10. September 2009
Von Viola Reinhardt
Eine bleierne Müdigkeit, Erschöpfung oder auch Lustlosigkeit rühren sehr oft von einem dauerhaften Stress her. Die innere Balance zeigt sich dann oftmals nicht nur schwankend, sondern durchaus in einem katastrophalen Ungleichgewicht. Ob man bereits unter den zahlreichen Symptomen eines Dauerstresses leidet oder sich auch nur die ersten Anzeichen aufzeigen, ist ein rasches Handeln angesagt, um nicht ernsthaft zu erkranken.
Die innere Balance unterliegt täglichen Schwankungen und das man nicht immer gleich gut drauf und auch fit sein kann, ist absolut normal. Nicht normal ist es allerdings, wenn man bereits morgens beim Aufwachen schon wieder müde ist, schon bei der geringsten Anforderung gereizt an die Decke geht oder auch am Abend nicht vor lauter Gedankenkarussells einschlafen kann. Hier ist Not am Mann oder auch der Frau und energisch dagegenwirken sollte auf der Liste der Prioritäten ganz oben stehen.
Auch im alltäglichen Geschehen und Hamsterrad sollte man es nicht versäumen auf seinen Körper zu hören. Diffuse Schmerzen, eine ständige Nervosität und Gereiztheit oder auch Verdauungsbeschwerden können hier schon ein erstes Anzeichen dafür sein einen Gang runterzuschalten. Kleine Zeitinseln über den Tag verteilt - und seien es nur jeweils fünf Minuten - erlauben es tief durchzuatmen, die Gedanken zu sammeln und den Organismus wieder etwas zu beruhigen.
Ein charmantes Nein bei vielen Fragen und Bitten der Kollegen oder der Familienangehörigen geben einem ebenfalls die Möglichkeit Stress weniger Chancen zu lassen. Gerade die so scheinbar harmlosen und kurzen Tätigkeiten nehmen einem wiederum die Zeit und Kraft für das Wesentlich und erdrücken einen bei den eigenen Arbeiten oder Freizeitbeschäftigungen unter dem Zeitmangel. Solch ein Nein ist besonders dann angesagt, wenn man gegen seine innere Stimme und Überzeugung handeln würde, denn dann beschäftigt man sich zusätzlich mit dem negativen Gedanken "warum hab ich nur ja gesagt" und der Akku leert sich still und heimlich.
Tritt eine Erschöpfung ein, dann sollte man es zudem als Warnsignal betrachten und nicht über diese körperliche und seelische Grenze hinausgehen. Ausgleiche gegenüber unterschiedlicher privater und beruflicher Forderungen helfen dabei die Kraftreserven zu schonen und durch die erfahrene Freude auch wieder aufzufüllen. Hervorragend zum Auffüllen des Depots sind sportliche Aktivitäten, Musik hören oder selber machen und Tanzen.
Kommt mal allerdings aus der körperlichen und seelischen Erschöpfung nicht mehr raus, dann hilft es nicht sich nur krankschreiben zu lassen. Zeitgleich empfiehlt es sich vertrauensvoll an einen Arzt oder Psychologen zu wenden, den persönlichen Lebensstil einmal etwas näher zu betrachten und auch die berufliche Situation zu durchleuchten. Versäumt man diese Parallelen, dann wird es auch nach der Krankschreibung nicht lange dauern und der alte Zustand kehrt zurück und das mitunter schlimmer als zuvor.
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