27. Januar 2010
Menschen können unter verschiedenartigen Reaktionsstörungen leiden. Diese Reaktionsstörungen können das Symptom verschiedener Krankheiten sein.
Patienten mit einer Reaktionsstörung reagieren nur sehr verzögert. Dies gilt z.B. dann, wenn man den Patienten anspricht. Erst nach einiger Zeit reagiert er darauf und antwortet (je nach Zustand). Wenn ein Patient unter einer Reaktionsstörung leidet, können auch große Probleme im Straßenverkehr auftreten. Die Betroffenen gehen über die Straße und reagieren viel zu spät auf Autos oder Fahrradfahrer. Gleiches gilt auch, wenn der Patient selbst ein Auto steuert und viel zu spät auf Gefahren reagiert.
Eine Reaktionsstörung kann auch mit Zittern verbunden sein. Liegt der Reaktionsstörung eine geistige Behinderung zugrunde, so hat der Betroffene meist auch im Bereich der Motorik ein Defizit. Die Patienten bemerken ihr Handicap und fühlen sich von den anderen Menschen unverstanden. Die Folge kann sein, dass sich der Patient von seiner Umwelt abkapselt.
Besteht die Reaktionsstörung aufgrund einer Behinderung, so kann diese mit verschiedenen Therapien gebessert werden. Dazu zählen z.B. die Ergotherapie sowie die Schulung von Fein- und Grobmotorik. Leidet der Patient als Folge eines Schlaganfalles unter einer Reaktionsstörung, so werden diese Therapien in der Rehabilitationsmaßnahme begonnen, die sich an den Krankenhausaufenthalt anschließt. Nach dem stationären Aufenthalt muss der Patient die Übungen dann zu Hause fortführen und meist auch weiterhin zu einem niedergelassenen Ergo- und/oder Physiotherapeuten gehen.
Viele Patienten mit Reaktionsstörungen leiden unter einer Sucht. Um die Reaktionsstörungen zu beheben, muss der Patient von seiner Sucht loskommen. Dazu muss der Körper des Patienten zuerst entgiftet werden. Dies findet häufig im Rahmen einer stationären Behandlung statt, bei der der Patient rund um die Uhr medizinisch überwacht werden kann. Anschließend muss sich der Patient der so genannten Entwöhnungsbehandlung in einer Fachklinik unterziehen, die sich über mehrere Wochen oder Monate erstreckt. In dieser Zeit lernt der Patient auch ohne die Droge zu leben und seinen Alltag neu zu ordnen. Vielen Patienten helfen auch Selbsthilfegruppen. Hier erfahren die Betroffenen, dass es Gleichgesinnte mit ähnlichen Problemen gibt.
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