Kieferbruch

Wird durch Schienen oder eine Verdrahtung der Bruchstücke sowie durch Kieferruhigstellung behandelt

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  • von Paradisi-Redaktion
Brünetter Mann mit hoher Stirn hält sich mit der Hand den Kiefer und verzieht schmerzvoll das Gesicht
Portrait of a man in painfull expression with a toothache. © Carlos Caetano - www.fotolia.de

Ein Kieferbruch ist eine durch Gewalteinwirkung auf das Gesicht hervorgerufene Verletzung von dem Ober- oder Unterkieferknochen. Neben nicht mehr aufeinander passende Zahnreihen können auch Blutergüsse, Druckschmerzen oder Schwellungen auftreten.

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Der Kieferbruch ist eine Verletzung im Gesichtsbereich und betrifft insbesondere das System der Kieferknochen.

Die betroffenen Kieferknochen sind die Ober- und Unterkieferknochen, wobei überwiegend die Gelenkfortsätze gebrochen sind. Auch sogenannte Schräg- oder Querbrüche des Unterkiefers und des Oberkiefers unter Einbeziehung der Frontzähne sind beim Kieferbruch typisch.

Die sichersten Anzeichen eines Kieferbruchs sind das Schmerzempfinden als auch das nicht mehr Aufeinanderpassen der oberen und unteren Zähne, so wie es beim gesunden Kiefer üblich ist. Auch das Begleitsymptom eines reibenden Knochengeräusches bei einer erzwungenen Kieferbewegung und das Entstehen von Hämatomen durch massive Einblutungen ist hierbei ein entsprechendes Symptom. Schwellungen im Kieferbereich und Störungen der Funktion kommen häufig hinzu.

Das letztendliche Abklären kann eine röntgenologische Untersuchung bringen. Die Behandlung des Kieferbruchs beinhaltet das Richten der Knochen, das Entfernen gesplitterter Knochenteile, das Zusammenfügen der Knochen und das Ruhigstellen. Meist werden Kieferbrüche in einer operativen Therapie durch das Einbringen entsprechender Implantate wieder zusammengefügt. Dies sind insbesondere Verdrahtungen, Verplattungen und das Schienen mit entsprechenden Materialien. Der Vorgang der Osteosynthese hat hierbei Bedeutung, weil dies die chirurgische Befestigung der Knochenteile beinhaltet.

Kieferbrüche entstehen fast immer als Folge eines Sturzgeschehens oder starker Gewalteinwirkung auf den Kieferbereich von Außen. Da die Kieferknochen überwiegend platte Knochen und daher nicht so widerstandsfähig gegen Krafteinwirkungen sind, brechen diese sehr schnell. Eine Nachbehandlung nach einem überstandenen Kieferbruch ist meist erforderlich, da Beeinträchtigungen im Kauapparat und bei der Zahnstellung auftreten können. Das perfekte Ausheilen eines Kieferbruchs ist eine recht langwierige Sache.

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