Infusionstherapie

Über eine Infusion wird dem Körper Flüssigkeit zugeführt

Durch die Infusionstherapie wird in den venösen oder arteriellen Teil des Körperkreislaufs Flüssigkeit zugeführt. Sie dient der Zufuhr von Medikamenten, von Kalorienträgern bei künstlicher Ernährung und Regulierung des Elektrolyt-Haushalts.

Nahaufnahme Hand am Tropf im Krankenhausbett
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Einteilung der Kategorie Infusionstherapie

Eine Infusionstherapie wird immer dann erforderlich, wenn der Patient nicht mehr in der Lage ist, seinen Flüssigkeitsbedarf zu decken oder wenn Medikamente verabreicht werden müssen, die schneller wirken als Tabletten und die Bluthirnschranke passieren können.

Durchführung

Dabei wird der Oberarm mit einem Stauschlauch oder einer Druckmanschette so gestaut, dass die Venen darunter deutlich anschwellen und so gut sichtbar werden oder sich zumindest ertasten lassen, wenn die Fettschicht etwas dicker ist.

Dann wird eine Braunüle, das ist eine Kanüle, die als Führung für einen kleinen Plastikschlauch dient, eingesetzt, die mit Heftpflaster so befestigt wird, dass sie nicht mehr verrutschen kann. Daran wird das Infusionssystem angeschlossen, das mit der Infusionsflasche verbunden ist.

An diesem Infusionssystem befindet sich ein Verschluss, mit dem die Einlaufgeschwindigkeit reguliert werden kann.

Anwendungsgebiete

Viele alte Menschen verspüren kein Durstgefühl mehr oder haben nicht die Möglichkeit, etwas zu trinken. Das führt zur

innerhalb von etwa 24 Stunden. Verwirrung und Schwäche sind die ersten Symptome dieser Exsikkose, die oft einen kurzfristigen, stationären Aufenthalt erforderlich macht. Diese Patienten erhalten einige Infusionen, etwa drei Mal 500ml einer reinen Elektrolytlösung, bis sie wieder selbständig trinken können, wach und ansprechbar sind.

Andere Erkrankungen, wie

bedürfen einer Infusionstherapie mit Antibiotika. Diese Medikamente sind oft besser verträglich und schneller wirksam, wenn sie intravenös verabreicht werden. Die Infusionsdauer beträgt meistens etwa eine Woche.

Infusionslösungen

Neben der besagten

  • Elektrolytlösung (isotonische Kochsalzlösung und Vollelektrolytlösungen)

werden auch

  • kolloidale Lösungen
  • Glukoselösungen und
  • Osmotherapeutika

verabreicht.

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Zuletzt aktualisiert am
Erstellt am 24.12.2008
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