Interessante Infos und Fakten über den Samenerguss und mögliche Störungen

Beim Samenerguss wird die Samenflüssigkeit des Mannes aus dem Penis herausgestoßen. Manche Männer leiden jedoch unter Ejakulationsstörungen.

Ursachen und Symptome unterschiedlicher Ausprägungen einer Ejakulationsstörung

Wissenswertes zum Thema Samenerguss

Mit dem Samenerguss oder der Ejakulation ist das Herausspritzen von Sperma aus der Harnröhre des Mannes gemeint. Zu einem Samenerguss kommt es durch Geschlechtsverkehr oder Selbstbefriedigung. Manchmal geschieht er jedoch auch unbeabsichtigt im Schlaf.

Über Ejakulation und Pollution

Der Begriff "Ejakulation" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie "Herausspritzen". Dabei kommt es zum Herausschleudern der Samenflüssigkeit (Ejakulat). Diese setzt sich aus Sekreten der Prostata (Vorsteherdrüse) und anderen Drüsen zusammen. Beim Höhepunkt eines Geschlechtsaktes oder bei Selbstbefriedigung fließt die Samenflüssigkeit aus dem Penis. Pro Samenerguss sind im Ejakulat ungefähr 500 Millionen Samenzellen enthalten.

Geschieht ein Samenerguss im Schlaf, spricht man von Pollution. Zum Ausstoß von Drüsensekreten kann es auch bei Frauen kommen, allerdings befinden sich dann keine Samenzellen in dem Ejakulat.

Feuchter Orgasmus und mögliche Beeinträchtigungen

Ein so genannter feuchter Orgasmus tritt mitunter auch schon vor der Pubertät oder zu dessen Beginn auf. Befruchtungsfähige Spermien sind in einem solchen Erguss jedoch noch nicht enthalten, da deren Produktion erst ab der Mitte der Pubertät einsetzt. Dennoch bezeichnet man diesen Vorgang als Ejakulation.

Aber auch bei eigentlich zeugungsfähigen Männern kann es passieren, dass sich in ihrem Ejakulat keine Spermien befinden. Ursache dafür sind meist Krankheiten, körperliche Beeinträchtigungen oder eine Sterilisation, bei der man im Hodensack die Samenleiter chirurgisch durchtrennt.

Nach der Durchtrennung kann die Samenflüssigkeit noch immer durch den Penis fließen. Außerdem stellt der Organismus nach wie vor Spermien her. Diese sind jedoch zu einer Vermischung mit der Samenflüssigkeit nicht mehr in der Lage.

Was geschieht beim Samenerguss?

Ausgelöst wird ein Samenerguss vom Sexualzentrum, das sich im Zwischenhirn befindet. Über die sympathischen Nervenzellen des Ejakulationszentrums in der Lendenregion des Rückenmarks werden die Kontraktionen der Genitalgänge sowie von Prostata, Samenleiter und Samenblase ausgelöst.

Zur gleichen Zeit verschließt sich die Harnblase, um das Zurückfließen des Spermas sowie eine Vermischung mit Urin zu verhindern. In der Regel kommt es bei einem Samenerguss zum Ausstoß von zwei bis sechs Millilitern Sperma.

Schrittweise vorangetrieben wird das Sperma durch koordinierte Kontraktionen von:

Wie viel Samenflüssigkeit austritt, hängt davon ab, wie lange die letzte Ejakulation zurückliegt und wie sehr der Mann sexuell erregt ist.

Mögliche Störungen des Samenergusses

Der Samenerguss kann durch verschiedene Umstände gestört werden. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Formen von Ejakulationsstörungen.

Vorzeitiger Samenerguss

Die am häufigsten auftretende Ejakulationsstörung ist der vorzeitige Samenerguss (Ejaculatio praecox), den man als Form von Potenzstörung betrachtet. Der Betroffene hat dabei keine Kontrolle über den Zeitpunkt der Ejakulation.

Allerdings können die Übergänge zwischen einem vorzeitigen Samenerguss und einem rasch ablaufenden normalen Geschlechtsverkehr fließend sein. Eine Störung liegt jedoch eindeutig vor, wenn es bereits beim Eindringen in die weibliche Scheide zu einer Ejakulation kommt.

Oft hängt ein vorzeitiger Samenerguss vom Lebensalter ab. So leiden vor allem junge und noch sexuell unerfahrene Männer darunter. Mit zunehmendem Alter tritt eine vorzeitige Ejakulation immer seltener auf.

Retrograde Ejakulation

Unter einer retrograden Ejakulation versteht man einen so genannten trockenen Orgasmus. Das bedeutet, dass der Betroffene den Orgasmus zwar zum richtigen Zeitpunkt erreicht, der Samenerguss jedoch ausbleibt. Dies ist jedoch nur scheinbar der Fall, denn die Ejakulation erfolgt rückwärts in die Harnblase hinein.

Verursacht wird eine retrograde Ejakulation meist durch eine operative Entfernung der Vorsteherdrüse (Prostata). Weitere mögliche Gründe sind:

Anorgasmie

Diese Form von Ejakulationsstörung tritt nur sehr selten auf. Dabei leiden die Betroffenen darunter, dass der Samenerguss ausbleibt oder erst nach langem Geschlechtsverkehr erfolgt. Oftmals sind psychische Gründe für eine Anorgasmie verantwortlich. Aber auch Alkohol oder bestimmte Medikamente wie Psychopharmaka kommen

als Ursache in Betracht.

Ejakulation ohne Orgasmus

Auch zu dieser Ejakulationsstörung kommt es eher selten. Sie äußert sich darin, dass die betroffenen Männer beim Samenerguss keinerlei sexuelle Lust oder Befriedigung verspüren.

Oft besteht ein fließender Übergang zur Spermatorrhoe. Dabei handelt es sich um Samentröpfeln ohne Orgasmus.

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