Unterschiedliche Anwendungsgebiete und Ablauf der Fünf Tibeter

Als Fünf Tibeter bezeichnet man fünf spezielle yogaähnliche Übungen. Dabei werden fünf verschiedene Übungen in einem bestimmten Ablauf durchgeführt. Sie dienen zur Gesunderhaltung von Körper und Geist.

Die Fünf Tibeter zur Verlangsamung des Alterungsprozesses

Sinn und Zweck

Sinn der Fünf Tibeter ist die Gesunderhaltung von Körper und Geist sowie die Verlangsamung des Alterungsprozesses durch die Anwendung von fünf speziellen Übungen, die dem Yoga ähneln.

Herkunft

Die Bezeichnung Fünf Tibeter kommt daher, weil man diese Übungen tibetischen Mönchen zuschreibt, die diese bereits seit Jahrhunderten praktizieren würden. Allerdings kennt man die so genannten Fünf Tibeter in Tibet überhaupt nicht. Die Übungen entstammen aus einem Buch des Amerikaners Peter Kelder, das bereits Ende der 30er Jahre in den Vereinigten Staaten von Amerika erschienen sein soll. Jedoch ist ein Autor dieses Namens nicht bekannt.

Dafür existiert eine Neuauflage des Buches von Harry R. Lynn. In dem Buch wird von einem älteren Offizier berichtet, der im Himalaya nach der Quelle der ewigen Jugend forscht. Schließlich kehrt er stark verjüngt, nach einigen Jahren in einem tibetischen Kloster, wieder zurück und berichtet von den Fünf Tibetern, denen er, gemeinsam mit einer speziellen Ernährung sowie dem Singen von bestimmten Tonübungen, seine Jugendlichkeit verdankt.

So könnte es also durchaus sein, dass die Fünf Tibeter lediglich der Phantasie eines Romanautors entstammen. Dennoch verwendet man in der evidenzbasierten Medizin die Fünf Tibeter für Entspannungsübungen.

Der Ursprung der Fünf Tibeter soll im Himalaya zu finden sein
Der Ursprung der Fünf Tibeter soll im Himalaya zu finden sein

Anwendungsgebiete

Durch die Anwendung der Fünf Tibeter sollen positive Effekte auf die Gesundheit erzielt werden, beispielsweise:

  • die Verlangsamung des Alterungsprozesses
  • die Steigerung des Wohlbefindens
  • größere Fitness
  • erholsame Entspannung

"Die Fünf Tibeter" eignen sich für jedes Alter, weshalb auch ältere Menschen durchaus diese Übungen ausführen können. Mehr Beweglichkeit und ein allgemeines gesteigertes Wohlbefinden sind der Lohn der regelmäßig praktizierten energetischen Körperarbeit.

Aktivierung der Hauptchakren

Als Energiearbeit werden während der Übungen die sieben Hauptchakren (Energiezentren im Körper) aktiviert. Eine verstärkte Hormonausschüttung und eine Balancierung zwischen den Organen und dem restlichen Körper sind eine der wichtigsten Inhalte der Fünf Tibeter.

Ähnlich wie bei einem Fitnessprogramm werden in nur wenigen Minuten auf sanfte Weise die

zur Arbeit angeregt. Eine Konzentration auf die Atmung und die einzelnen Bewegungsabläufe schließen den Kreislauf der Übungen.

Ablauf der Fünf Tibeter

Für die Durchführung der Fünf Tibeter benötigt man nur wenig Zeit, da der Aufwand der Übungen sehr gering ist. So nimmt eine Übungseinheit nur etwa 15 Minuten in Anspruch. Die Fünf Tibeter können auch problemlos von Kindern und Senioren ausgeführt werden.

Die 5 Übungen müssen in der richtigen Reihenfolge ausgeführt werden
Die 5 Übungen müssen in der richtigen Reihenfolge ausgeführt werden

Die Übungen

Die fünf Übungen im Einzelnen sind:

Der Kreisel

Der Kreisel

  • dient zur Förderung des Gleichgewichtssinns
  • sowie zur Anregung des Kreislaufs,
  • verschafft neue Energien und
  • erhöht die Beweglichkeit des Körpers.
Richtige Durchführung
  1. Dabei stellt man sich aufrecht hin und beugt leicht die Knie. Die Arme werden auf Schulterhöhe ausgestreckt und sollten parallel zum Boden verlaufen.

  2. Dann dreht man den Körper wie einen Kreisel im Uhrzeigersinn hin und her, wobei man die Stelle, auf der man steht, nicht verlässt.

