Symptome und Diagnose eines Kieferbruches

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  • von Paradisi-Redaktion
Röntgenbild Gebiss, Kiefer
x-ray with screws © Lee Torrens - www.fotolia.de

Als Kieferbruch bezeichnet man eine Fraktur des Ober- bzw. Unterkieferknochens. Ein Kieferbruch kann unangenehme Folgen für die Kau- und Sprachfunktionen haben.

Definition

Kieferbrüche sind Verletzungen, die im Gesichtsbereich auftreten. Betroffen von einer solchen Fraktur sind der Ober- und der Unterkieferknochen. Dabei treten die Brüche vor allem an den Gelenkfortsätzen auf. Typisch für einen Kieferbruch sind Quer- oder Schrägfrakturen des Kiefers, von denen auch die Frontzähne betroffen sind.

Bei einem Oberkieferbruch treten charakteristische Verläufe der Knochenbruchlinien auf. Diese verlaufen entlang von Schwachstellen am Oberkiefer. Ein Kieferbruch kann sowohl innerhalb als auch außerhalb einer Zahnreihe auftreten.

Während der Unterkiefer (Mandibula) die Kinnlade des Menschen bildet, wird vom Oberkiefer (Maxilla) eine Verbindung zwischen der oberen Zahnreihe und der Schädelbasis hergestellt. Diese Verbindung beeinflusst auch die Lage des Unterkiefers sowie der unteren Zahnreihe. Zudem sind die Strukturen des Oberkiefers eng mit den Augenhöhlen, der Nasenhöhle und der Mundhöhle verbunden.

Die Kieferknochen bestehen überwiegend aus platten Knochen. Aus diesem Grund sind sie nicht sonderlich widerstandfähig gegen Gewalteinwirkungen, sodass es schnell und häufig zu einem Bruch der Kieferknochen kommen kann. Bis zu 25 Prozent aller Frakturen im Gesichtsbereich sind Oberkieferbrüche.

Kieferbrüche werden zu den Mittelgesichtsfrakturen gezählt, die wiederum in laterale und zentrale Mittelgesichtsfrakturen unterteilt werden. Laterale Mittelgesichtsfrakturen sind die Orbitabodenfraktur, der Jochbeinbruch sowie die Jochbeinbogenfraktur.

Die zentralen Mittelgesichtsfrakturen werden in die so genannten drei Le-Fort-Frakturen unterteilt. Bei der Le Fort-I-Fraktur handelt es sich um eine Querfraktur des Oberkiefers, die in Höhe des Kiefer- und Nasenhöhlenbodens verläuft. Bei der Le Fort-II-Fraktur verläuft der Bruch des Kiefers an den medialen Augenwinkeln entlang durch den Orbitaboden bis durch die Vorderwand der Kieferhöhle.

Bei einer Le Fort-III-Fraktur kommt es sogar zu einem völligen Abriss des Mittelgesichts von der Schädelbasis. Zudem kommt es in seltenen Fällen zu einem isolierten Sagittalbruch des Oberkiefers, bei dem der Bruch von vorne nach hinten, dicht neben der Gaumennaht verläuft.

Symptome

Typische Symptome bei einem Kieferbruch sind starke Schmerzen. Außerdem passen die obere und die untere Zahnreihe nicht mehr so aufeinander, wie es bei einem unversehrten Kiefer der Fall ist. Versucht man den Kiefer zu bewegen, kommt es zu einem reibenden Geräusch der Knochen. Zudem können sich durch starke Einblutungen Hämatome (Blutergüsse) bilden.

Weitere Symptome sind Schwellungen im Gesicht und Funktionsstörungen der Kiefer. Außerdem können Begleitverletzungen entstehen, die Augen, Ohren oder Zähne in Mitleidenschaft ziehen.

Diagnose

Um eine Diagnose zu erstellen erfolgt in der Regel eine Röntgenuntersuchung, die mit einer Orthopantomographie vorgenommen wird. Dabei wird eine Übersichtsaufnahme des Kiefers angefertigt. Auch Computertomographien (CT) sind für die Diagnostik und die Planung einer Operation sehr hilfreich.

Quellenangaben

  • Bildnachweis: x-ray with screws © Lee Torrens - www.fotolia.de

Grundinformationen zum Kieferbruch

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