmodelle

Es gibt durchaus auch weite 3/4-Hosen für den Sport, die von Männern wie Frauen gleichermaßen getragen werden, die würde man weniger unter "Capri" einsortieren, auch wenn sie so beworben werden. Die richtige Caprihose, also eine Damenhose, ist als Sporthose wohl eher

  • hauteng, dabei
  • mit abgestepptem Gummibund,
  • hautsympathisch,
  • atmungsaktiv,
  • aus 100 Prozent Baumwolle.

Das Problem liegt aktuell darin, dass jede 3/4-Hose als Caprihose definiert wird, egal wo die modische Herkunft eigentlich liegt. Doch Caprihosen für den Sport zeichnen sich besonders durch ihren Schnitt und die Funktionalität aus. So sollte die Hose

  1. Wasser und Schmutz gut abweisen können und
  2. zudem pflegeleicht sowie atmungsaktiv sein, damit man beim Sport nicht übermäßig darin schwitzt.

In den meisten Fällen wird bei Caprihosen für den Sport auf Taschen verzichtet, doch je nach Sportart gibt es natürlich auch solche Modelle. Hierbei währen zum Beispiel Hosen für das Trekking oder Nordic Walking zu nennen.

Sportarten und weitere Alternativen

Sport in Caprihosen ist generell alles, was zu Fuß stattfindet,

Beim Segeln sind Caprihosen quasi das Must Have, beim Beachvolleyball oder Federball (Badminton) ohnehin. Alles am Strand können Sie in Caprihosen unternehmen, wenn Sie nicht im Bikini oder Badeanzug unterwegs sind. Auch beim Radwandern an warmen Tagen sind Caprihosen super bequem.

Caprihosen für den Sport gibt es auch als Pluderhosen, deren Schnitt beispielsweise für Sportarten wie Gymnastik oder Fitnesstraining gut geeignet ist. Dies Modelle sind weit geschnitten und haben meist einen Gummizug am Bund sowie am Knöchel.

Grundinformationen und Hinweise zu Caprihosen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: woman's curves © Eric Simard - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: 4 Colored Stick Notes Colored Pins Mix © Jan Engel - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: 4 Colored Stick Notes Colored Pins Mix © Jan Engel - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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