Als Insulintherapie bezeichnet man die Behandlung von Diabetikern mit Insulin. Auf diese Weise soll ein bestehender Mangel an Insulin im Körper behoben werden.
Zweck einer Insulintherapie ist die Behebung eines Insulinmangels im Körper bei Krankheiten wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Dabei kommen verschiedene Therapiemethoden zur Anwendung.
Als Insulin bezeichnet man ein Hormon. Dieses wird in so genannten B-Zellen, bestimmten Zellen der Bauchspeicheldrüse, gebildet. Das Insulin hat für den Kohlenhydratstoffwechsel eine zentrale Bedeutung.
So wird durch das Insulin Traubenzucker (Glukose), der aus der Nahrung zugeführt wurde, in die Zellen eingeschleust. Die Glukose wird dann in den Zellen entweder direkt als Nahrungslieferant verwertet oder nachdem sie im Stoffwechsel umgewandelt wurde, als Energiespeicher angelegt.
Mit Hilfe des Insulins wird auch der Blutzucker eng begrenzt. Durch einen Anstieg des Blutzuckers kommt es zu einer Anregung der Insulinausschüttung, während ein Blutzuckerabfall die Ausschüttung des Insulins drosselt.
Bei Menschen, die an Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) leiden, ist der Körper nicht mehr in der Lage, genügend Insulin herzustellen oder zu verwerten. Bei bestimmten Formen von Diabetes kann die Krankheit nur durch regelmäßige Verabreichung von Insulin behandelt werden.
Dazu gehören die Typ-1-Diabetes sowie die Typ-2-Diabetes, wenn diese durch Tabletten oder spezielle Diät nicht mehr behandelt werden kann. Auch in der Schwangerschaft kann eine solche Form von Diabetes auftreten. Bei manchen Typ-2-Diabetikern genügen jedoch Tabletten und eine Diät zur Behandlung, sodass in diesem Fall keine Insulintherapie erforderlich ist.
Für eine Insulintherapie werden heutzutage in erster Line Humaninsuline verwendet, die synthetisch oder gentechnisch erzeugt werden. Schweine- oder Rinderinsuline kommen hingegen, aufgrund allergischer Reaktionen, kaum noch zum Einsatz.
Bei Insulinen unterscheidet man zwischen Kurzwirkenden Insulin, Verzögerungsinsulin und Mischinsulin. Bei Kurzwirkenden Insulinen setzt die Wirkung schon nach fünfzehn bis dreißig Minuten ein. Die Dauer der Wirkung beträgt vier bis sechs Stunden.
Beim Verzögerungsinsulin dauert es hingegen rund eineinhalb Stunden, bis die Wirkung einsetzt. Dafür hält diese etwa acht bis zwölf Stunden an.
Mischinsuline werden aus Kurzwirkenden Insulinen und Verzögerungsinsulinen kombiniert. Dadurch kann die Wirkung schnell einsetzen und zugleich länger andauern, wodurch weniger Injektionen notwendig sind.
Zu den Insulintherapien gehören die konventionelle Insulintherapie (CT), die intensivierte konventionelle Insulintherapie (ICT) sowie die kontinuierliche subkutane Insulininfusion (Insulinpumpentherapie/CSII). Welche Therapiemethode sich am besten für einen Patienten eignet, ist individuell unterschiedlich.
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22.02.13 | |
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03.01.13 | |
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07.11.12 | |
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12.07.12 | |
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23.07.11 | |
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