27. Juni 2009
Von Viola Reinhardt
Nervosität, Einschlafprobleme, Kopf- und Rückenschmerzen, Schwindel oder auch ein rasender Puls und Herzrhythmusstörungen sind zumeist die Symptome, wenn sich ein negativer Stress breit macht. Wieder runterfahren von Tempo 180, lässt mit der Hilfe von musikalischen Klängen wesentlich einfacher erreichen. Jederzeit und überall, denn selbst ein eigenes Singen oder Musizieren bringt den erwünschten Effekt.
Musik beeinflusst nachweislich die körperlichen und auch seelischen Vorgänge. So lässt sich mit einer entsprechenden Musik- und Rhythmuswahl nicht nur ein aggressives Verhalten auslösen, sondern vielmehr auch den Blutdruck senken, den Herzschlag auf ein normales Niveau reduzieren, die Atmung verbessern und somit auch den Kreislauf stützen. Zudem steigert sich die gute Laune und der Körper kann auf eine angenehme Art und Weise den belastenden Stress abbauen.
Besonders gut geeignet ist es, sich seine Lieblingsmusik anzuhören. Ob es sich hierbei um einen Schlager, Folksmusik, Pop oder Rock handelt, spielt eine untergeordnete Rolle, denn das Gehirn meldet sich mit einer sofortigen Reaktion auf die ersten geliebten Klänge und meldet dem Körper "Keine Gefahren mehr, Adrenalin abbauen und zur Ruhe kommen". Eine etwas vereinfachte Darstellung für einen komplexen Ablauf im Organismus, doch im übertragenen Sinne durchaus korrekt.
Angesichts der Hilfestellung der Musik für einen Stressabbau, bietet es sich an einen MP3-Player oder ähnliches in der Tasche zu haben. Baut sich der Stress auf, dann kann man entweder in der Arbeitspause, während der Bus- und Zugfahrt oder auch beim Laufen ein oder zwei Lieder anhören, dabei tief durchatmen und spüren, wie die innere Anspannung deutlich nachlässt. Doch es gibt auch eine technisch freie Möglichkeit, sich mittels bestimmter Klänge in einen wahren Ruhezustand zu versetzen.
Spaziergänge in der Natur beruhigen fast noch mehr als künstliche Musik. Vogelgezwitscher, das Rauschen des Windes in den Bäumen oder auch das Plätschern eines Baches streicheln auf einer ganz bestimmten Frequenz die angespannten Nerven. Atmet man hierbei noch tief in den Bauchraum, dann stellt sich rasch die Entspannung ein. Geballte Fäuste, eine angespannte Kiefermuskulatur und eine flache Atmung werden sanft gelöst und in einen gleichmäßigen Rhythmus umgewandelt.
Wer nicht in die Natur kann, dem bietet sich die Variante diese Klänge auf CD abzuspielen. Nebenbei lässt es sich meditieren und auch den beruhigenden Duft eines ätherischen Öles einatmen. Mit etwas Übung kann man durch solch kleine Maßnahmen auf Dauer dem Stress einen Riegel vorschieben und schützt so seine Gesundheit. Die des Körpers und der Seele, denn Stress macht beide mit der Zeit krank.
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