Unterschiedliche Anwendungsgebiete und Ablauf des Fußbads

Fußbad in brauner Schüssel auf weißem Handtuch

Das Fußbad als spezielle Pflege der Füße in einer Schüssel oder im elektrischen Fußbadgerät

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  • von Paradisi-Redaktion

Unter einem Fußbad versteht man ein spezielles Bad nur für die Füße. Es dient sowohl zur Pflege als auch zur Entspannung. Dieses lässt sich mit einer Schüssel oder einem speziellen, elektrischen Fußbadgerät durchführen.

Ziel und Zweck

Ziel und Zweck des Fußbads ist die spezielle Pflege oder Behandlung der Füße durch ein Bad in heißem oder kaltem Wasser.

So kann ein Fußbad in warmem Wasser in der kalten Jahreszeit gegen kalte Füße helfen, während im Sommer ein Fußbad in kaltem Wasser für Abkühlung sorgt.

Zudem kann ein Fußbad auch zur Behandlung von bestimmten Beschwerden oder Krankheiten oder zur Gesundheitsvorsorge im Rahmen einer Hydrotherapie zur Anwendung kommen. Darüber hinaus kann ein Fußbad entweder belebend oder entspannend wirken.

Um die Füße zu pflegen, können auch verschiedene Badezusätze in das Fußbad gegeben werden. Lesen sie hier mehr dazu welche Zusätze bei welchen Beschwerden eingesetzt werden. Ausführen lässt sich ein Fußbad entweder in einer Schüssel oder in einem speziellen elektrischen Fußbadgerät.

Das Fußbad hilft bei medizinischen Gründen oder einfach zur Pflege der Füße
Das Fußbad hilft bei medizinischen Gründen oder einfach zur Pflege der Füße

Anwendungsgebiete

Mit einem Fußbad können verschiedene Wirkungen erzielt werden. So kann ein Fußbad als vorbereitende Maßnahme für eine nachfolgende Fußpflege erfolgen - um beispielsweise Hornhaut oder harte Fußnägel aufzuweichen.

Ein weiterer Aspekt ist natürlich die Hygiene. So wirkt ein Fußbad mit Lavendelzusätzen nicht nur entspannend, sondern zudem desinfizierend.

Auch zur Behandlung von verschiedenen Beschwerden kann ein Fußbad sehr hilfreich sein. Therapiert werden zum Beispiel:

Durch das Fußbad wird zudem die Durchblutung erhöht, was sich auf den ganzen Körper positiv auswirkt.

Für die Gesundheit: Elektrolyse-Fußbäder mit entschlackender Wirkung

Frau macht Fußbad, im Vordergrund Badesalz
relaxing bath © Monika Adamczyk - www.fotolia.de

Fußbäder sind eine sehr entspannende und wohltuende Unterstützung, damit die Füße fit und der Mensch gesund bleibt.

Dank der täglich angesammelten Giftstoffe, die sich in der Nahrung und in der Umwelt an sich befinden, wird der Körper jedoch stark belastet. Durch diese so genannten Schlacken können eine Vielzahl von Beschwerden entstehen.

Um diese Risiken einzuschränken, kann man mit Elektrolyse-Fußbäder dagegenwirken, entschlacken und gleichzeitig etwas für die Entspannung tun.

Perfekte Pflege durch ein Fußbad mit Natron

Ein Natron-Fußbad wirkt sich belebend auf die Füße aus und lindert Fußschmerzen

Frauenfüße im sprudelnden Fußbad
woman's footin home spa © Piter Pkruger - www.fotolia.de

Es ist so leicht, seinen Füßen und damit sich selbst etwas Gutes zu tun, das dazu nur wenig kostet. Ein mit Natron angerichtetes Fußbad hat echte Chancen, zum regelmäßigen Ritual zu werden.

"Runde Füße" nach einem ausgiebigen Einkaufsbummel oder einer Wanderung verlangen nach Linderung. Berufstätigen mit Tätigkeiten, bei denen sie viel stehen oder gehen müssen, schmerzen häufig abends die Füße. Statt teurer Salben oder Arztbesuchen sollten Betroffene erst einmal ein Natron-Fußbad ausprobieren. Oft erübrigen sich weitere Maßnahmen.

