Testosteronmangel: Mit der richtigen Ersatztherapie zu mehr Wohlbefinden

Grafik männliches Geschlechtsorgan, Hoden

Bei einem Testosteronmangel stehen wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung

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  • von Paradisi-Redaktion

Sinkt der Testosteronspiegel mit zunehmendem Alter, kann das zu eingeschränkter Leistungsfähigkeit, Erschöpfung oder Muskelabbau führen. Auch Frauen leiden unter den Auswirkungen eines Testosteronmangels. Eine gezielt auf die Beschwerden abgestimmte Testosterontherapie mit Injektionen, Tabletten oder Gel führt wieder zu mehr Wohlbefinden.

Was bewirkt Testosteron im Organismus?

Testosteron sorgt als wichtigstes männliches Sexualhormon für Kraft, Wohlbefinden und Vitalität.

Androgene

Das Geschlechtshormon ist auch im weiblichen Organismus vorhanden, wenn auch in weitaus geringeren Mengen als im männlichen Körper. Bei Männern wird das Hormon zu 90 Prozent in den Hoden produziert, bei Frauen in den Eierstöcken. Die übrigen 10 Prozent kommen aus der Nebennierenrinde.

Zwischen dem dritten und fünften Zyklustag erreichen Frauen Testosteronwerte von 0,14 bis 0,76 µg/l, bei einem erwachsenen Mann beträgt die Testosteronkonzentration in den Morgenstunden 2,41 bis 8,27 µg/l, während die Werte abends um etwa 20 Prozent absinken.

Wodurch entsteht ein Testosteronmangel?

Ein niedriger Testosteronspiegel ist nicht nur ein Männerthema, sondern betrifft auch Frauen. Die Testosteronkonzentration kann aus mehreren Gründen abfallen:

können zum Absinken des Testosteronspiegels führen. Auch

zählen zu den Ursachen niedriger Testosteronwerte.

Welche Symptome treten bei einem Testosteronmangel auf?

Folgende Symptome sind typisch für einem Testosteronmangel:

Bei erwachsenen Frauen:

Bei erwachsenen Männern:

Verschiedene Arten der Testosterontherapie

Diagnostiziert der Arzt einen Testosteronmangel, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Durchführung einer Testosterontherapie. Eine Ersatztherapie mit

sollte grundsätzlich Teil eines individuell ausgerichteten Gesamtkonzepts sein, denn auch Faktoren wie Gewichtsreduktion, körperliches Muskeltraining und eine gesunde Lebensführung spielen eine gewichtige Rolle.

Injektionen

Je nach Ausprägung des Testosteronmangels können Mediziner lang oder kurz wirksame Testosteron-Injektionen verabreichen.

  • Die Intervalle von kurz wirksamen Injektionen liegen bei zwei bis drei Wochen,
  • eine lang wirksame Injektion wird alle 10 bis 14 Wochen erneuert.

Häufig macht sich die Wirkung kurz nach der Testosteron-Spritze bemerkbar, indem sich etwa die Libido deutlich verbessert. Am Ende eines Injektionsintervalls lässt die Wirkung jedoch schnell nach und es kann das sogenannte Testosteronloch auftreten mit Symptomen wie Schweißausbrüchen oder depressiven Verstimmungen. Injektionspausen sind notwendig, wenn es zu Veränderungen im Blutbild kommt.

Tabletten

Testosteron-Tabletten müssen Patienten zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit zwei- bis dreimal am Tag einnehmen. Die Wirksamkeit der Tabletten ist jedoch bisher in Fachkreisen umstritten.

Pflaster

Testosteron-Pflaster sollten am besten am Abend gegen 22 Uhr für die Dauer von mindestens 20 Stunden auf die Haut geklebt werden. Bei Anwendung können an den beklebten Hautstellen Rötungen auftreten.

Gele

Als praktische Lösung aufgrund der einfachen Dosierbarkeit gelten Testosteron-Gele, die nach dem Auftragen zu einem gleichmäßigen Hormonspiegel führen und das Hormonniveau im Normbereich halten. Das Gel ahmt den natürlichen Testosteron-Rhythmus nach und wird morgens aufgetragen. Auch wenn die Hoden die Testosteronproduktion nahezu komplett eingestellt haben, ist diese Therapieform ein wirksamer Ersatz.

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Quellenangaben

  • DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.
  • Bildnachweis: Testikel - Querschnitt © marc osborne - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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