2. Oktober 2009
Als Biotherapie bezeichnet man eine alternative Behandlungsmethode für die Bekämpfung von antibiotikaresistenten Krankheitserregern. Dazu werden Maden und Blutegel eingesetzt.
Ziel und Zweck der Biotherapie ist vor allem die Bekämpfung von Krankheitserregern wie Bakterien, die sich gegen eine Behandlung mit Antibiotika als resistent erweisen. Dazu werden lebende Organismen wie zum Beispiel Maden oder Blutegel, aber auch Viren eingesetzt. Aufgrund der zunehmenden Resistenz von Bakterien gegenüber Antibiotika findet die Biotherapie zunehmend Verwendung.
In der Bundesrepublik Deutschland leiden jedes Jahr etwa zwei Millionen Menschen an offenen Wunden. Ebenso besteht ein hoher Behandlungsbedarf durch Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte. Da sich bei vielen chronischen Wunden und Hauterkrankungen die Routinebehandlungen zunehmend als unwirksam erweisen, wird von Kliniken vermehrt auf die Anwendung der Biotherapie gesetzt. Bestandteile einer Biotherapie sind die Madentherapie, die Phagentherapie sowie der Einsatz von Blutegeln.
Allerdings wird eine Biotherapie nicht immer von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Eine Übernahme der Kosten erfolgt meist erst dann, wenn die Routinebehandlungen keine Wirkung erzielen.
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