29. Juli 2008
Von K. Schumann
Die von dem dänischen Physiotherapeuten Dr. Vodder entwickelte manuelle Lymphdrainage soll den Abtransport der Lymphflüssigkeit fördern. So können verschiedene Krankheitsbilder positiv beeinflusst werden.

Unser Lymphsystem besteht aus den lymphatischen Organen wie zum Beispiel Knochenmark oder Thymus und den Lymphgefäßen. Die Lymphgefäße beginnen blind im Gewebe und vereinigen sich zu größeren Lymphgefäßen bis sie letztendlich ins venöse System münden. Als Filterstationen sind die Lymphknoten zwischengeschaltet. Durch die Kontraktion der Lymphgefäße (etwa 10 mal pro Minute) werden pro Tag etwa 2l Lymphe transportiert. Die Lymphe ist eine hellgelbe, wässrige Flüssigkeit. Zu ihren Aufgaben gehört der Abtransport von Stoffwechselendprodukten, Zelltrümmern, abgestorbenen Zellen und Fremdkörpern aus dem Gewebe. Des Weiteren ist sie ein wichtiger Teil des Immunsystems, da sie Abwehrzellen transportiert.
Bei einer Störung des Lymphabflusses kann es zu so genannten Lymphödemen (Flüssigkeitsansammlungen im Zwischenzellraum) kommen.
Die manuelle Lymphdrainage wird in der Regel von Masseuren, Physiotherapeuten, medizinischen Bademeistern oder Heilpraktikern durchgeführt. Die Therapeuten sollten eine vier- bis sechswöchige Zusatzausbildung in manueller Lymphdrainage absolviert haben. Diese Ausbildung beträgt etwa 160 Stunden.
Bei der Lymphdrainage arbeit der Therapeut mit speziellen, rhythmischen Massagegriffen, wie Drehgriffen, Schöpfgriffen oder Pumpgriffen entlang der Lymphbahnen. Hierdurch wird nicht nur die Muskulatur gelockert, sondern auch der Lymphfluss angeregt. Die Kontraktion der Lymphgefäße steigt von 10 mal pro Minute auf bis zu 60 mal. Es ist nachgewiesen, dass die Lymphgefäße noch 6-8 Stunden nach der Behandlung verstärkt arbeiten.
Neben der Behandlung von Ödemen wird die Lymphdrainage auch zur Schmerzlinderung, nach Operationen, zur Narbenbehandlung, bei rheumatischen Erkrankungen, chronischen Entzündungen, Cellulitis oder nach traumatischen Verletzungen wie Zerrungen oder Muskelfaserrissen eingesetzt. Meist kommen zur Unterstützung weitere entstauende Maßnahmen wie Kompressionbandagen- bzw. Strümpfe oder Krankengymnastik zum Einsatz.
Nicht angewendet werden sollte die manuelle Lymphdrainage bei akuten Infekten, Herzinsuffizienz, akuten Thrombosen, lokalen Tumoren oder Metastasen und Hauterkrankungen im Behandlungsgebiet.
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23.10.11 | |
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14.09.11 | |
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16.08.11 | |
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15.08.11 | |
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