Vena-cava-Syndrom - Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Das Vena-cava-Syndrom stellt eine spezielle Form der Kreislaufstörungen vor. Sie betreffen Frauen während der Schwangerschaft. Der Auslöser ist Druck auf der Hohlvene, was zu einem behinderten Blutfluss zum Herzen führt. Dieser Druck wird durch das Baby in der Gebärmutter verursacht. Es kommt zum Blutdruckabfall, der auch mit Ohnmacht einhergehen kann. Informieren Sie sich über das Vena-cava-Syndrom.

Kreislaufstörungen während der Schwangerschaft

Was ist ein Vena-cava-Syndrom und wie kommt es dazu?

Unter dem Vena-cava-Syndrom versteht man Kreislaufprobleme, von denen vor allem schwangere Frauen betroffen sind. Dabei drückt die Gebärmutter mit dem Ungeborenen auf die untere Hohlvene.

Als Folge wird der Rückfluss des Blutes zum Herzen unterbrochen. Besonders zum Ende der Schwangerschaft hin kommt es häufiger zum Vena-cava-Syndrom, da das Kind ordentlich an Gewicht und Größe zugenommen hat.

Ursachen und Risikofaktoren des Vena-cava-Syndroms

Die große Hohlvene, auch Vena cava genannt, transportiert das Blut im Körper zum Herzen. Mediziner unterscheiden die obere und untere Hohlvene. Je größer ein Baby im Laufe der Schwangerschaft wird, desto mehr Platz nimmt es im Bauch der Mutter ein.

Möglich ist, dass das Kind unterversorgt wird. Schlimmstenfalls nimmt das Syndrom für Kind als auch Mutter ein lebensbedrohliches Ausmaß an.

Doch auch abseits der Schwangerschaft kann es zum Vena-cava-Syndrom kommen. Dies ist beispielsweise bei Schwellungen und Tumore der Fall.

Man spricht beispielsweise vom Vena-cava-inferior-Syndrom (bei Leberkrebs). Auch Nierenkrebs oder Lungenkrebs sowie Tumore der Schilddrüse gelten als mögliche Risikofaktoren. Im Gegensatz zur Situation in der Schwangerschaft sind die Symptome, die schleichend entstehen, konstant zu verspüren, während die Schwangere die Beschwerden zum Beispiel durch eine Veränderung der Lage behandeln kann.

Symptome – Ein Vena-cava-Syndrom erkennen

Liegt das Baby auf der unteren Hohlvene der Mutter, so wird dies als Vena-cava-Syndrom bezeichnet. Das Baby verhindert auf diese Weise den problemlosen Rücklauf des Blutes zum Herzen, was sich bei der Mutter durch:

bemerkbar macht, sobald die Mutter auf dem Rücken liegt. Intuitiv dreht sich eine Schwangere daher auf die Seite, wenn ihre Gebärmutter auf die untere Hohlvene drückt und dies Beschwerden verursacht.

Nur wenn sie dies nicht bemerken sollte, kann die Mutter bewusstlos werden und das Baby aufgrund des Sauerstoffmangels schwerste Schäden davontragen. Dies kann dann sogar zu einer Früh- oder Fehlgeburt führen.

Besonders in den Wochen vor der Geburt bemerken viele Frauen, dass sie nicht mehr bequem auf dem Rücken liegen können. Ihnen wird dann schwindelig, übel und ihr Herz rast. Misst man den betroffenen Frauen in dieser liegenden Position den Blutdruck, so ist er sehr niedrig.

Nicht alle dieser Symptome müssen auftreten. Die Beschwerden verschlimmern sich jedoch, sofern man das Syndrom nicht schnell behebt.

Diagnose des Vena-cava-Syndroms: Wann sollte man zum Arzt?

Die Diagnose beim Frauenarzt oder bei der Hebamme erweist sich in den meisten Fällen ganz einfach. So ist ein Vena-cava-Syndrom leicht zu erkennen. Ein Arztbesuch ist bei Kreislaufbeschwerden in der Schwangerschaft sehr anzuraten.

Behandlung – Was tun beim Vena-cava-Syndrom?

Normalerweise muss bei einem Vena-cava-Syndrom keine Behandlung erfolgen. Aufgrund der Tatsache, dass sich Schwangere schon intuitiv auf die Seite drehen, kann das Blut dann wieder normal fließen und die Beschwerden verschwinden von selbst.

Für die Zeit bis zur Geburt sollte eine Schwangere vorbeugend jedoch versuchen, nicht mehr auf dem Rücken zu liegen und sich auch beim Schlafen auf die Seite zu drehen. Nachts sollte sie also seitlich, am besten auf der linken Seite, schlafen. Kann man trotzdem seitlich nicht schlafen, so helfen auch Kissen dabei, dass die Vena cava nicht abgedrückt wird.

Kommt es durch das Vena-cava-Syndrom zu einem Herz-Kreislauf-Schock, ist umgehend der Notarzt zu alarmieren. Die Schwangere wird dann auf der Intensivstation behandelt.

Kann man einem Vena-cava-Syndrom vorbeugen?

Schwangere können einem Vena-cava-Syndrom vorbeugen, indem sie ab dem zweiten Trimenon darauf achten, flache Rückenlagen für einen längeren Zeitraum zu vermeiden. Die linke Seitenlage erweist sich oftmals als besonders vorteilhaft.

Die Seitenlage kann mittels flachem Kissen unterstützt werden. Ebenso können spezielle Seitenschläferkissen eine Hilfe sein.

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