Ohrenschmerzen Artikel
Ohrenschmerzen behandeln und lindern
In jedem Bereich des Ohres können Ohrenschmerzen auftreten. Um Folgeschäden zu vermeiden, sollten diese von einem Arzt abgeklärt werden.
Das Ohr besteht aus der Ohrmuschel, dem Mittel- sowie dem Innenohr. Ohrenschmerzen in diesen Bereichen können sich für den Patienten unterschiedlich anfühlen.
Der Patient kann beispielsweise großen Druck auf dem Ohr verspüren. Die Ohrenschmerzen können ganz plötzlich auftreten und sich wie Nadelstiche anfühlen, oder sie können für den Patienten auch nur beim Beißen von Nahrung zu spüren sein.
Die Ohrenschmerzen können sich an beiden Ohren oder auch nur einseitig befinden. Neben den Ohrenschmerzen ist den Patienten häufig auch schwindelig, sie hören auf dem betroffenen Ohr schlechter, haben Kopfschmerzen oder hören Ohrgeräusche. Aus dem Ohr kann auch Blut fließen.
Der Facharzt für die Behandlung von Ohrenschmerzen ist der Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Der HNO-Arzt untersucht das Ohr mit einem Otoskop, nachdem er den Patienten nach den genauen Beschwerden befragt hat. Während der Untersuchung betrachtet der Arzt das Ohr von innen und kann dort Auffälligkeiten feststellen. Je nach Art des Untersuchungsergebnisses kann auch ein Hörtest notwendig werden. Vermutet der HNO-Arzt eine bakterielle Erkrankung im Bereich des Ohres, so kann auch ein Abstrich durchgeführt werden. Auch eine Röntgenaufnahme oder ein Besuch beim Zahnarzt können notwendig werden.
Hat der Patient eine bakterielle Entzündung im Bereich des Ohres, so muss meist mit Antibiotika therapiert werden, um die Bakterien zu zerstören. So kann auch verhindert werden, dass sich die Bakterien weiter im Körper des Patienten ausbreiten. Antibiotika können bei verschiedenartigen Ohrenentzündungen zur Therapie eingesetzt werden.
Konnte der HNO-Arzt Eiter vor dem Trommelfell erkennen, so kann auch ein Trommelfellschnitt notwendig werden. Der Eiter kann auf diese Weise abfließen, der Schnitt im Trommelfell wächst nach kurzer Zeit wieder zusammen.
Neben Antibiotika kann der Arzt auch Ohrentropfen verordnen. Bei einigen Entzündungen empfiehlt der Arzt auch Nasentropfen, um so für eine bessere Belüftung im Bereich der Nase und des Ohres zu sorgen. Hat der Patient Ohrenschmalz, so entfernt der Arzt dieses entweder durch Absaugen oder durch Ausspülen des Ohres.
Ohrenschmerzen können auch das Symptom einer Viruserkrankung wie Mumps sein. Der Arzt kann diese viralen Krankheiten nur symptomatisch behandeln, da hier Antibiotikum nicht wirkt.
Auch Hausmittel können unterstützend zur Behandlung von Ohrenschmerzen eingesetzt werden. Klein geschnittene Zwiebelstücke, die in ein Stofftaschentuch gewickelt und auf das schmerzende Ohr gelegt werden, haben sich bei der Therapie von Ohrenschmerzen beispielsweise sehr bewährt.
Liegt die Ursache der Ohrenschmerzen in krankhaften Zähnen, so muss die weitere Behandlung bei einem Zahnarzt erfolgen.