Wundheilung

Eine gute Wundversorgung sorgt für eine primäre oder sekundäre Heilung der Wunde

Der menschliche Körper ist in der Lage, nach Verletzungen das zerstörte Gewebe in einem bestimmten Umfang selbst wieder herzustellen und somit offene Wunden zu schließen. Dementsprechend kommt es zuerst zu einer Blutstillung, dann zur Reinigung der Wunde und letztendlich zur Wundheilung mit einer einhergehenden Schorf- oder Narbenbildung. Je nach Grad der Wiederherstellung des Ursprungszustandes spricht man von einer vollständigen oder unvollständigen Regeneration der Wunde.

Pflaster wird auf kleine Wunde am Finger geklebt
pflaster auf wunde © Scrofula - www.fotolia.de

Je nach Art einer Wunde muss diese ärztlich versorgt werden oder kann auch ohne ärztliches Zutun von alleine heilen.

Arten der Wundbehandlung

Handelt es sich um eine harmlose Schürfwunde, genügt es, ein wenig Wund- und Heilsalbe darauf zu geben und ein Pflaster darüber zu kleben. Bei einer tiefen und/oder stark blutenden Wunde ist es jedoch notwendig, dass sie von einem Arzt genäht oder geklammert wird. Teilweise muss auch eine Operation erfolgen, wenn zum Beispiel Blutgefäße durchtrennt wurden.

Phasen und Verlauf der Wundheilung

Schürfwunden heilen innerhalb weniger Tage ab. Es bildet sich lediglich eine leichte Kruste, die nach weiteren wenigen Tagen von selbst abfällt. Wurde die Wunde genäht oder geklammert, müssen die Klammern oder Fäden meist nach etwa einer Woche entfernt werden. Auch hier bildet sich dann über der Wunde ein Schorf. Die Wundheilung lässt sich in folgende Phasen einteilen:

  • Ruhe- oder Latenzphas
  • Exsudationsphase
  • Granulations- bzw. Proliferationsphase
  • Regenerationsphase und
  • Reifungs- oder Maturationsphase.

Primäre, sekundäre und verzögerte Wundheilung

Während der Wundheilung bilden die Wundränder neue Zellen, so dass die Wunde geschlossen werden kann. Heilt die Wunde ohne Komplikationen ab, nennt dies der Mediziner primäre Wundheilung.

Treten Komplikationen wie zum Beispiel Eiter oder eine Nachblutung auf, spricht man von einer sekundären Wundheilung. Dauert die Wundheilung länger als etwa zehn Tage, nennt man dies verzögerte Wundheilung.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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