30. November 2009
Als Tuina bezeichnet man eine energetische Massage, die auf der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) basiert. Sie dient zur Stärkung der Selbstheilungskräfte.
Ziel und Zweck der chinesischen Tuina Massage ist die Behandlung von Beschwerden und Erkrankungen durch die Ausübung von Druck auf bestimmte Stellen des Körpers. Die Methode ist ganzheitlich und bezieht den gesamten Körper des Patienten sowie die Einflüsse, die ihn umgeben in die Behandlung mit ein.
Die Tuina Massage ist Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und somit verwandt mit der Akupunktur und der Akupressur. Ebenso wie diese beiden Verfahren, basiert auch die Tuina Massage auf der Meridianlehre. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Lebensenergie, das so genannte Qi, durch bestimme Energiebahnen des Körpers, die auch Meridiane genannt werden, fließt. Kommt es zu Blockaden dieser Energiebahnen im Körper, kann dies zu verschiedenen Beschwerden führen. Durch die Anwendung der Tuina Massage sollen diese störenden Blockaden aufgelöst werden, damit die Lebensenergie wieder ungestört fließen kann. Zudem sollen auch die Organe stimuliert werden. Ziel ist die Wiederherstellung von Yin und Yang. Daneben gibt es aber auch eine so genannte Wellness-Tuina, die zur Vorbeugung und zur Entspannung angewandt wird. Diese kommt vor allem in Europa und in Deutschland zur Anwendung.
Unter dem chinesischen Begriff Tuina versteht man schieben und drücken (tui) sowie greifen und ziehen (na). Diese manuellen Techniken kommen bei der Massage, die es schon seit mehr als dreitausend Jahren gibt, zur Anwendung. Durch diese speziellen Grifftechniken werden die behandelten Stellen gedehnt und gelockert. Die Konzentration liegt dabei auf den Meridianen und den Akupunkturpunkten. Auf diese Weise sollen die Selbstheilungskräfte des Organismus gestärkt werden.
Zu den Anwendungsgebieten der Tuina Massage gehören unter anderem Asthma, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Verstopfung, Gastritis, Schlafprobleme, arterielle Hypertonie, gynäkologische Krankheiten, Migräne sowie Hyperaktivität bei Kindern. Nicht angewandt werden darf die Tuina Massage dagegen bei akuten Infektionen und Verletzungen, Krebserkrankungen, Lymphangitis, chronischen Hautgeschwüren, Tbc-Infektionen sowie bei einer Blutvergiftung (Sepsis).
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