Schlafwandler haben meist die Augen weit geöffnet und zudem einen starren Gesichtsausdruck. Sie können ihre Bewegungen nicht koordinieren. Menschen, die unter Schlafwandeln leiden, sollten dabei nicht geweckt werden, da es sonst zur völligen Desorientierung kommen kann.
Schlafwandler führen unbewusst während des Tiefschlafes Handlungen aus, können sich aber nur eingeschränkt in ihrer Umgebung orientieren. Später erinnern sie sich an nichts mehr. Werden sie aufgeweckt, reagieren sie geschockt.
Schlafwandeln, auch Somnambulismus bezeichnet, geschieht meistens im ersten Drittel der Nacht. Charakteristisch ist das Aufsetzen im Bett, das Umherwandeln im Zimmer, Tätigkeiten im Haushalt und essen. Schlafwandler gehen mit offenen Augen und starrem Gesichtsausdruck umher, wirken unkoordiniert und laufen fast immer geradeaus. Selbst, wenn ihr "Weg" dort endet. Sie geraten leicht ins Taumeln und sind einer erhöhten Verletzungs- und Sturzgefahr (Treppe, Balkon etc.) ausgesetzt. Da sich Schlafwandler auf eine Lichtquelle hin bewegen, sprach man einst von Lunatismus, weil der Mond früher die einzige nächtliche Lichtquelle war.
Während Schlafwandeln bei Kindern auf eine Unreife des zentralen Nervensystem hinweist, sind im Erwachsenenalter überwiegend psychosoziale Komponenten dafür verantwortlich. Stress und Angstzustände können Schlafwandeln ebenso begünstigen wie bestimmte Medikamente (zum Beispiel Schlaftabletten und Antidepressiva) oder Alkohol. Auch äußere Einflüsse wie Lärm, organische Reize, Migräne und Fiebererkrankungen bei Kindern gelten als mögliche Auslöser. Ebenso genetische Faktoren sowie ein unregelmäßiger Biorhythmus. Neurologen und Psychologen können dabei helfen, den Auslöser des Schlafwandelns zu bestimmen und entsprechende Therapien verordnen.
Jedoch birgt das Schlafwandeln an sich – bis auf die Unfallgefahr - keine gesundheitlichen Risiken. Die Wohnumgebung sollte entsprechend abgesichert werden. Kindliches Schlafwandeln verliert sich meist bis zur Pubertät.
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