Anwendung und Auswirkung eines Natron-Fußbads

In einer mit angenehm temperiertem Wasser gefüllten Schüssel werden zwei glatt gestrichene Esslöffel Natron aufgelöst. Anschließend werden für 20 bis 30 Minuten die Füße darin gebadet. Während dieser Zeit entsäuert das Natron über die Füße den Körper, indem überschüssige Säure über die Haut ins Wasser abgegeben wird. Die Füße selbst fühlen sich wunderbar erfrischt. Außerdem regt das Natron-Fußbad die Durchblutung an. Schmerzen werden gelindert, auch solche außerhalb des Fußbereichs. Selbst Kopfschmerzen bis hin zu Migräne erfahren Besserung.

Beseitigung des Fußgeruchs

Ein Fußbad mit Natron bietet neben gesundheitlichen auch kosmetische Erfolge. Neben der erfrischenden Wirkung desodoriert ein Natron-Fußbad und macht Fußgeruch den Garaus. Ferner wirkt es wie ein Peeling und hinterlässt eine herrlich zarte Haut am Fuß.

Natron - auch Natriumhydrogencarbonat genannt - ist problemlos in der Apotheke sowie im Supermarkt erhältlich.

Ablauf eines Fußbads

Für die Durchführung eines Fußbads gibt es zwei verschiedene Varianten.

Fußbad in einer Schüssel

Die gängigste Methode ist das bewährte Fußbad in einer Schüssel. Diese Schüssel sollte recht groß sein und über einen hohen Rand verfügen. Zudem ist es aus hygienischen Gründen ratsam, die Schüssel ausschließlich für Fußbäder zu benutzen.

Zu Beginn des Fußbads sucht man sich einen geeigneten, bequemen Platz auf dem Sofa oder auf einem Sessel aus, damit man eine angenehme Sitzposition während des Bads einnehmen kann. Damit man nicht zwischendurch wieder aufstehen muss, sollte man sich das benötigte Zubehör, wie z.B. Handtücher zum Abtrocknen, vorher zurechtlegen.

Das Fußbad in der Schüssel
Das Fußbad in der Schüssel

Als Badezusätze eignen sich fertige Fußbadprodukte oder ätherische Öle wie:

Die Temperatur des Wassers sollte bei etwa 36–40 Grad Celsius liegen. Dabei kann man zunächst auch mit niedrigeren Temperaturen beginnen, um sich an die Wärme zu gewöhnen und nach und nach heißes Wasser hinzugeben.

Achtung: Beim Nachgießen das heiße Wasser langsam am Rand in die Schüssel fließen lassen, damit es nicht zu Verbrühungen kommt.

Das elektrische Fußbadgerät

Das elktrische Fußbadgerät mit Massagefunktion
Das elktrische Fußbadgerät mit Massagefunktion

Die zweite Fußbad-Variante ist ein Bad mit Hilfe eines elektrischen Fußbadgerätes. Der Ablauf ist dabei ähnlich wie bei einem herkömmlichen Fußbad. Allerdings hat das Fußbadgerät den Vorteil, dass man damit Vibrationen unter den Füßen vornehmen kann, um sie auf diese Weise zu massieren. Dabei berücksichtigt das Gerät auch die speziellen Punkte an den Fußsohlen für eine Fußreflexzonenmassage, was eine angenehme Entspannung zur Folge hat.

Damit es nicht zur Entstehung von Bakterien und Pilzen kommt, sollte das Fußbadgerät nach Gebrauch gründlich gereinigt und abgetrocknet werden.

Pflege nach dem Fußbad

Die empfohlene Dauer für beide Fußbad-Varianten liegt bei ungefähr zwanzig Minuten, damit die Haut nicht zu sehr aufgeweicht wird. Danach sollte man die Füße und auch die Zwischenräume der Zehen gut abtrocknen, damit es nicht zu Fußpilz kommt.

