Unterschiedliche Blousonmaterialien und die beliebtesten Modelle

Frau mit Jacke und Rucksack im Wald beim Wandern

Sowohl im Sport, als auch im beruflichen und zivilen Bereich, werden Blousons aus verschiedenen Materialien gern getragen

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  • von Paradisi-Redaktion

Blousons gibt es aufgrund ihrer Herkunft aus der Luftfahrt als Lederblousons, für das Futter wird gern Baumwolle verwendet. Daneben hat sich insbesondere für Regenblousons Gore-Tex durchgesetzt. Die Form des Blousons blieb, die Materialien wandelten sich mit der technologischen Entwicklung der Textilien im 20. Jahrhundert. Blousons werden wegen ihrer hochgradigen Funktionalität natürlich gern im Sport getragen, als wind- und wasserdichte Ausführungen überall dort, wo es im Outdoorbereich auf Bewegung in Wind und Wetter ankommt. Aber auch im Radsport und im Racing bewähren sie sich hervorragend.

Blousons-Stoffe früher und heute

Blousons gibt es aufgrund ihrer Herkunft aus der Luftfahrt als Lederblousons, für das Futter wird gern Baumwolle verwendet. Daneben hat sich insbesondere für Regenblousons Gore-Tex durchgesetzt. Die Form des Blousons blieb, die Materialien wandelten sich mit der technologischen Entwicklung der Textilien im 20. Jahrhundert.

Die Materialentwicklung bei Blousons

Die ersten Blousons, welche von Fliegern Anfang des 20. Jahrhunderts in offenen Cockpits getragen wurden, waren ausschließlich

  1. aus Leder und
  2. mit Schaffell gefüttert.

Später setzte man in Pferdelederjacken ein Satinfutter ein, das Satin wurde kurze Zeit später durch Baumwolle ersetzt, die für die Flieger praktische Vorzüge besaß. Zum Pferdeleder (horsehide) gesellte sich in den 1930er Jahren

  • das Ziegenleder (goatskin) und
  • das Rindsleder (cowhide).

Die Bomberjacken waren von Anfang an aus Schaffell mit nach innen gerichtetem Fell, in den 1940er Jahren schließlich wurden Fliegerblousons aus Baumwolle mit Alpaca-Futter hergestellt.

Zur gleichen Zeit war schon Nylon entwickelt worden und wurde allmählich zum bevorzugten Stoff für die Fliegerjacken. In den 1970er Jahren schließlich war die feuerfeste Kunstfaser Nomex erfunden, seither bestehen die Fliegerblousons der amerikanischen Streitkräfte aus diesem Material.

Im zivilen Bereich sind Blousons nach wie vor gern aus Nylon verarbeitet, seit den 1970er Jahren kam das atmungsaktive, Wasser abweisende Gore-Tex hinzu, was Blousons auch bei Regen zu einem zuverlässigen Begleiter macht - als Futter wird nach wie vor Satin und Baumwolle genutzt.

Die beliebtesten Blouson-Materialien heute

  1. Da sind zum einen, der Optik wegen, Wildlederimitate aus Polyester, welches die Wärme sehr gut isoliert. Es ist reiß- und scheuerfest und knittert wenig, ideal für Blousons.

  2. Baumwolle wird ebenfalls gern für Blousons genutzt, sie wärmt gut, nimmt Feuchtigkeit optimal auf und ist pflegeleicht, dabei auch gut zu färben.

  3. Allerdings ist ein Blouson aus Baumwolle nicht regendicht, für diesen Zweck nimmt man seit den 1970er Jahren Gore-Tex, welches sowohl wasserdicht und atmungsaktiv ist.

Beliebte Blouson-Modelle

Den Blouson, die kurze Jacke in blusiger Form mit Bündchen am Jackenabschluss und an den Ärmeln, gibt es als hüft- oder taillenlange Ausführung aus Leder oder Stoff.

  • Sportliche Modelle aus dem Flieger- und Racingbereich,
  • Bomberjacken,
  • Schlupfblousons, die über den Kopf gezogen werden,
  • Lumber als gerade Jacken und
  • Windbreaker

zählen zu den verbreitetsten Modellen.

