15. Oktober 2009
Blut im Stuhl kann sich unterschiedlich zeigen. Dieses Symptom sollte immer von einem Arzt abgeklärt werden.
Verschiedene Krankheiten können zu Blut im Stuhlgang führen. Dabei kann sich das Blut entweder im Stuhlgang befinden oder auch auf dem Stuhlgang. Teilweise ist der Stuhl auch schwarz gefärbt und riecht äußerst unangenehm.
Nicht immer ist das Blut im Stuhl auch sichtbar. Das so genannte "okkulte" Blut im Stuhl kann mit bloßem Auge nicht erkannt werden. Dieses wird erst durch einen Test in der Arztpraxis diagnostiziert. Der Patient gibt dazu eine Stuhlprobe auf ein so genanntes "Stuhlbriefchen" (der Hämoccult-Test). In der Arztpraxis wird eine spezielle Lösung auf das Briefchen getropft, das unsichtbares Blut sichtbar machen kann. Verfärbt sich das Stuhlbriefchen im Testfeld, befindet sich im Stuhlgang "okkultes", also nicht sichtbares Blut.
Wenn Patienten Blut im Stuhl bemerken, sollten sie dies immer ärztlich abklären lassen, da lebensbedrohliche Krankheiten dahinter stecken können.
In jedem Fall muss der Arzt den Darm untersuchen und die Ursache der Blutung herausfinden. Dazu wird eine komplette oder teilweise Darmspiegelung durchgeführt. Für eine große Darmspiegelung muss der Darm frei von Stuhlresten sein, so dass der Patient mehrere Liter einer Lösung trinken muss, die eine abführende Wirkung hat. Am Tag der Untersuchung erhält der Patient ein Beruhigungsmittel. Die so genannte Coloskopie wird über den Enddarm mit einem Endoskop durchgeführt. Das Endoskop besteht aus einem langen Schlauch, an dessen Ende sich eine Kamera sowie eine Lichtquelle befinden. Der Arzt führt nun das Endoskop in den After des Patienten ein und schiebt den langen Schlauch durch den Darm hindurch. Bei dieser Untersuchung können auch Gewebeproben mit Hilfe einer feinen Zange entnommen werden.
Vermutet der Arzt nur Hämorrhoiden als Ursache des Blutes im Stuhlgang, so genügt oftmals auch eine Enddarmspiegelung. Der Patient muss dazu lediglich einen Einlauf durchführen, um den Enddarm zu reinigen. Der Arzt führt dann ein starres kurzes Gerät in den Enddarm ein und kann so krankhafte Veränderungen in diesem Bereich diagnostizieren.
Je nachdem, welche Ergebnisse bei der Untersuchung herauskamen, verordnet der Arzt Zäpfchen oder Salben zur Behandlung von Hämorrhoiden oder es wird eine Verödung der Hämorrhoiden durchgeführt. Diese kann im Rahmen der Enddarmspiegelung vorgenommen werden. Große und innere Hämorrhoiden können auch im Rahmen einer Operation entfernt werden.
Hat die Coloskopie einen Tumor ergeben, wird dieser in der Regel operativ entfernt. Je nach Größe und Sitz des Tumors kann auch eine Chemo- oder Strahlentherapie notwendig werden.
Wurde bei der Coloskopie ein gutartiger Tumor entdeckt, kann dieser oftmals gleich während der Untersuchung entfernt werden.
Ist die Coloskopie ergebnislos verlaufen bzw. hat ein Patient schwarzen Stuhlgang bemerkt, so kann die Ursache auch im Bereich des Magens liegen. Der Arzt führt dann eine Magenspiegelung durch. Diese wird mit einem ähnlichen Endoskop wie die Darmspiegelung durchgeführt, jedoch ist der Schlauch wesentlich kürzer. Der Patient muss für die Untersuchung nüchtern sein und erhält ein betäubendes Spray in den Rachen. Auf Wunsch des Patienten kann auch ein Beruhigungsmittel verabreicht werden. Der Arzt führt das Endoskop über den Mund bis zum Magen des Patienten. Teilweise kann auch während dieses Eingriffes eine Blutung gestoppt werden. In anderen Fällen muss häufig eine Operation erfolgen, um den Tumor oder das Geschwür zu entfernen. Je nach Befund zieht die Operation eine Bestrahlungstherapie nach sich.
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