Eine Quetschung wird stets durch eine äußere Einwirkung von Gewalt verursacht. Dies geschieht vor allem bei Unfällen.
Kleinere Quetschungen oder Quetschwunden entstehen oftmals durch Unachtsamkeit. So kann ein Finger oder eine Hand von einer Tür eingequetscht werden, wenn man nicht aufpasst. Besonders Kinder sind von solcherlei Quetschungen betroffen.
Größere Quetschungen passieren häufig durch schwere Autounfälle, bei denen die Betroffenen von Trümmerteilen eingequetscht werden. Auch Stürze aus großer Höhe, Verschüttungen oder Verletzungen durch Maschinen können die Ursache von Quetschwunden sein.
Kleinere Quetschungen und ihre begleitenden Hämatome verlaufen im Normalfall positiv. Nach etwa ein bis zwei Wochen sind sie ohne Bildung von Narben wieder verheilt.
Bei einer offenen Quetschwunde besteht jedoch das Risiko einer Wundinfektion, da ein Bluterguss ein perfekter Nährboden für Bakterien ist. Kommt es zu einer Entzündung des Hämatoms, muss eine Operation erfolgen, um es chirurgisch zu entfernen.
Eine weitere Komplikation bei starken Quetschungen, vor allem im Unterschenkelbereich, ist das Entstehen eines Kompartmentsyndroms. Wenn durch entstandene Schädigungen der Weichteile Blut in die Kompartments, die Bindegewebeschläuche, gelangt, kommt es zu einem langsamen Druckanstieg, der die Blutzufuhr unterbrechen und die Nerven schädigen kann. In einem solchen Fall ist eine operative Druckentlastung des Kompartments unbedingt erforderlich, um den Verlust eines Unterschenkels zu vermeiden.
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