Erythema nodosum

Hautausschnitt mit Ausschlag, Allergie

Als Auslöser gelten Erkrankungen wie Tuberkulose, Morbus Crohn oder Sarkoidose

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  • von Paradisi-Redaktion

Von Erythema nodosum sprechen Hautärzte, wenn es zu einer akuten Entzündung des Unterhautfettgewebes kommt. Dabei bilden sich schmerzhafte Knötchen auf der Haut.

Erythema nodosum ist auch unter den Bezeichnungen

  • Erythema contusiforme
  • Dermatitis contusiformis oder
  • Knotenrose

bekannt. Dabei handelt es sich um eine akute Entzündung des Unterhaufettgewebes, an der auch die Kapillarwände beteiligt sind. Es bilden sich schmerzhafte Knötchen auf der Haut, die sich in erster Linie an den Unterschenkeln, den Sprunggelenken und den Knien zeigen. Eher selten treten sie am Gesäß oder an den Armen auf.

Ursachen

Zu Erythema nodosum kommt es zumeist durch bestimmte Erkrankungen. Dazu zählen vor allem chronische Entzündungen wie Morbus Crohn und Sarkoidose oder Infektionen wie Tuberkulose.

Bei den Erregern handelt es sich in den meisten Fällen um Bakterien wie:

Doch auch

kommen als Krankheitsauslöser infrage. Ein Erythema nodosum kann aber auch ohne Krankheitserreger ausbrechen, wie zum Beispiel bei Sarkoidose. Gelegentlich ist auch die Einnahme von bestimmten Medikamenten wie Schmerzmitteln oder Antibiotika für das Auftreten der Hauterkrankung verantwortlich.

So kommt es durch die Arzneimittel zu einer Entzündung der Unterhaut sowie deren Blutgefäße. Es ließ sich bislang jedoch nicht klären, wie die Knoten genau entstehen.

Symptome

Ein typisches Symptom von Erythema nodosum ist die Bildung von roten Knoten auf der Haut. Deren Färbung schwankt aber auch zwischen rötlich-violett und gelblich-grün. Zurückzuführen ist die Verfärbung auf den Abbau von Hämoglobin.

Die Knoten sind mit Schmerzen verbunden, die vor allem auftreten, wenn Druck auf sie ausgeübt wird. Darüber hinaus leiden die Patienten unter weiteren Beschwerden wie

Darüber hinaus kann es auch zu Beschwerden durch die auslösende Erkrankung kommen.

Diagnose

Die Diagnose Erythema nodosum lässt sich bei den meisten Patienten schon durch die typischen Beschwerden erstellen. Nur selten muss eine Biopsie (Gewebeentnahme) durchgeführt werden, die man in einem Labor unter einem Mikroskop untersucht.

Wichtig ist allerdings, die genaue Ursache der Hauterkrankung herauszufinden, um eine entsprechende Therapie einleiten zu können. Zu diesem Zweck erfolgen unterschiedliche Untersuchungen wie:

Behandlung

Zur wirksamen Therapie von Erythema nodosum ist es von erheblicher Bedeutung, die auslösende Grunderkrankung entsprechend zu behandeln. Um die Symptome der Hautkrankheit zu lindern, können nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Indometacin gegeben werden.

Ebenso ist eine Behandlung mit Kaliumiodid möglich. Zur Behandlung der Knoten lassen sich eine Heparinsalbe sowie feuchte Wickel verabreichen. Außerdem sollte der Patient auf körperliche Ruhe achten.

Normalerweise bilden sich die Knoten nach 3 bis 6 Wochen wieder zurück. In manchen Fällen können die Beschwerden jedoch auch einen chronischen Verlauf nehmen.

Verschiedene Formen von Hautveränderungen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: An allergic reaction causeing a severe case of hives. © Rob Byron - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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