Durch eine chemische Haaranalyse kann man eine Probe des menschlichen Haares auf bestimmte Stoffe und körperfremde Verbindungen innerhalb eines Zeitraums von mehreren Monaten untersuchen. Alle möglichen Stoffe, die wir in dieser Zeit zu uns nehmen - zum Beispiel durch den Mund oder die Nase - erreichen über unseren Blutkreislauf auch die Kopfhaare und sind somit dort nachweisbar. Das bekannteste Anwendungsgebiet der Haaranalytik ist die Rechtsmedizin zum Nachweis von Drogen.
Bei einer Haaranalyse werden die Haare eines Menschen untersucht. In den Haaren sind etliche Stoffe in wesentlich höherer Konzentration nachweisbar, als in den Organen oder im Blut.
Nimmt der Mensch über den Mund oder die Nase Stoffe auf, so gelangen diese in den Blutkreislauf. Auch Präparate, die in die Vene gespritzt oder eingeatmet werden, finden sich dann im Blutkreislauf. Das Blut transportiert die Stoffe in den gesamten Körper, u.a. auch zu den Haarwurzeln.
Haaranalysen werden teilweise über einen Zeitraum von mehreren Monaten durchgeführt und jeweils die gesamte Haarlänge untersucht. Die Stoffe sind auch dann noch in den Haaren nachweisbar, wenn sich der Mensch die Haare oft gewaschen oder getönt hat.
Bei einer Haaranalyse können z.B. Schwermetalle, Drogen (z.B. Heroin) oder Betäubungsmittel nachgewiesen werden. Dazu werden Haarproben meist von verschiedenen Stellen entnommen und in einem Labor untersucht.
Die Haaranalyse wird häufig auch in der Rechtsmedizin eingesetzt. Hier können bei mumifizierten Leichen die Haare z.B. Auskunft darüber geben, wie sich der Mensch einmal ernährt hat (z.B. vegetarisch). Verschiedene naturheilkundlich ausgerichtete Ärzte oder Heilpraktiker stellen aufgrund des Ergebnisses einer Haaranalyse auch eine Behandlung auf. Die Haare werden dann z.B. auf Mineralstoffe hin untersucht. Besteht hier ein Mangel, kann diesem entsprechend entgegengewirkt werden.
Der Vorteil einer Haaranalyse besteht darin, dass in den Haaren auch noch Monate nach dem Konsum der Stoff nachweisbar ist. Im Blut ist er nach kurzer Zeit bereits verschwunden, wenn er nicht dauerhaft konsumiert wird.
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