Überwärmungstherapie

Das Abtöten der Bakterien und Viren durch erhöhte Temperatur

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  • von Paradisi-Redaktion
Pflegebad - Badewanne im Altenheim
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Bei der Überwärmungstherapie (Hyperthermie) wird dem Körper von außen Wärme zugeführt. Dazu badet der Patient in einer Wanne mit warmem Wasser. Die Wassertemperatur wird auf bis zu 43 Grad erhöht, die Wärmeabgabe mit stauenden Wickeln eingeschränkt.

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Unter einer Überwärmungstherapie, oder auch Hyperthermie, versteht man die zeitweise Erhöhung der Körpertemperatur zu Heilzwecken. Diese alternative Behandlungsmethode beruht auf Erkenntnissen des französischen Forschers Louis Pasteur.

Bei der Überwärmungstherapie wird davon ausgegangen, dass durch die Erhöhung der Körpertemperatur die Stoffwechselvorgänge im Körper beschleunigt werden und Schadstoffe so schneller abgebaut werden können. Bösartige Zellen werden durch die Überwärmungstherapie an ihrem Wachstum gehindert. Daher wird die Therapie häufig unterstützend zur Chemotherapie eingesetzt. Weiterhin findet die Überwärmungstherapie bei schlecht heilenden Wunden und Geschwüren, sowie bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie Arthritis oder Morbus Bechterew, Anwendung.

Eine Überwärmung des gesamten Körpers wird mit dem so genannten Schlenzschen Überwärmungsbad erreicht. Bei dem Vollbad wird die Badetemperatur schrittweise von 36 auf 42 Grad erhöht und der Körper zusätzlich durch Wickel an der Wärmeabgabe gehindert. Weiterhin lässt sich die Erhöhung der Körpertemperatur durch die Einwirkung von Infrarotstrahlen erzielen.

Sollen nur bestimmte Körperteile oder Organe der Therapie unterzogen werden, wird die Wärme mit Hilfe von Sonden zugeführt. Auch mit Hilfe von Infusionen lässt sich eine Überwärmung erzielen. Diese Methode wird meist bei der Tumorbehandlung, in Verbindung mit Medikamenten, eingesetzt.

Die Überwärmungstherapie ist für den Organismus recht anstrengend und sollte nur bei guter Kondition und unter ständiger Kontrolle von Puls und Blutdruck durchgeführt werden. Bei Herz- und Kreislauferkrankungen, Tuberkulose, Nierenschwäche oder einer Schwangerschaft sollte man von dieser Therapieform absehen.

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