29. Oktober 2009
Als Nabelschnurpunktion (Chordozentese) bezeichnet man in der Medizin die Untersuchung eines ungeborenen Kindes. Dabei wird dem Ungeborenen Blut entnommen.
Eine Nabelschnurpunktion, die auch als Chordozentese bezeichnet wird, ist Bestandteil der Pränataldiagnostik, also der Untersuchung des ungeborenen Kindes. Dabei wird Blut aus der Nabelschnur des Kindes entnommen, um Blutarmut (Anämie) oder bestimmte Infektionen diagnostizieren zu können. Nabelschnurpunktionen können ergänzend zu Ultraschalluntersuchungen und Amniozentesen (Fruchtwasseruntersuchungen) durchgeführt werden. Empfehlenswert ist eine Chordozentese bei Schwangeren über 35 Jahren oder im Falle eines verdächtigen Ultraschallbefundes. Möglich ist eine solche Untersuchung ab der 18 - 20. Schwangerschaftswoche. Eine Chordozentese gehört jedoch nicht zu den Routineuntersuchungen der Pränataldiagnostik und wird lediglich auf besonderen Wunsch der Mutter bzw. der Eltern vorgenommen. Zudem ist eine ausführliche Beratung der Schwangeren durch den untersuchenden Arzt über die Risiken sowie die Vor- und Nachteile einer Nabelschnurpunktion erforderlich.
Nabelschnurpunktionen werden in der Regel dann vorgenommen, um etwas über die Blutzusammensetzung des ungeborenen Kindes zu erfahren. Dadurch kann das Blutbild des Kindes bestimmt werden, um die Zahl der Thrombozyten (Blutplättchen) zu ermitteln oder um eine Anämie (Blutarmut) nachzuweisen. Des Weiteren können Infektionskrankheiten wie Röteln oder Toxoplaxmose festgestellt werden. Auch Blutkrankheiten und Stoffwechselstörungen lassen sich mit Hilfe einer Nabelschnurpunktion diagnostizieren. Zudem können auch Medikamente oder eine Bluttransfusion auf diese Weise verabreicht werden.
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