5. März 2007
(pgk) Medizinische Forschungen haben ergeben, dass ein Zusammenhang zwischen der Schlafstellung und dem plötzlichen Kindstod (SIDS, Abkürzung des englischen Fachbegriffs Sudden Infant Death Syndrome) besteht. Der Plötzliche Kindstod ist die häufigste Todesart bei Babys im ersten Lebensjahr und kommt ganz vereinzelt auch noch im zweiten Lebensjahr vor. Eltern, deren Baby vom plötzlichen Kindstod betroffen ist, finden es meist auf dem Bauch liegend und stark verschwitzt. Das Gesichtchen ist oft mit der Bettdecke, dem Kissen, einem Schmusetuch oder Stofftier bedeckt.
Am besten schlummert Ihr Baby im ersten Lebensjahr ohne Kopfkissen auf dem Rücken liegend auf einer festen luftdurchlässigen Matratze. Oft legen Babys das Köpfchen dabei automatisch am liebsten in die Richtung, in der es im Mutterleib gelegen hat. Sie können das Bettchen mit der Lieblingsseite Ihres Babys zur Wand stellen, damit es den Kopf zu der anderen Seite drehen muss, wenn es etwas Interessantes sehen will. Auch das Aufhängen von kleinen Mobiles in die nicht so beliebte Richtung kann helfen. Ist das Baby wach und aktiv, sollte es auf dem Bauch liegen. Dies stärkt die Bauch-, Nacken- und Rückenmuskeln und ist eine gute Vorbereitung für das Sitzen.
Das Schlafen in Bauchlage erhöht das Risiko für SIDS dagegen um das Sechsfache. Auch beim Schlafen in Seitenlage ist laut neuesten Untersuchungen das Risiko noch erhöht. Natürlich gibt es Gründe, die es besonders bei jungen Babys erforderlich machen, sie seitlich oder auch im Wechsel auf beide Seiten zu lagern: Asymmetrien des Köpfchens nach der Geburt oder auch Muskelverkürzungen im Halsbereich können solche Gründe sein. Dies sollten Sie aber immer mit dem Kinderarzt oder der Krankengymnastin besprechen.
Auch Babys, die zu früh auf die Welt kommen und mit dem selbstständigen Atmen noch Mühe haben, liegen in ihren ersten Lebenswochen besser auf dem Bauch. Sie sollten jedoch spätestens eine Woche vor der Krankenhausentlassung auf dem Rücken zum Schlafen gelegt werden. Denn gerade bei Frühgeborenen ist die Bauchlage mit einer besonders starken Erhöhung des SIDS-Risikos behaftet. Trotz vielfacher Forschungen ist das Rätsel des Plötzlichen Kindstodes bisher nicht gelöst. Sicher ist nur, dass in Ländern, in denen Empfehlungen zur Rückenlage gegeben werden, die Häufigkeit solcher Todesfälle zurückgegangen ist.
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