  3. Nach der letzten Drehung legt man die Handflächen in der Höhe der Brust zusammen und sieht dabei auf beide Daumen.

  4. Danach atmet man tief durch die Nase ein und anschließend durch den Mund wieder aus.

Die Kerze

Die Kerze

  • stimuliert und stärkt vor allem die Bauch- und Rückenmuskulatur,
  • steigert die Immunabwehr und
  • hilft dem vegetativen Nervensystem auf die Sprünge.
Richtige Durchführung
  1. Man legt sich entspannt mit dem Rücken auf eine Decke oder Matte. Mit dem Gesicht nach oben, streckt man Arme und Beine aus und legt die Handflächen auf den Boden. Dabei werden die Finger dicht zusammengehalten.

  2. Beim Einatmen hebt man den Kopf und zieht das Kinn an die Brust, wobei man zur gleichen Zeit beide Beine senkrecht hochhebt. Um die Wirbelsäule nicht zu belasten, muss der Rücken völlig auf dem Boden bleiben.

  3. Während des Ausatmens werden Kopf und Beine wieder langsam herabgesenkt. Auf diese Weise kommt es zu einer Stärkung der Bauch- und Rückenmuskulatur sowie zur Durchblutung des Gehirns und zur Aktivierung des vegetativen Nervensystems.

Der Halbmond

Wenige Elemente genügen bei dem dritten Tibeter, um speziell auf den Oberkörper zu wirken und dabei nicht nur

  • die Durchblutung der Nieren zu forcieren,

sondern auch

  • das Herz- und Kehlkopfchakra zu mehr Aktivität anzuregen.
Richtige Durchführung
  1. Man kniet sich auf den Boden hin und hält den Oberkörper aufrecht. Beide Hände werden seitlich an das Gesäß gelegt.

  2. Dann neigt man den Kopf nach vorne und zieht das Kinn an die Brust.

  3. Während des Einatmens zieht man dann den Kopf und den Nacken ganz langsam nach hinten, wobei auch gleichzeitig die Wirbelsäule nach hinten gelehnt wird.

  4. Mit den Händen stützt man die Gesäßseiten.

  5. Nach einem kurzen Verharren in dieser Stellung kehrt man wieder langsam in die Ausgangsposition zurück. Während des Beugens nach hinten atmet man tief ein und bei der Rückkehr in die vorherige Stellung wieder tief aus.

Die Brücke

Bei dieser Übung nimmt man die Haltung einer Brücke ein, um auf diese Weise die Wirbelsäule zu stärken. Die Brücke

Richtige Durchführung
  1. Zunächst setzt man sich mit ausgestreckten Beinen auf den Boden

  2. und stellt dann Arme und Beine senkrecht auf.

  3. Dabei lässt man langsam den Kopf nach hinten sinken, bis eine parallele Linie zum Fußboden entsteht.

  4. Während die Arme gestreckt bleiben, beugt man die Knie.

  5. Nach dem Hinsetzen atmet man wieder tief aus.

Der Berg

Die fünfte und letzte Übung wird Der Berg genannt. Diese Bergübung beendet das sanfte Fitnessprogramm mit einer

  • fast Rundum-Aktivierung der Muskeln und körperlichen Vorgänge.
Richtige Durchführung
  1. Dabei legt man sich zunächst mit dem Bauch und dem Gesicht auf den Boden und stützt sich mit den Händen auf Schulterhöhe auf.

  2. Danach werden auch die Füße aufgestützt, sodass eine sanfte Rückenbeuge entsteht. Arme und Beine werden gestreckt gehalten.

  3. Schließlich biegt man langsam die Wirbelsäule und legt den Kopf an das Brustbein, bis ein umgedrehtes V entsteht.

  4. Nach einem kurzen Verharren in dieser Position, kehrt man wieder in die Ausgangsstellung zurück und atmet tief aus.

21 Wiederholungen

Zu Beginn der Anwendung werden die verschiedenen Übungen der Fünf Tibeter dreimal wiederholt. Im späteren Verlauf steigert man die Wiederholungen pro Woche um zwei weitere male, bis man schließlich 21 erreicht.

Quellen:

  • Brigitte Gillessen: Das Energieprogramm der Fünf Tibeter., Scherz, 1997, ISBN 3502250073
  • Peter Kelder: Die Fünf Tibeter, Scherz, 1999, ISBN 3502250359
  • Arnold H. Lanz: Fitness und Entspannung mit den Fünf Tibetern., Scherz, 1998, ISBN 3502250162

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