5. Dezember 2007
Von Maria Hochbaum
Rückenschmerzen können uns fast in den Wahnsinn treiben. Dies muss nicht geschehen denn es gibt eine Therapie, die Abhilfe schaffen kann. Chirotherapeuten benutzen nur ein Werkzeug: ihre Hände.

Chirotherapie leitet sich aus dem griechischen Wort "chiros" ab und meint übersetzt "Hand".
Bereits vor den alten Griechen erkannten die Inder, dass man mit Handgriffen wirbelsäulenbedingte Krankheiten behandeln kann.
Seit dem Mittelalter gibt es Aufzeichnungen über manuelle Behandlungen der Wirbelsäule.
Die Grundidee bei dieser Form von Therapie ist das Wissen, dass sich viele körperliche Beschwerden auf Blockaden oder Fehlstellungen der Gelenke zurückführen lassen.
Deshalb entwickelte man die Behandlung von reversiblen Störungen der Wirbelsäule und Gelenken durch Handgriffe.
Benachbarte Gelenke werden fixiert. Anschließend macht der Therapeut eine kurze ruckartige Bewegung, die einen starken Reiz auf das gestörte Gelenk und die Nervenenden auslöst.
Meistens ist in diesem Moment ein Knacken zu hören und in der Regel lässt der Schmerz danach nach.
Chirotherapeuten sind Ärzte, gleich welcher Fachrichtung, die diese Zusatzbezeichnung durch entsprechende Kurse und Prüfungen erworben haben.
Chirotherapie wie wir sie heute kennen, wurde u.a. von Dr. Karl Sell in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg entwickelt. Sie besteht aus dem Zusammenspiel von Osteopathie und Chiropraktik und wird seitdem ständig verbessert.
Die unabdingbare Voraussetzung für diese manuelle Behandlung ist allerdings eine Abklärung bestimmter Wirbelsäulenschäden mittels Röntgenaufnahmen. Bei unsachgemäßer Anwendung kann es zu rückbildungsunfähigen Schäden kommen.
Wer auf der sicheren Seite stehen will, zieht seinen Hausarzt zu Rate und holt sich vorab Informationen ein.
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