Insektenstiche - Ursachen, Symptome, Behandlung und Vorbeugemöglichkeiten

Besonders im Sommer ist die Gefahr von schmerzhaften Insektenstichen groß. Meistens verlaufen sie harmlos. In manchen Fällen können sie aber auch unangenehme Folgen haben. Zu den Insekten, die am häufigsten für Stiche verantwortlich sind, zählen Mücken, Wespen, Bremsen oder auch Hornissen. In einigen Fällen wird eine ärztliche Behandlung nötig. Lesen Sie alles Wissenswerte über Ursachen, Symptome und Behandlung eines Insektenstichs.

Die Entstehung von Insektenstichen und wie man sie erkennen und behandeln kann

Insektenstich - Eine Definition

Besonders in der Sommerzeit sind viele Insekten unterwegs. Häufig kommt es dabei zu Kontakten mit Menschen, bei denen unangenehme oder sogar schmerzhafte Insektenstiche die Folge sind. Meistens sind solcherlei Insektenstiche jedoch ungefährlich.

Die meisten Insekten stechen aus einer Abwehrhaltung heraus. Wenn dabei die oberen Hautschichten des Menschen betroffen werden, kommt es zu Schwellungen und starkem Juckreiz, was durch das toxische Gift, das die Insekten während des Stiches in die Wunde spritzen, verursacht wird.

Manche Insekten, wie zum Beispiel Stechmücken, ernähren sich allerdings auch von menschlichem Blut, was zwangsläufig zu Stichen führt.

Zu den Insekten, die am häufigsten Stiche verursachen, gehören:

Ursachen eines Insektenstichs

Zu den häufigsten Verursachern von Insektenstichen zählen Stechmücken. Diese ernähren sich von menschlichem Blut und stechen vor allem in der Dunkelheit bevorzugt zu.

Auch andere Insekten wie Bremsen oder Flöhe, die sich von Tier- oder Menschenblut ernähren, können Stiche verursachen.

Ein weiterer häufiger Grund sind Stiche durch Bienen, Hornissen, Hummeln oder Wespen. Diese stechen in der Regel jedoch nur dann zu, wenn sie sich oder ihr Nest bedroht sehen. Ein solches Bedrohungsgefühl entsteht meistens durch das Quetschen eines Insekts oder wenn man nach ihm schlägt.

Verlauf eines Insektenstichs

Während ein Mückenstich im Normalfall nur unangenehmes Jucken verursacht und schnell wieder abheilt, kann der Verlauf von Bienen- oder Wespenstichen deutlich unangenehmer sein. Durch das Stechgift entstehen starke Schmerzen und Schwellungen. Diese können bis zu fünf oder sechs Tage lang anhalten.

Der Verlauf eines Wespen- oder Bienenstiches hängt aber auch von der Menge des Giftes und der Einstichstelle ab. In einigen Fällen können sich durch anhaltendes Kratzen auch Wundinfektionen bilden.

Gesteigertes Risiko für einen Insektenstich

In der Regel ist ein Insektenstich zwar unangenehm und schmerzhaft, aber nicht gefährlich. Es gibt jedoch Ausnahmefälle: Kommt es zu Stichen in den Mund und Rachenraum, schwillt dieser an, was zu Atembeschwerden, Panik und im schlimmsten Fall sogar zum Tod durch Ersticken führen kann.

Besonders gefährdet sind auch Menschen, die auf das Gift der Insekten allergisch reagieren. Bei ihnen kann ein Insektenstich, der bei normalen Menschen harmlos verläuft, sogar einen lebensgefährlichen Schock verursachen.

Während in unseren Breitengraden Insektenstiche normalerweise keine Krankheiten übertragen, besteht hingegen bei Reisen in tropische Länder diese Gefahr. Gefährliche Infektionskrankheiten wie beispielsweise Malaria können dort durch einen Insektenstich übertragen werden, ebenso die Krankheiten

Symptome eines Insektenstichs

Zu den typischen Symptomen eines Insektenstiches gehören Rötungen der Haut und die Bildung von Schwellungen. Bei Mückenstichen kommt es stets zu unangenehmen, starken Juckreiz.

Bei Stichen von Bremsen bilden sich zudem Quaddeln, die für einige Stunden anhalten. Stiche von Bienen, Wespen oder Hornissen verlaufen zudem ziemlich schmerzhaft. Dabei kann jede Hautpartie betroffen sein.

Kommt es zu einem Stich in den Mund- oder Rachenraum, entsteht dort eine Schwellung, die gefährliche Folgen haben kann. Bei Menschen, die auf Insektenstiche allergisch reagieren zeigen sich Symptome wie Schweißausbrüche und Kreislaufstörungen.

Sogar Bewusstlosigkeit kann nach einem Insektenstich einsetzen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem allergischen Schock.

Doch auch bei Menschen, die nicht allergisch auf einen Stich reagieren, kann es bei einer Vielzahl von Stichen zu bedrohlichen Reaktionen kommen.

Diagnose eines Insektenstichs

Ein Insektenstich lässt sich aufgrund seiner deutlichen Symptome schnell diagnostizieren und entsprechend behandeln.

Therapie eines Insektenstichs

  • Lindern lassen sich Insektenstiche aller Art durch kalte Kamilleumschläge oder Kompressen mit Obstessig und Wasser.
  • Hilfreich gegen Juckreiz ist die Anwendung eines Antihistaminikums.
  • Erleidet man einen Bienen- oder Wespenstich, kann dieser durch eine durchgeschnittene Zwiebel, die man auf die Einstichstelle legt, behandelt werden.

