2. November 2009
Bei bestimmten Krankheiten kann eine Radontherapie zur Anwendung kommen. Das Radon kann dabei in Form von Luft oder Wasser verabreicht werden.
Bei der Durchführung einer Radontherapie in einem Heilbad kommen drei Möglichkeiten für die Anwendung in Betracht. So kann das Radon inhaliert werden, wobei der Patient bei einer Kur in einem Heilstollen die radonhaltige Luft einatmet. In Kurorten, die über eine radonhaltige Quelle verfügen, besteht die Möglichkeit die aufsteigenden Gase abzufangen und den Patienten als Dunstbad oder zum Inhalieren zuzuführen.
Eine weitere Variante ist das Baden in radonhaltigem Wasser. Dadurch gelangt es über die Haut in den Organismus des Patienten. Die dritte Möglichkeit ist eine Trinkkur mit Wasser, das Radon enthält. Auf diese Weise nimmt der Blutkreislauf das Edelgas über Magen und Darm auf.
Ob bei der Anwendung einer Radontherapie Risiken bestehen, ist umstritten. Kritiker der Behandlung sehen eine theoretische Gefahr dadurch an Lungenkrebs zu erkranken. Die Befürworter der Radontherapie sehen hingegen dieses Risiko, aufgrund der niedrigen Dosierung und dem Umstand, dass das Radon schon nach kurzer Zeit wieder vom Körper ausgeschieden wird, als überaus gering an.
Patienten, die an Herz-Kreislauferkrankungen leiden, sollten eine Radontherapie vorher unbedingt mit ihrem Arzt abklären.
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