15. Oktober 2009
Entzugserscheinungen treten unterschiedlich heftig auf. Meist erfolgt die Behandlung im Rahmen eines stationären Aufenthaltes.
Patienten, die unter Entzugserscheinungen leiden, haben sowohl psychische als auch körperliche Beschwerden. Die Beschwerden treten nach Absetzen der Droge auf. Wie heftig die Entzugserscheinungen dabei ausfallen, ist abhängig von der jeweiligen Droge und wie lange diese zuvor konsumiert wurde.
Zu den körperlichen Beschwerden eines Entzuges gehören viele verschiedene Symptome. Der Patient zittert und ihm ist schwindelig, zusätzlich besteht eine Übelkeit, die meist auch mit Erbrechen verbunden ist. Die Patienten frieren und schwitzen abwechselnd und sämtliche Glieder bereiten ihnen Schmerzen. Das Herz schlägt extrem schnell und zusätzlich neigen die Patienten zu epileptischen Anfällen.
Die Patienten können aufgrund dieser Beschwerden nicht mehr richtig schlafen und sind dadurch nervös und unruhig. Zusätzlich können auch Depressionen auftreten. Viele Patienten sind in der Phase des Entzuges auch extrem aggressiv. Die Patienten sind häufig nur noch unzureichend orientiert und entwickeln Halluzinationen. Diese Beschwerden werden zu den psychischen Beschwerden der Entzugserscheinungen gezählt.
Die Beschwerden dauern Tage bis Wochen an und teilweise bemerken die Patienten einige dieser Symptome noch nach Monaten.
In der Regel werden Entzugserscheinungen in einem Krankenhaus unter ärztlicher Aufsicht therapiert. Der Patient erhält dazu verschiedene Medikamente verabreicht, um die Symptome zu lindern. Die Behandlung erfolgt meist auf der Intensivstation. Um den Flüssigkeitsverlust des Körpers auszugleichen, erhalten die Patienten Infusionen und meist zusätzlich für eine gewisse Zeit eine künstliche Ernährung.
Erst wenn die akuten Entzugserscheinungen überwunden sind, erfolgt eine mehrwöchige oder auch mehrmonatige Weiterbehandlung in einer speziellen Fachklinik.
Um den Behandlungserfolg zu sichern, sollten sich die Patienten einer Selbsthilfegruppe anschließen. Hier erhalten sie Kontakt zu Gleichgesinnten und können sich in der Gruppe stärken, nicht wieder rückfällig zu werden.
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