Das richtige Saunazubehör für einen entspannenden Saunagang

Holzeimer, Holzlöffel und Handtuch mit der Aufschrift "Sauna" vor beigem Hintergrund

Zu den wichtigsten Saunautensilien zählen der Ofen, die Steine, Aufgusszubehör und die Saunabürste

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  • von Paradisi-Redaktion

Regelmäßige Saunagänge können entspannend und anregend zugleich wirken. Sie leisten wichtige Unterstützung bei der natürlichen Entgiftung des Körpers. Für einen gelungenen Saunagang kann man auf vielfältiges Saunazubehör zurückgreifen; einiges davon ist für die Saunakabine selbst gedacht und andere Utensilien unterstützen beispielsweise die Entspannung während des Saunierens. Informieren Sie sich über die unterschiedlichen Saunautensilien von wichtigem Saunazubehör bis hin zu entspannungsfördernden Hilfsmitteln.

Wer regelmäßig saunieren geht, wird dieses Erlebnis bereits nach kürzester Zeit nicht mehr missen wollen. Hier kann man einfach mal vom stressigen Alltag abschalten und entspannen; zudem hat ein solcher Saunagang auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit:

Hier in unserem separaten Artikel erhalten Sie detailliertere Informationen über die Vorzüge des Saunierens; zudem informieren wir über den Ablauf eines Saunagangs. Damit dieser jedoch auch wie gewünscht durchgeführt werden und wirken kann, ist einiges an Saunazubehör notwendig, auf welches wir im Folgenden eingehen.

Saunaofen

Das Herzstück jeder Sauna ist ein Saunaofen. Hier gibt es eine riesige Auswahl von elektrischen Saunaöfen oder holzbeheizten Öfen, die je nach Wunsch an Wand oder Boden befestigt werden können.

Welcher Saunaofen die richtige Wahl darstellt, sollte im besten Fall von einem Fachhändler erklärt werden. Worauf man generell beim Kauf achten sollte und welche Modelle zur Verfügung stehen, zeigen wir hier.

Saunasteine

Hochwertige Saunasteine sind die Grundvoraussetzung für einen gesunden Saunagang. Beim Erhitzen wird die heiße Luft des Ofens über die Steine geleitet und von dort im Raum verteilt. Der Aufguss sorgt dafür, dass die Steine schlagartig abgekühlt werden. Bei einem Aufguss mit Eiswasser kann der Temperaturunterschied bei bis zu 100°C liegen.

Aufgrund dieser starken Beanspruchung müssen Saunasteine gewisse Anforderungen erfüllen, damit sie nicht brechen oder splittern. Oft werden so genannte Tiefengranite wie Peridotit verwendet.

Um einen gleich bleibenden Saunadampf zu gewährleisten, werden Saunasteine in öffentlichen Saunen alle drei bis vier Monate ausgetauscht. In privaten Saunen sollte dies spätestens alle zwei Jahre geschehen.

Saunasteine: wenig beachtet, doch groß in der Bedeutung

Bei der Anschaffung einer eigenen Sauna sollten die Eigenschaften von Saunasteinen beachtet werden

Drei Freundinnen in Sauna, eine macht Aufguss auf heißen Steinen
Sauna © Áment Gellért - www.fotolia.de

Die Sauna gilt in den kühlen Gefilden Europas als liebste Zuflucht vieler Menschen, und das ist kein Wunder, schließlich bietet ein Besuch in der Sauna ausschließlich Vorteile. An erster Stelle steht dabei der Aspekt der Entspannung, den ein Saunabesuch zwangsläufig mit sich bringt.

Stellenwert wird kaum beachtet

Ruhe und Wärme sorgen beinahe automatisch dafür, dass gefühlte Lasten von Körper und Geist abfallen. Hinzu kommen die gesundheitlichen Vorteile, die regelmäßige Saunabesuche mit sich bringen. Diese betreffen in erster Linie Haut und Atemwege.

Worauf in einer Sauna allerdings kaum jemand achtet, sind die Saunasteine, die zu den wichtigsten Elementen in einer Sauna gehören. Dies ändert sich spätestens dann, wenn Sie die Anschaffung einer eigenen Sauna planen und entsprechende Steine benötigen.

Saunasteine: die Meister der Resistenz

In normalen Saunakabinen herrschen Temperaturen von bis zu 100° C, doch damit nicht genug, schließlich folgt der enormen Hitze meist eine kühle Abschreckung. Damit Saunasteine möglichst viele Aufgüsse unbeschadet überstehen, sollten sie gewisse Anforderungen erfüllen, zum Beispiel einen niedrigen Ausdehnungskoeffizienten und relativ elastische Minerale, damit es nicht zu Brüchen kommt. Zudem sollte die Wasserlöslichkeit niedrig sein, was einen zu hohen Anteil an Carbonaten verbietet. Zusammen mit einer Verwitterungsbeständigkeit sind dies die wichtigsten Voraussetzungen, die ein Saunastein zu erfüllen hat.

Zubehör für den Aufguss

Durch den Aufguss wird die Luftfeuchtigkeit in der Sauna schlagartig erhöht. Dies hat einen zusätzlichen Wärmereiz zur Folge. Für die Aufgusszeremonie ist ein Aufgusskübel erforderlich, in dem der Aufguss vorbereitet wird.

In der Regel handelt es sich um einen Aufgusseimer oder Saunaeimer, in dem das Aufgusswasser mit in die Saunakabine genommen wird. Zusätzlich wird eine Aufgusskelle benötigt, mit der das Aufgusswasser auf die erhitzten Steine gegeben wird.

