Je größer das Lungenvolumen ist, desto mehr Sauerstoff kann dem Körper zugeführt werden. Durch bestimmte Atemübungen lässt sich das Lungenvolumen vergrößern.
Eine der wichtigsten Funktionen des Körpers ist das Atmen. So atmet der Mensch Tag für Tag im Ruhezustand ca. 15.000 Mal ein und aus. Durch das Einatmen erhält der Körper den lebenswichtigen Sauerstoff, während beim Ausatmen überflüssiges Kohlendioxid wieder aus dem Körper befördert wird. Bei der Atmung des Menschen handelt es sich eigentlich um einen Reflex, der unwillkürlich erfolgt. Durch ein gezieltes Atemtraining kann jedoch das Volumen der Lunge vergrößert werden.
Ein größeres Lungenvolumen ist durchaus von Vorteil, da dadurch bei einem Atemzug mehr Luft aufgenommen wird. Auf diese Weise erhält der Körper auch mehr Sauerstoff. Doch nicht nur der Organismus profitiert von Atemübungen, sondern auch die Psyche. Obwohl die Atmung unwillkürlich abläuft, ist der Mensch durchaus in der Lage, sie zu beeinflussen. Atmet man zum Beispiel langsam und tief, lassen sich Körper und Geist entspannen. Außerdem verlangsamt sich der Herzschlag.
Atmet man dagegen schneller, kommt es zum Anspannen des Körpers sowie zu einem erhöhten Herzrhythmus. Darüber hinaus wird der Geist angeregt. Ein regelmäßiges Atemtraining hilft dabei, eine rhythmische Atmung zu erreichen und das Lungenvolumen optimal auszunutzen. Zu den wichtigsten Atemübungen gehören:
Bei der Brustatmung vergrößert sich das Volumen des Brustkorbs beim Einatmen, während es beim Ausatmen wieder kleiner wird. Beim Ein- und Ausatmen hebt und senkt sich die Brust. Zu Beginn der Atemübung atmet man ganz bewusst ein, damit man die Spannung in der Brust spüren kann. Anschließend wird diese Spannung beim Ausatmen wieder gelöst, sodass sich die Brust senkt. Dieses bewusste Ein- und Ausatmen wiederholt man mehrere Male.
Die flache Brustatmung hat allerdings den Nachteil, dass man mit ihr nur die oberen Lungenbereiche nutzen kann. Daher bleibt die Atemluft nur für kurze Zeit in den Lungen. Aus diesen Grund sehen viele Atemtherapeuten die Brustatmung allein als nicht effizient genug an.
Wesentlich effektiver als die Brustatmung ist die Bauchatmung, die auch als Zwerchfellatmung bezeichnet wird. Bei der Bauchatmung kommt es zu einem verstärkten Einsatz des Zwerchfells, das den wichtigsten Atemmuskel bildet. Während der Bauchatmung vergrößert sich durch das angespannte Zwerchfell der Brustraum, während sich der Bauchraum verkleinert
Auf diese Weise wird der Lunge ermöglicht, sich nach unten auszubreiten, wodurch sich die unteren Lungenbereiche besser durchbluten und beatmen lassen. Außerdem kann die Luft länger in der Lunge bleiben, wodurch sich die Sauerstoffaufnahme erhöht. Als besonders effektiv gilt eine Kombination aus Bauchatmung und Brustatmung, bei der sich das gesamte Lungenvolumen ausnutzen lässt.
Bei der Bauchatmung atmet der Übende tief durch die Nase ein und füllt seine Lungen von unten nach oben mit Atemluft. Dabei stellt man sich den Bauch am besten als Blasebalg vor, der sich beim Einatmen mit Luft füllt, wobei die Bauchdecke angehoben wird. Während man ausatmet und die Bauchdecke senkt, stellt man sich dagegen vor, wie die Luft aus dem Blasebalg entweicht.
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