10. Oktober 2011
Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminpräparate spielen in der modernen Gesellschaft eine immer größere Rolle. Fast-Food, Bewegungsmangel und andere ungünstige Faktoren fordern ihren Tribut.
Vor allen Dingen durch eine ungesunde Ernährung kommt es zu Mangelerscheinungen. Biotinmangel kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden. Aber bei einer ausgewogenen und vollwertigen Ernährung kommt er kaum vor, außer bei bestimmten Erkrankungen. Wurde ein Biotinmangel diagnostiziert, versprechen Biotinpräparate Abhilfe. Sie haben den Vorteil, dass das Biotin schnell verfügbar ist und individuell dosiert werden kann. Biotin kann nicht überdosiert werden, es sind jedenfalls keine Folgen einer Überdosierung bekannt. Die Wirksamkeit ist aber nicht umfangreich bewiesen. Vielleicht haben Vitaminpräparate auch einen Placeboeffekt. In dem Wissen für sich und die Gesundheit etwas Gutes getan zu haben, entfalten sie eine positive Wirkung. Bei echten Mangelerscheinungen, wie beispielsweise Depressionen, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Blutarmut, Entzündungen oder Haarausfall und brüchigen Nägeln, kann eine Einnahme sinnvoll sein. Dann sollte aber eine Diagnose durch entsprechende Untersuchungen gestellt worden sein. Wobei dann auch immer nach den Ursachen geforscht werden muss. Auch ungesunde Verhaltensweisen, wie Nikotinkonsum und großer Alkoholgenuss können einen Biotinmangel bewirken. Dann scheint es doch sinnvoller die Lebensgewohnheiten zu ändern.
Die Biotinpräparate kosten Geld und die Kosten werden, bis auf wenige Ausnahmen, nicht von der Krankenkasse übernommen. Weiterhin stellt sich die Frage, wie viel sie nutzen und ob es nicht sinnvoller ist beispielsweise die Ernährung umzustellen und so eine Bioverfügbarkeit zu haben. Wer mit Sicherheit von den Vitaminpräparaten profitiert, ist die Pharmaindustrie. Schätzungsweise 35 Prozent der Bundesbürger greifen zu Vitaminpräparaten und meistens wurden sie nicht von einem Arzt verordnet. Biotinpräparate sind frei erhältlich. Dabei birgt der schnelle Griff zur Vitaminpille auch Risiken. Manche Vitamine können auch überdosiert werden und Schäden verursachen. Das ist bei Biotin zwar nicht der Fall, es gibt aber auch nicht ausreichende Studien, die eine Unbedenklichkeit bei einer unkontrollierten Einnahme widerlegen. Biotin wird oft als Wundermittel gegen Haarausfall angepriesen, doch nicht jeder Haarausfall basiert auf einem Biotinmangel. Dann werden Symptome erfolglos bekämpft, Biotin unkontrolliert eingenommen und die Ursachen bleiben unentdeckt.
Man kann sich nicht hundertprozentig für und auch nicht gegen Biotinpräparate aussprechen. Fazit ist, dass ein Mangel ärztlich diagnostiziert und die Einnahme verordnet werden sollte.
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17.03.11 | |
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28.01.11 | |
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30.12.10 | |
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13.10.10 | |
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31.03.10 | |
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