Je nach Belieben können dem Aufguss verschiedene Duftzusätze wie beispielsweise ätherische Öle zugefügt werden. Für einen erfrischenden Aufguss können zum Beispiel

verwendet werden. Für einen durchblutungsfördernden und kreislaufanregenden Aufguss hingegen eignen sich

Diese ätherischen Öle wirken sich zudem positiv auf die Atmung aus. Ein Aufguss mit ätherischen Ölen unterstützt so die wohltuende Wirkung der Sauna und verwöhnt zudem mit einem Dufterlebnis. Lesen Sie hier über weitere Arten von Aufgüssen und deren Wirkungen.

Für den Aufguss benötigt man das passende Zubehör
Für den Aufguss benötigt man das passende Zubehör

Birkenreisig und Saunabürste

Birkenreisig und Saunabürste unterstützen durch Bürstenmassagen bzw. "Auspeitschen" die durchblutungsfördernde Wirkung der Sauna. Ein finnisches Sprichwort besagt sogar: "Eine Sauna ohne Birkenquast, ist wie ein Sommer ohne Vogelgezwitscher".

Birkenquast für Massage und Aroma in der Sauna

Holzeimer mit getrockneten Pflanzen für Sauna Aufguss
bania © Ivanna Buldakova - www.fotolia.de

Ein Birkenquast ist ein wichtiges Saunazubehör. Der Birkenquast wirkt Wunder für die effiziente Massage und sorgt für Aroma in der Sauna. Man wendet ihn mit einer sanften Schlagmassage an. Das wirkt gut gegen Verspannungen der Muskulatur. Außerdem soll der Birkenquast zur Entschlackung, Entgiftung und Reinigung des Körpers beitragen. Seine aromatischen Öle verbreiten einen angenehmen Sommerduft.

Bevor man den Quast anwendet, soll er in warmem Wasser eingeweicht werden. Bevor die Massage losgehen kann, soll der Quast in dem Dampf des Saunaaufgusses geschwenkt werden. eine nicht unerhebliche Rolle wird dem Zeitpunkt der "Ernte" des Quastes zugeschrieben. Am besten soll sich dafür die Ernte an einem Neumond im Juli eignen.

Der Quast soll dann besonders duftend, weich und haltbar sein.

Saunatuch und Sauna-Handtuch

Mit das wichtigste Saunazubehör stellt wohl das Saunatuch dar. Dieses dient dazu, auf die Saunabank gelegt zu werden und somit ein Berühren der Haut mit dem Holz zu vermeiden. Hygiene ist beim Saunieren sehr wichtig; durch die Nutzung eines Saunatuchs gelangt kein Schweiß auf die Holzbänke.

Saunatücher sind zu diesem Zweck etwas schmaler und länger als gewöhnliche große Handtücher. Auf diese Weise passen sie genau auf die Bank, ohne dass sie am Rand überhängen. In der Regel haben sie verschiedenfarbige Seiten, sodass der Saunagänger sich stets auf dieselbe legen bzw. setzen kann.

Nicht jeder Saunagast nutzt ein spezielles Saunatuch; auch herkömmliche Handtücher werden verwendet. Speziell für die Sauna konzipierte Handtücher haben oftmals einen Klettverschluss; man kann sie um die Hüften oder die Brust schlagen. Durch den Klettverschluss soll ein Herunterrutschen verhindert werden.

Sanduhr

Die Sanduhr hängt meist neben dem Thermometer an der Wand
Die Sanduhr hängt meist neben dem Thermometer an der Wand

Armbanduhren legt man vor dem Saunagang ab. Um dennoch die Zeit im Blick zu behalten, empfiehlt sich eine Sanduhr. So weiß man, wann man den Saunagang beenden sollte; zudem lässt sich auch der Zeitpunkt für einen Aufguss bestimmen.

Spezielle Sanduhren für die Sauna werden häufig an der Saunawand befestigt. Es ist üblich, dass man diese schwenken kann, sodass die bestimmte Zeitspanne - in der Regel handelt es sich um eine Viertelstunde - nach Durchlauf des Sands wieder von vorne beginnen kann.

Sauna-Thermometer und -Hygrometer

Neben der Zeit sollte man in der Sauna auch die Temperatur im Blick behalten. Zu diesem Zweck gibt es entsprechende Thermometer, die man in der Kabine montieren kann.

Oftmals handelt es sich bei diesen um eine Kombination mit einem Hygrometer zur zusätzlichen Bestimmung der Luftfeuchtigkeit. Diese Geräte sind in der Regel in farbige Bereiche eingeteilt; so kann man bei Bedarf gegensteuern.

Kopfstütze/Saunakissen

Um den Grad der Entspannung beim Saunieren zu erhöhen, empfiehlt sich die Anschaffung einer Kopfstütze bzw. eines Saunakissens. Neben einfach geformten Kissen aus hitzebeständigem Material gibt es auch spezielle Stützen, die eine optimale Kopfhaltung gewähren.

Solche Kopfstützen bestehen in der Regel aus Holz. Sie haben mehrere konkave und flexible Scheiben; auf diese Weise kann man sich in jeder Haltung entspannt hinlegen.

Sole Verdampfer

Für einen besonderen Saunagenuss empfiehlt sich der Sole Verdampfer. Dabei handelt es sich um ein Verdampferrohr aus Edelstahl, welches man auf die Steine - häufig gehören spezielle Solesteine mit zum Paket - im Saunaofen setzt.

Durch den aufsteigenden Wasserdampf wird eine salzhaltige Luft erzeugt. Auf diese Weise setzen sich Spurenelemente und Mineralien frei, die für ein besseres Wohlbefinden und eine schonende Behandlung der Atemwege sorgen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: sauna © Anne Katrin Figge - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Saunasaufguss © sabine hürdler - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Wnetrze sauny finskiej, klepsydra, termometr, hydrometr. © blachowicz102 - www.fotolia.de

Autor:

K. Schumann - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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