28. April 2010
Von Viola Reinhardt
Endlich wieder ein Mehr an Ruhe im Schlafzimmer, so lautet vielfach der inbrünstige Wunsch der Millionen von Frauen und auch Männer, die einen Partner an ihrer Seite haben, der Nacht für Nacht ganze Regenwälder absägt. Schnarchen belastet allein schon durch die Tatsache, dass hierbei eine Lautstärke erzielt wird, die dem eines Lastwagens nicht unähnlich ist. Dass man bei den entstehenden Geräuschen des Partners mitunter kein Auge zu machen kann oder sogar aus dem Schlaf geweckt wird, ist kein Wunder und lässt auf Dauer tatsächlich Beschwerden entstehen, die den Alltag nicht gerade einfacher werden lassen.
Das Schnarchen selbst entsteht aufgrund einer erschwerten Nasenatmung, die dazu führt, dass der Betroffene durch den Mund zu atmen beginnt. Hierbei wiederum gelangt die eingeatmete Luft nicht nur in den Mundraum, sondern passiert die Weichteile, wie etwa die Mandeln, das Zäpfchen oder auch das Gaumensegel, und lässt diese vibrieren. Dieser Umstand führt schlussendlich zu den typischen und sehr störenden Schnarchgeräuschen, die sich über die ganze Nacht erstrecken oder auch nur zeitweise in Erscheinung treten können.
Als Ursache für eine erschwerte Atmung durch die Nase finden sich unter anderem Allergien, Erkältungen sowie Verengungen der Nasenscheidenwand. All diesen Ursachen ist jedoch eines gemeinsam: Die Nasenschleimhäute schwellen an und lassen keinen Sauerstoff mehr ungehindert fließen. Um ein Ersticken zu vermeiden, kommt es dann zu der bereits erklärten Mundatmung. Abhilfe des Schnarchens können jedoch schon einige sanfte Hilfen bringen und somit die erwünschte Nachtruhe wieder herstellen.
Zu diesen sanften Hilfen bei einem Schnarch-Problem zählen abschwellende Nasensprays sowie spezielle Nasenpflaster aus der Apotheke. Letztere werden einfach auf den Nasenrücken geklebt und bewirken bei dem Schnarchenden, dass mittels der eingearbeiteten elastischen Kunststoffstreifen die Nasenflügel sanft nach außen gezogen werden. Aufgrund der nun erweiterten Nasengänge wird das Atmen durch die Nase deutlich erleichtert und ein Schnarchen sehr häufig außen vor gelassen.
Grundsätzlich sollte man als Betroffener darauf achten, möglichst auf alkoholische Getränke und Nikotin zu verzichten, ein vorhandenes Übergewicht zu reduzieren und mit Medikamenten zur Muskelentspannung oder Beruhigungsmitteln mit Bedacht umzugehen, da auch diese ein Schnarchen deutlich fördern können. Sollte sich das Schnarchen auch nach einigen Wochen nicht verbessert oder noch besser wieder verabschiedet haben, empfiehlt es sich zur Abklärung der Ursache einen HNO-Arzt aufzusuchen, da ein dauerhaftes Schnarchen nicht nur den Hausfrieden zerstören, sondern vor allem auch zu schwerwiegenden Erkrankungen führen kann.
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