Wenn es zu einem Insektenstich, der von einer Biene verursacht wurde, kommt, empfiehlt es sich, den Stachel aus der Einstichstelle zu entfernen, da so weniger Bienengift in die Wunde gelangt. Alternative: die Einstichstelle mit Desinfektionsspray reinigen.

Ansonsten ist vor allem Kühlung der Einstichstelle angesagt. Eis verhindert, dass eine Schwellung entsteht. Auch eine aufgeschnittene frische Zwiebel kann den Schmerz lindern

Das Ziel der Mücken ist unser Blut. Damit sie ausgiebig saugen können, übertragen sie mit ihrem Speichel einen Stoff in die Haut, der die Blutgerinnung verzögert. In der Folge schwillt die Einstichstelle an und beginnt zu jucken.

Beide Symptome lassen sich gut mit Hausmitteln lindern:

  • von Zwiebel- und Kartoffelscheiben
  • über kalten Quark
  • bis hin zu nasser Kernseife.

Auch ein Mix aus medizinischem Alkohol und Lavendelöl, auf die Stichstelle aufgetragen, nimmt den Schmerz. Es empfiehlt sich zudem, einen Spezialstift griffbereit zu haben, der rasch den Juckreiz lindert und somit auch ein Aufkratzen und Entzünden der Haut verhindern kann.

Bei Bremsenstichen hilft eine Hydrocortcreme, die man in jeder Apotheke rezeptfrei kaufen kann. Tipp: Doppelten Effekt mit Kühlen und Juckreizlinderung erhält man, wenn die Creme oder das Gel im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Stich im Mundraum

Bei Stichen in den Mund- oder Rachenraum wird das Lutschen eines Eiswürfels empfohlen. Auch von außen sollte der Hals mit kühlenden Umschlägen behandelt werden. In jedem Fall sollte ein Notarzt verständigt werden.

Dies gilt auch für den Fall, dass es nach einem Insektenstich zu einer allergischen Reaktion kommt, da eine Behandlung mit speziellen Medikamenten wie Kortikoiden, Antihistaminika oder Adrenalin erforderlich ist.

Bei einem allergischen Schock mit Atemnot und Kreislaufbeschwerden: bis zum Eintreffen des Notarztes den Patienten so lagern, dass die Beine höher als der Körper liegen. Treten "nur" Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit auf, sollte man die nächste Arztpraxis aufsuchen.

Vorbeugung eines Insektenstichs

Um das Risiko eines Insektenstiches zu verringern, gibt es es ein paar einfache Vorsorgemaßnahmen wie:

  • das Vermeiden von aggressiven Bewegungen gegen Wespen
  • das Verschließen von Getränken im Freien
  • das Meiden von Orten, an denen sich viele Bienen oder Wespen aufhalten
  • das Tragen von geschlossenen Schuhen auf Wiesen

Mückenstiche vermeiden

Gegen lästige Mückenstiche helfen oftmals Lotionen, wie zum Beispiel Nelkenöl, die mückenabwehrend wirken, das Tragen von langärmeliger Kleidung bzw. langen Hosen sowie Moskitonetze. Zudem sollten die Fenster am Abend erst nach Löschen aller Lichtquellen im Hause wieder geöffnet werden. Ein Insektengitter vor dem Fenster hält auch andere Lästlinge ab.

Bienen- und Wespenstiche vermeiden

Ein Mückenstick kann noch nach Tagen jucken. Bei Bienen und Wespen klingen die Schmerzen zwar meist schneller ab - sie sind aber auch deutlich stärker. Beide Insekten stechen aber nur, wenn sie sich bedroht fühlen - unser Blut interessiert sie nicht.

Überall dort, wo die Tiere sich gern aufhalten, ist deshalb Vorsicht geboten. Das gilt beim Obstpflücken ebenso wie beim Essen und Trinken im Freien oder in der Nähe von Abfallkörben.

Beim Eisschlecken sollte man immer wieder einmal auf sein Eis sehen, denn oftmals setzen sich die Wespen unbemerkt darauf und können mitunter in die Zunge stechen. Süße Lebensmittel sollten zudem lieber eingepackt und auch süße Getränke nicht offen stehen gelassen werden.

Bienen tummeln sich zudem gern auf Wiesen und Rasenflächen, um dort Pollen zu sammeln. Deshalb: nicht barfuß gehen!

Da Bienen buchstäblich auf Blütendüfte fliegen, ist ratsam, im Sommer keine süßen Parfüms oder fruchtige Shampoos zu benutzen.

Bremsenstiche vermeiden

Bevorzugt an Gewässern halten sich die fiesen Bremsen auf. Ob am See, Fluss oder auch im Freibad, überall finden sich diese bräunlich-weißen Insekten. Die Stiche der Bremsen sind zwar nicht gefährlich, aber durchaus sehr unangenehm und auch die Einstichstellen werden rasch zu mittelgroßen Quaddeln.

Gut als Vorbeugung helfen ein Insektenabwehrmittel und das Abtrocknen nach dem Schwimmen. Auch ein T-Shirt kann hier zumindest am Oberkörper für einen gewissen Schutz sorgen.

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Quellenangaben
  • Bug Bite © dragon_fang - www.fotolia.de
  • Wasp © Galyna Andrushko - www.fotolia.de
  • Mosquito sucking blood, macro photo © Henrik Larsson - www.fotolia.de
  • Bee in flight and Dahlia Garden (Dahlia Cav.) © Mirek Kijewski - www.fotolia.de
  • Hornissen ( Vespa crabro )_2 © ChriSes - www.fotolia.de

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