29. August 2009
Von Viola Reinhardt
Fast alle kennen es, wenn der Arbeitstag zur Qual wird. Selbst Menschen, die Ihr Hobby zum Beruf gemacht haben, kennen das, auch wenn meist nur kurzzeitig. Bei denen die es Tag für Tag überstehen müssen, soll erwähnt sein, dass diese Art von Stress auf Dauer nicht gut sein kann und dessen Leiden vielen bereits schon bekannt sind. Depressionen, Schlafstörungen, Angstzustände oder Suchterkrankungen, um nur einige zu nennen, beeinträchtigen den ganzen Tagesablauf und vor allem auch die Lebensqualität. Womit eine Motivation geschaffen sein sollte, dem ganzen entgegenzuwirken. Professioneller Stressabbau ist natürlich zu bevorzugen, aber ein kleiner Trick kann auch schon helfen, der zudem vielseitig anwendbar und ausbaufähig ist.
Den meisten Stress verursachen die Menschen sich selbst. Und damit sind nicht die äußeren Einflüsse von anderen gemeint, sondern die eigenen und inneren. Denn sobald man in eine missliche Lage kommt, erkennt man dessen Problematik und beginnt eventuell mit dem Lösungsvorgang. Das ist zumindest die logische Vorgehensweise. Die, die sich zudem noch ergänzend abspielt ist die emotionale. Ein Problem wird erkannt und schon sinkt der Gemütszustand und es werden allerlei Gedanken von Emotionen überflutet, die man sich selbst zuzuschreiben hat.
Es hat alles nur so viel Bedeutung, wie man selbst hineinlegt. Ab dem Zeitpunkt der Erkennung und des Lösungsvorgangs, sind alle emotionalen Eindrücke von einem selbst erdacht und gemacht. Das Ausüben der Tätigkeit mag jetzt nicht in den Zeitplan gepasst haben, aber wenn man sich die ganze Zeit über nur mit dem Gedanken daran beschäftigt, sollte dessen Auswirkung auf das Gemüt, vor allem auf Dauer, bedacht werden. Obendrein ist es die Zeit, die man belastend ertragen hat. Diese Zeit hätte auch mit anderen Gedanken verbracht werden können und man wäre so weniger Stress ausgesetzt gewesen. Aber man hat sich entschieden, diese Zeit zu verschwenden, weil man den Emotionen freien Lauf gelassen hat. Das Problem hätte auch gelöst werden können, während man pfeifend und grinsend daneben gestanden hätte. Der Mensch hat es selbst in der Hand, ob er dem Stress entgegenwirkt oder in geradezu noch fördert. Je nachdem, welchen Gedanken er folgt, nimmt er ihn einfach auf, ist davon unbeeindruckt oder lässt sich davon führen. Achtet man darauf, kann schnell erkannt werden, welche Gedankengänge man in Zukunft besser auslässt, an welchen man feilt oder welche öfters gerne effektiv genommen sind.
Einmal den Dreh raus und schon wird es einem bewusst, dass diese Fähigkeit, weitaus mehr Potenzial in sich beinhaltet als es auf den ersten Blick erschien. Da diese zudem nicht nur für die beruflichen Probleme anwendbar ist, sondern ebenso den privaten, wird sie zu einem guten und nützlichen Werkzeug für das ganze Leben. Wie das nun gehen soll? Nicht darüber nachdenken, sondern einfach mit den positiven Gedankengängen beginnen, dann hat sich diese Frage auch schon geklärt.
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