Zudem kann ein wohltuendes Fußbalsam verwendet werden, um die Wirkung des Fußbads noch zu verstärken.

Mit einem Fußbad der Erkältung ein Schnippchen schlagen

Plagt mal wieder die Erkältung, so kann man ihr ganz ohne Chemie zu Leibe rücken

Fußbad in brauner Schüssel auf weißem Handtuch
aromatherapy footsoak © Leah-Anne Thompson - www.fotolia.de

Mit dem Herbst kommt unweigerlich die Erkältungszeit. Man fühlt sich schlapp, abgeschlagen und die Nase trieft. Erkältungen sind zwar in der Regel harmlos, aber man fühlt sich so richtig krank dabei.

Damit man nicht immer zur Chemie greifen muss, um die Symptome zu bessern, gibt es hilfreiche Hausmittel. Eines davon ist das Fußbad. Richtig angewendet verringert es die Erkältungszeichen, bevor sie noch richtig begonnen haben.

Das wohltuende Fußbad

Für ein solches Fußbad braucht man zwei Schüsseln. In die erste füllt man warmes Wasser, das ungefähr 39 Grad heiß sein sollte. In der anderen Schüssel ist kaltes Wasser. Außerdem legt man ein Handtuch, sowie Wollsocken bereit.

Zuerst stellt man die Füße für ungefähr zehn Minuten in das warme Wasser. Die Füße müssen ordentlich durchwärmen. Anschließend steckt man die Füße für wenige Sekunden in das kalte Wasser. Nun werden sie gut abgetrocknet.

Es sollte keine Feuchtigkeit mehr auf der Haut sein. Die Wollsocken werden angezogen und man ruht eine viertel bis halbe Stunde im Bett aus.

Was passiert im Körper?

Die unterschiedlichen Temperaturreize regen das Immunsystem an. Die Selbstheilungskräfte des Körpers kommen in Schwung und helfen die Erkältung frühzeitig zu vertreiben.

Wechselfußbäder sind eine Wohltat im Winter

Frauenfüße im sprudelnden Fußbad
woman's footin home spa © Piter Pkruger - www.fotolia.de

Monika Ferdinand vom Bundesverband der Deutschen Kosmetiker und Kosmetikerinnen klärt auf, dass weder das heiße Vollbad noch eine heiße Dusche im Winter gut für die Haut sind. Und ist es draußen noch so kalt, diese beiden Methoden, sich aufzuwärmen, sollten gemieden werden.

Durch die Wärme kommt es dazu, dass von der Haut Feuchtigkeit abgegeben wird und das führt zu Trockenheit. In der kalten Jahreszeit ist die Haut dünner. Peelings sollten in dieser Zeit auch nicht angewendet werden. Die Hautpflege muss hingegen sehr gehaltvoll und wertvoll sein.

Eine Wohltat hingegen sind Wechsel-Fußbäder, die angenehm sind und das Abwehrsystem stärken. Man sollte zwei Schüsseln vorbereiten, die eine mit warmen Wasser (ca. 38 Grad) und die andere mit kaltem Wasser. Die Zeitschrift "Naturarzt" empfiehlt, die Füße vor dem Wechselbad mit einer Massagebürste ein wenig aufzuwärmen. Im warmen Wasser bleiben die Füße zwei bis drei Minuten, im kalten lediglich eine halbe Minute. Dieser Wechsel sollte viermal wiederholt werden. Am Schluss ist die kalte Schüssel dran. Das kalte Wasser wird dann lediglich abgestriffen und die Füße müssen wieder warmgelaufen werden.

Dieses Konzept ist wunderbar geeignet, um ähnlich wie bei einer Fußreflexzonenmassage das Abwehrsystem zu stärken.

Grundinformationen zum Fußbad

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: aromatherapy footsoak © Leah-Anne Thompson - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: woman's footin home spa © Piter Pkruger - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Wellness - Fussbad © Johanna Mühlbauer - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Spa and wellness details © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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