Blousons im Racing-Sport

Blousons werden wegen ihrer hochgradigen Funktionalität natürlich gern im Sport getragen, als wind- und wasserdichte Ausführungen überall dort, wo es im Outdoorbereich auf Bewegung in Wind und Wetter ankommt. Aber auch im Radsport und im Racing bewähren sie sich hervorragend. Im Racing, also Zweiradrennsport, kommt es auf

  1. Wind- und Regenschutz und
  2. Atmungsaktivität

an. Insbesondere Radfahrer schwitzen stark, Motorradfahrer allerdings unter Stress ebenfalls, und sie sind Fahrtwind und bisweilen Regenschauern ausgesetzt. Hier sind Blousons aus hochwertigen atmungsaktiven Materialien ideal,

  • sie führen den Schweiß ab,
  • lassen den Regen draußen und
  • halten auch warm.

Während die teuren Modelle meist aus Gore-Tex bestehen, gibt es auch günstigere Blousons für den Racing-Sport, die beispielsweise aus Polyester angefertigt werden; auch diese können Eigenschaften wie Winddichtigkeit und gleichzeitig Atmungsaktivität aufweisen.

  • Die Racing-Blousons sind in den meisten Fällen mit vorgekrümmten Ärmeln ausgestattet, die eine sportliche Fahrerhaltung ermöglichen.

  • Für etwas wärmere Tage haben sie ein herausnehmbares Innenfutter.

  • Die Rückenpartie ist mit Reflektoren und auf Wunsch auch mit Protektoren versehen; diese gibt es auch im Bereich der Schultern und Ellenbogen.

  • Ofmtals gibt es bei den Blousons einen Verbindungsreißverschluss zu den Hosen; auf diese Weise kann einem der Fahrtwind nichts anhaben.

Fliegerjacken

Diese Blousonjacke stammt aus der Luftfahrt und wird heute als Modeartikel in Nylon oder Leder angeboten, wobei der Military-Look erhalten blieb. Leder-Blousons sind inzwischen zeitlose Modeklassiker.

Erfunden wurden sie Anfang des 20. Jahrhunderts, als Piloten noch in offenen Maschinen saßen. Die Piloten bedienten sich dabei der Motorradjacken aus Frankreich, die am ehesten dem Zweck dienten, im Cockpit vor dem Wetter geschützt zu werden. Die Kürze der Jacke verschaffte eine bessere Bewegungsfreiheit.

Die heute zum Klassiker mutierte Fliegerjacke aus Leder wurde schließlich in den 1920er Jahren für die US Air Force entwickelt, sie setzte Maßstäbe hinsichtlich der Funktionalität und des Designs und gilt als die Mutter aller Blousons. Die Jacken wurden streng nach den Vorschriften des Militärs geschneidert, es gibt heute noch Originale aus den 1930er und 1940er Jahren, für die inzwischen Spitzenpreise bezahlt werden.

Filme wie Top Gun machten den Fliegerblouson berühmt. Die Bomberjacken hingegen stammen vom amerikanischen Luftakrobaten Leslie Irvin, sie bestanden aus Schaffell und wurden ab 1934 für die Bekleidung amerikanischer Bomberstaffeln genutzt. Von den Flieger- und Bomberjacken gab es verschiedene Versionen:

  • von A-1
  • über B-Serien bis zu
  • L, M und N,

aus diesen Versionen entwickelte sich die Mode der heutigen Blousons. Auch Nylonjacken waren darunter, sie setzten sich ab den 1950er Jahren verstärkt durch und führten zum heutigen Alltags-Blouson.

Collegejacken und Windbreaker

Legere Jacken im Stil von Blousons, sehr ähnlich den Bomberjacken, wurden und werden von Studenten in verschiedenfarbiger Gestaltung, mit Logos ihrer Universität getragen. Der entscheidende Unterschied zu den Fliegerjacken besteht in den Farben und Aufdrucken, sie werden heute sehr gern als Merchandising-Produkte genutzt, Markenhersteller nutzen die großformatigen Logo-Aufdrucke auch ohne Bezug als Modeartikel.

Die Subkultur hat sich der Blousons bedient und nutzt sie als Erkennungszeichen, sowohl Hooligans als auch rechts- oder linksgerichtete Gruppierungen mögen insbesondere die Bomberjacken sehr, wobei sie stets eine ganz bestimmte Marke bevorzugen (regional verschieden).

Dennoch haben Blousons nach wie vor eine sehr praktische Funktion, als Windbreaker zum Über-den-Kopf-ziehen bieten sie verlässlichen Schutz bei feucht-windigem Wetter, sie sind meist mit einer Kapuze versehen, die auch im Kragen versenkt werden kann.

Grundinformationen und Hinweise zu Blousons

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: frau beim wandern © Jörg Jahn - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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